====== 02.09.2014, Vom Winde verweht... ====== Nach einer doch erstaunlich ruhigen Nacht (es hat meiner Meinung nach nie stärker als 15 bis 20 kn geweht) an der Stadtpier in Sibenik haben wir erst mal gemütlich unten im Salon gefrühstückt. Es war nämlich am Morgen noch recht kühl, vor allem weil der Wind immer ins Cockpit rein geweht hat. Erst später, als die Sonne stärker geschienen hat und sich die Wolken zum Teil verzogen haben, wurde es wieder angenehm warm. Wir hatten sogar 25 Grad im Cockpit, kurz vor 10 Uhr. Iris hat mit den Kindern von halb 10 bis um 11 Uhr den Spielplatz unsicher gemacht und ich habe etwas gelesen und ein paar Nachbarn beim ablegen geholfen. Um 11 Uhr habe ich dann nochmal mit der Marina Skradin telefoniert, ob das mit unserem Liegeplatz wirklich klappt (ein paar Nachbarlieger haben nämlich davon erzählt, dass es gestern heillos überfüllt war), und das wurde mir bestätigt. Also sind wir losgefahren. Es hat ziemlich geweht, so zwischen 20 und 25 kn (habe ich mit dem Vavuud auf dem iPhone im Cockpit gemessen) und wir sind unter Motor unter den Brücken durch und die Krka hinauf gefahren. Ein paar Wahnsinnige meinten wirklich sie müssten bei den Windverhältnissen im Fluss aufkreuzen. Aber kurz nach der Brücke sind sie schlauer geworden. Über den See war es etwas welliger, so dass wir gegen den Wind nur noch mit ca. 5 kn vorwärts kamen, aber dann im oberen Teil der Krka wurde es wieder besser. Kurz nach der Brücke habe ich per Funk Kontakt mit der Marina aufgenommen und wurde an den dritten Steg (von der Brücke aus gesehen) beordert. Also den genau gegenüber des Ortes. Glücklicher Weise haben wir einen Platz auf der windabgewandten Seite des Schwimmstegs bekommen, was das anlegen etwas erleichtert hat. Als ca. 10 min nach uns ein Nachbar angelegt hat, war es ziemlich genauso starker Wind und er hat auf seiner Windanzeige bis zu 35 kn gemessen. Wir haben uns gut eingespannt und sind dann alle zusammen in den Ort zum essen gegangen. Wir waren im (vom Marinero empfohlenen) Restaurant Skala. Das hat eine tolle Terasse von der aus man super die Marina sieht. Das Essen war auch nicht schlecht, hat aber sehr lange gedauert (obwohl es schon halb 2 war und die meisten Gäste schon fertig waren). Vor allem Annas Gericht - das sie wohl vergessen haben - kam erst als wir anderen schon halb fertig gegessen hatten. Und ganz so günstig war es auch nicht, aber das ist in Skradin allgemein so. {{:blog:2014-09-02:img_0991.jpg?400|}} {{:blog:2014-09-02:img_0992.jpg?400|}} {{:blog:2014-09-02:img_0993.jpg?400|}} Danach sind wir hoch auf die Burg gestiegen. Sozusagen als Ersatz für den Festungsbesuch in Sibenik, der wegen Regen gestern Nachmittag ausgefallen ist. Man hat von dort oben einen gigantischen Blick! Da waren auch 4 Österreicher von einem anderen Schiff, mit denen Anna angeregt geplaudert hat. Am Schluss hat sie dem einen Mann ihre selbstgeschriebene "Visitenkarte" (ein DIN A4 Zettel mit allen Daten von ihr, inkl. Geburtsdatum und Iris und meiner Mobilfunknummer) geben wollen. Der hat aber netterweise dankend abgelehnt. Anna war etwas enttäuscht, denn sie hat den Zettel wohl extra geschrieben für den Fall, dass sie wieder eine Freundin findet... {{:blog:2014-09-02:img_0994.jpg?400|}} {{:blog:2014-09-02:img_0995.jpg?400|}} {{:blog:2014-09-02:img_0996.jpg?400|}} {{:blog:2014-09-02:img_0997.jpg?400|}} {{:blog:2014-09-02:img_0998.jpg?400|}} {{:blog:2014-09-02:img_0999.jpg?400|}} Auf der anderen Seite der Burg sind wir wieder runter in den Ort auf die Hauptgasse und haben dort beim BIBICh wieder mal 12 Flaschen R6 Riserva gekauft. Die ich dann auf der Schulter (im 12er Karton) direkt zu tonttu zurück getragen habe. Iris ist währenddessen mit den Kindern zum grossen Spielplatz und dem Trampolin gegangen. Der Plan war, dass ich sie dort alle mit dem Dinghi abhole. Das hat sich aber ein wenig verzögert, da zu diesem Zeitpunkt viele Segler auf der anderen (dem Wind zugewandten Seite) des Schwimmstegs angekommen sind und ich geholfen habe. Auch unsere beiden grossen Ballonfender wahren als Leihgabe sehr gefragt wenn einer einen neuen Nachbarn bekommen hat. Ich musste dann auch noch erst das Dinghi vom Vordeck nach hinten schleppen und über den Schwimmsteg zu dessen Ende tragen. Dort habe ich dann erst den Aussenborder montieren können. Hat also alles etwas länger gedauert. Aber die Kids waren alle gerade bei ihren 10 min Trampolinspringen, als ich ankam um sie abzuholen. Wir haben dann mit dem Dinghi noch einen Abstecher zu einem Gemüsestand am anderen Ende der Uferpromenade gemacht und sind dann wieder zurück zu tonttu. Es war ja auch schon kurz vor 5. Anna und Lara haben dann noch einen gleichaltrigen Jungen von einem anderen Boot am Steg kennengelernt und waren dann erst mal für eine Stunde beim Keschern verschwunden. Zum Abendessen gab es griechischen Salat und Risottoreste mit Toast (wir haben ja Landstrom und ich konnte die Mikrowelle mit ihrer Grillfunktion verwenden), da die Mädels unser restliches Brot an die Schwäne verfüttert haben! Jetzt weht es immer noch mit Böen über 35 kn, aber angeblich soll es morgen aufhören und wieder ein schöner Tag werden. Geregnet hat es ja heute auch schon nicht mehr.