======Mit dem Boot zur Eisdiele...====== Der Freitagmorgen startete für den Autor des heutigen Blogeintrags (Harald) um 6:40 Uhr mit einem Nescafe und einem netten "Schwätzchen" mit den österreichischen Stegnachbarn. Dabei stellte sich heraus, dass die acht Männer auf der gecharterten 'Bavaria 45' Arbeitskollegen waren ... alles Angestellte einer dortigen Justizvollzugsanstalt. Danach noch ein zweite Tasse Kaffee mit Peer und Jörg im Strandrestaurant in Meganisi. Vor dem Frühstück haben Jörg und Mark das Boot aussen einer Reinigung unterzogen, soweit bei dem geringen Wasserdruck möglich, um den Saharasand, der in der letzten Nacht mit einer Regenböe ankam, abzuspülen. Nach dem kurzen Frühstück im Cockpit dann ein perfektes Ablegemanöver, trotz erschwerter Bedingungen durch verschiedene Kreuz und Quer verlaufende Mooringleinen, und auf ging es Richtung Kanal von Levkas und Preveza. Kurz nach dem Auslaufen unter Motor wurde dann das Vorsegel gesetzt und wir sind die erste Stunde mit ca 3,5kn unterwegs gewesen. Peer und Jörg hatten vormittags verschärftes "Knoten"exerzieren, während Mark uns sicher dem Ziel entgegensteuerte. {{ :blog:2013-05-17:img_8323_redu.jpg?direct&300 |}} Vor dem Kanal von Levkas nahm der Wind spürbar auf über 20kn zu. Die enge Fahrrinne im Kanal liess nur wenig Raum zum Manövrieren, die Wassertiefe lag im Schnitt bei 4 - 5 m. Der Wind kam von achtern, sozusagen "Schiebewind". Ein Anruf per Funk in der Marina ergab dann die Öffnungszeit der Drehbrücke vor uns (zu jeder vollen Stunde) ...ein Blick auf die Uhr zeigte noch 30 min Zeit bis zur nächsten Öffnung der Drehbrücke. Diese Zeit wollte Mark noch zum Nachtanken in der Marina nutzen. Das Tanken führte bei starkem ablandigen Wind zu einem interessanten,schlussendlich aber gelungenem Anlagemanöver. Highlight desselben war die Paketschnur, die der griechische Tankwart zum Festmachen einer ca. 15 to Yacht rüber warf. Um 135 l Diesel schwerer ging es dann 12 min vor 13 Uhr mit mittlerweile ca. 25 kn achterlichem Wind in Richtung Drehbrücke. Zweites Highlight des Tages war dann der Funkverkehr zur Klärung der Vorfahrtsregelung bei geöffneter Brücke: der Brückenwächter antwortete auf die wiederholte Frage wer Vorfahrt hat, mit der Aussage das die Brücke um 13 Uhr öffnet. Geschicktes mehrfaches Umformulieren der Frage führte auch nicht zur Klärung des Sachverhaltes, beim dritten Nachfragen gab es einfach keine Antwort mehr.... Das Passieren der Brücke glückte schliesslich, danach gab es eine scharfe ("und sehr flache") S-Kurve bevor wir dann die letzten ca. 4 Meilen zur Ansteuerungstonne und Beginn der Fahrwassermarkierung unter Motor in Angriff nahmen. Diese letzten 4 Meilen hatten es dann in sich ... mit 35 Knoten Windgeschwindigkeit und ein paar schönen Wellen. Die Passage des engen Fahrwassers zum Hafen bei starkem Seitenwind brachte die vorletzte Herausforderung des Tages. Die letzte, das Anlegen an der schönen alten Mole des Stadthafens, wurde ebenfalls perfekt gemeistert. Den Liegeplatz hatte der Skipper sehr gut gewählt ... nur wenige Schritte trennten uns von einem schönen Eiscafé an der Mole, in dem wir die verdiente Tasse Kaffee und ein paar Snacks mit bestem Blick auf das Boot geniessen. {{ :blog:2013-05-17:img_8293_redu.jpg?direct&300 |}} {{ :blog:2013-05-17:img_8321_redu.jpg?direct&300 |}} Eindrücke von Preveza: {{ :blog:2013-05-17:img_8301_redu.jpg?direct&300 |}} {{ :blog:2013-05-17:img_8304_redu.jpg?direct&300 |}} {{ :blog:2013-05-17:img_8314_redu.jpg?direct&300 |}}