====== 20.8.2015, wieder zurück in Biograd ====== Wir haben Bilder für die letzten zwei Tage hochgeladen; ein Blick zurück lohnt sich also ;-) Eigentlich wollten wir ja noch eine Nacht in den Kornaten bleiben. Aber bei Ravni Zakan war ja besetzt wegen Italienern und ausserdem sagte der Wetterbericht stärkeren Wind in der Nacht voraus, der bis zum frühen Nachmittag morgen andauern soll. Deshalb haben wir uns entschlossen am späten Vormittag los zu fahren und evtl. in einer Bucht an der Südwestseite von Pasman zu übernachten. Wir sind also bei schönem Wetter aber ohne Wind los und erst mal bis zum Südende von Kornat gefahren. Fast hätte ich ja noch unterwegs an einer Boje festgemacht für die Nacht, aber das hätte dann morgen 3 Stunden Rückfahrt nach Biograd bei ggf. mehr Wind bedeutet und auch auf das anlegen an der seichten Tankstelle in Biograd bei Wind habe ich mich nicht so sehr gefreut. Also sind wir dann erst mal rüber zur Westseite der Insel Pasman gefahren. Aber auch die ausgesuchte Bucht hat uns nicht so besonders zugesagt, so haben wir beschlossen doch direkt nach Biograd zu fahren. Leider hat der Wind dann doch schon am frühen Nachmittag zugenommen, so dass ich bei 14kn Wind auflandig an der Tankstelle mit nue 2/3 des Schiffs (weiter können wir nicht hinein, da es sonst zu seicht wird) anlegen musste. Nicht gerade berauschend. Hat aber geklappt. Wir haben also den Backbordtank voll getankt mit 85 Litern und auch noch den 22 L Reservekanister, den ich vor drei Tagen in den Backbordtank gekippt habe. Im Steuerbordtank ist ja immer noch der schlechte Diesel... Das anlegen und tanken war aber auch der leichtere Part. Das Ablegemanöver mit Wind, der einen auf die Kaimauer drückt war der spannendere Teil. Aber auch das hat mit Bug- und Heckstrahlruder so gerade noch geklappt. Mehr Wind darf es dafür nicht haben. Denn auch ablegen durch eindampfen in die Vorspring ist nicht so ideal, da tonttu ja leider recht schlecht Fahrt achteraus aufnimmt. So kamen wir dann eine halbe Stunde später in der Marina an. Unser Liegeplatz war zwar frei, ist aber in unserer Abwesenheit schon wieder mal kürzer geworden. Die "Southwind" vor uns parkt ca. 3 bis 4 m zu weit hinten, also etwas in unserem Parkplatz. Der Vorwärtsanleger hat dann auch nicht geklappt, da Anna nicht so weit werfen kann, dass die Marineros die Heckleine bekommen hätten und das Heckstrahlruder alleine schafft es nicht. Also nochmal zurück, und das ganze im Rückwärtsgang versucht. Ich bin also beim zweiten Anlauf vorwärts an unserem Liegeplatz vorbei gefahren, habe neben der "Southwind" gestoppt und bin dann rückwärts wieder in unsere Lücke rein gefahren. So konnte Anna die Heckleine leichter übergeben und der Marinero hat sie sofort an Land fest geknotet. Ich habe dann den Vorwärtsgang eingelegt und das Schiff hat sich damit langsam an den Schwimmsteg herangeschoben und die Vorleine konnte übergeben werden. Dabei hatten wir hinten ca. 1.5 m zum Schiff hinter uns und vorne zwischendurch nur ca. 10cm zur Gangway von "Southwind". Dass nenne ich mal Massarbeit ... Nach allen Vertäuungsarbeiten sind wir dann noch kurz mit dem Auto los gefahren und haben den zweite Reservekanister mit 10 L Diesel gefüllt, eine Runde Eis gekauft und ein paar Kleinigkeiten im örtlichen Baumarkt (Gummipufferchen). Ich war dann mit Luis nochmal beim Marinashop und konnte Ersatz für den kaputt gegangenen Pelikanhaken für das eine Drahtseil am Heck erstehen und Iris hat währenddessen das Abendessen gekocht. Die Kinder haben sich wie immer sofort mit Keschern und mit den Schrubbern den Steg putzen beschäftigt - statt dass sie mal Deck schrubben würden ;-) Jetzt ist alles ruhig und es gibt (noch?) keinen Wind...