====== 20.8.2016, ankern vor Kotor [MON] ====== Heute hatten wir ja eigentlich keine all zu grosse Strecke vor uns. Von der Bucht an der Insel südlich von Tivat bis nach Kotor sind es ja nur etwas über 10 nm. Aber wir haben, kurz nachdem wir um 11 Uhr losgefahren sind das Vorsegel ausgerollt und sind gemütlich mit 3,8 kn bis hin zu der Kloster- und Kircheninsel gegenüber von Perast gesegelt. Unterwegs war es besonders spannend zwischen dem regen Fährverkehr in der Durchfahrt von der Bucht von Tivat zur Bucht von Kotor durchzusegeln. {{:blog:2016-08-20:img_5511_small.jpg?400|}} Wir haben dann gleich nordwestlich der Kircheninsel Sveti Dorde geankert und kurz Mittag gegessen. Dabei sind dann zwei Kreuzfahrtschiffe von Kotor kommend an uns vorbei gefahren und in die Durchfahrt zur Bucht von Tivat eingebogen. Nicht ohne laut und wiederholt zu hupen. {{:blog:2016-08-20:img_5512_small.jpg?400|}} Nachdem alle Kinder und Alexandra und Olivier mit dem Dinghi rüber zur Kirche gefahren sind und diese sowie das Museum ausführlich besichtigt haben (ist wirklich wunderschön), gab es noch eine kurze Badepause und dann sind wir nach Kotor weiter gefahren (unter Motor). Leider mussten wir dort, als wir um kurz nach 4 angekommen sind, feststellen, dass man uns in der Marina (so nennt sich jetzt die Hafenmole, da sie um einen einzelnen Schwimmsteg ergänzt ist) nicht haben wollte, weil angeblich alles reserviert war. Auch gegenüber von Kotor durften wir nicht ankern (ich habe ein dort liegendes Polizeiboot gefragt, die auch gerade alle anderen Ankerlieger aufgefordert haben den Ankerplatz zu räumen) und wir wurden ca. 1 nm weiter nach Norden verwiesen. Dort haben wir dann auf 15 m Wassertiefe mit 60m Kette (mir natürlich zu wenig, aber was soll man machen) geankert. Wir sind dann mit dem Dinghi bzw. ein Teil der Erwachsenen zu Fuss bis nach Kotor gefahren. Und dort hat sich das Rätsel auch aufgelöst. Heute Abend fand ein Sommer-See-Fest statt und direkt am Hafen von Kotor wurde eine grosse Wasserfläche gesperrt für irgendeinen Event. Ich habe dann per Zufall noch den Eigner der ONE getroffen, eine Segelyacht die in Cavtat zwei neben uns lag. Den habe ich gefragt, wie er zu dem Liegeplatz gekommen ist in der Marina und er hat mir sofort die Telefonnummer vom Marinero gegeben und angeboten direkt bei ihm anzufragen. Also sind wir zur Marina gelaufen und ich habe einen Platz für morgen ab 10:00 Uhr "reservieren" können. Hoffe das klappt, denn das wäre doch deutlich einfacher, da Alexandra, Charlotte und Olivier ja morgen Mittag mit dem Taxi nach Cavtat/Dubrovnik fahren um nach Hause zu fliegen. Davor muss ich sie natürlich auch noch beim Hafenkapitän aus meiner Crewliste streichen lassen, sonst bekomme ich beim ausklarieren Probleme. So sind wir also erst kurz nach 18 Uhr in die Stadt Kotor gekommen. Aber sie war wie immer extrem beeindruckend. {{:blog:2016-08-20:img_5515_small.jpg?400|}} {{:blog:2016-08-20:img_5519_small.jpg?400|}} {{:blog:2016-08-20:img_5521_small.jpg?400|}} Wir sind die grosse Runde durch die Gassen gegangen, haben ein paar Kirchen besichtigt und uns ansonsten einfach nur von dieser tollen Stadt beeindrucken lassen. Schlussendlich sind wir "wieder" (da waren wir 2012 schon mit Irene und Martin) im Restaurant "Bastion" gelandet direkt am hinteren linken Ende der Stadt und haben im freien wunderbar Fisch und Scampi gegessen (die Kinder teils Fisch aber auch Palacinke). Zurück ging es nach einem Spaziergang bis zur Hafenmole, an der sich die Leute schon die Füsse platt getreten hatten, wieder mit Dinghi oder per Pedes. Die Mädels durften dann bis kurz vor 10 noch auf dem Vordeck sitzen und Sterne gucken. Und kaum waren sie eine halbe Stunde im Bett ging auch schon ein riesen Feuerwerk über dem Hafen von Kotor los. Das konnten wir aus ca. 1,5km Entfernung auch wunderbar sehen (und mit etwas Zeitverzögerung auch hören). //Sorry, besser geht das vom Schiff aus auf diese Entfernung nicht ...// {{:blog:2016-08-20:img_5523_small.jpg?400|}} Kurz danach zog eine Armada von kleinen Booten an uns vorbei (alle auf dem Heimweg vom See-Fest) und ein paar davon hatten grosse Pappmache-Figuren auf nachgeschleppten Kähnen dabei. Das ist dann hier wohl das Äquivalent zum Firstalmfasching gewesen :-)