====== 5.8.2017 Krk Stadt ====== Nach einer wunderbar ruhigen Nacht mit Mondschein bis weit nach Mitternacht (ich muss es ja wissen, denn ich habe im Cockpit geschlafen), bin ich gegen 7 Uhr aufgewacht. Die Mannschaft bzw. Frauschaft leider deutlich später. So habe ich nochmal die Tiefen der Refrigeration auf Booten ergründet und bin einer Idee nachgegangen: Was, wenn die Spannung, die beim Kühlschrank ankommt bei etwas leereren Batterien (sie sind ja nicht mehr die neuesten) zu niedrig ist. Ich habe nämlich in den Unterlagen zum Ersatzkompressor und der dazugehörigen Elektronik gelesen, dass die Elektronik bei 10,4 Volt abschaltet. Also habe ich den Kühlschrank ausgebaut (der ja seit gestern Mittag wieder nicht mehr richtig gekühlt hat) und mit meinem Spannungsmessgerät mal direkt vor dem Kühlschrank an der Stromversorgung gemessen. Und tatsächlich, für die Batterien wurde am Panel zwar noch 12,4V angezeigt (was ja in Ordnung ist nach einer Nacht mit Ankerlicht) und vor einschalten des Kühlschranks kamen davon auch noch 11,2V an im Kabel vorm Kühlschrank. Nur nach dem Einschalten ging die Spannung dann rapide auf 10,6V runter und der Kompressor wurde wieder ausgeschaltet, nur der Ventilator hat weiter geblasen (der wird wohl nicht deaktiviert bei zu geringer Spannung). So denkt man, der Kühlschrank läuft und dabei kühlt er gar nicht. Also habe ich einen Test mit einem zweiten Kabel gemacht. Das habe ich einfach von der Wago-Reihenklemme hinter dem Schaltpanel (dort habe ich einen Anschluss für eine von mir eingebaute 12V Steckdose zweckentfremdet und in die "drinks fridge" Sicherung hinten eingesteckt) direkt zum Kühlschrank gelegt und parallel geschaltet. Und - ein Wunder - die Spannung ist jetzt nicht mehr unter 11,2V abgefallen sondern blieb stabil und der Kühlschrank läuft. Iris und ich haben dann noch versucht einen Weg für die ordentliche Kabelverlegung des Zweitkabels zu finden, aber so auf die Schnelle war kein durchkommen unter den Bodenpaneelen. Also habe ich das ganze unter der Decke fliegend verdrahtet. Mit den zwei Sicherungen, die man gleichzeitig einschalten muss ist das sowieso ein Provisorium. Ich habe schon mit Lovre ge-WhatsApp't und er wird ein dickeres Kabel verlegen wenn wir wieder in Biograd zurück sind. Und wahrscheinlich müssen wir doch bald die Batterien austauschen. Aber natürlich ist die aktuelle Temperatur auch ziemlich heftig und der Kühlschrank muss Schwerstarbeit verrichten. Und die fast 1000€ für einen neuen Satz Batterien möchte ich so spät wie möglich ausgeben. Wenn man mehrere Tage nur wenig motort kann man ja immer noch mal für 1 bis 2 Stunden den Generator anschalten. Dafür haben wir den ja... Nach dieser Aktion war es halb 10 und wir haben noch schnell gefrühstückt und sind nochmal kurz ins Wasser gesprungen. Danach ging es leider wieder unter Motor (war aber auch gut für die Akkus und den Kühlschrank) in Richtung Krk und nach einem kurzen "im Wasser hinterherzieh"-Stopp sind wir gegen 14:15 in Krk auf Krk (Stadt und Insel heissen gleich) angekommen und haben dank netter anderer deutscher Segler, die den Platz gewechselt haben, damit wir die einzige Stelle ergattern konnten, die tief genug ist, auch einen Platz gekommen (wohlgemerkt einen von 6!). {{:blog:2017-08-05:img_6934.jpg?400|}} {{:blog:2017-08-05:img_6935.jpg?400|}} {{:blog:2017-08-05:img_6937.jpg?400|}} Nachdem ich noch kurz zum Ruder runtergetaucht bin um die Tiefe nochmal zu prüfen habe ich noch etwas gebraucht um den Stromanschluss zu legen. Entweder war ich zu doof das Kabel richtig an Bord einzustecken oder im Stecker oder der Bordanschlussbuchse ist ein Wackler... Dann ging es sofort zur nächsten bekannten Eisdiele und wir haben uns wenigstens innerlich abgekühlt. Um halb 5 haben wir dann noch das Dinghi flott gemacht und ich bin mit den Kindern kurz im Hafen und vor dem Hafen rumgefahren. Dabei ist uns der Motor zweimal abgestorben, das macht er sonst nie. Ich hoffe niemand hat an der Zündeinstellung rumgefummelt ... Nach einer kurzen Badepause am Strand ausserhalb des Hafens sind wir zurück, haben das Dinghi wieder an Deck gehievt und ich habe die kleinen Löchlein geflickt, die ich heute Vormittag mit Spüliwasser entdeckt habe. Mal sehen, ob es morgen dicht hält ;-) Kurz geduscht (lang bringt eh nichts weil das Wasser sofort wieder runter läuft) und ab zum Abendessen an der Uferpromenade. Die Empfehlung von Tripadvisor war mal wieder sehr gut. {{:blog:2017-08-05:img_6938.jpg?400|}} Und zum Abschluss haben die Kinder auf der Mole noch etwas Jonglageunterricht bekommen und wir mussten natürlich so eine Jonglierstange kaufen :-) {{:blog:2017-08-05:img_6939.jpg?400|}} Danach sind wir noch zusammen in den "secret garden", eine Bar hinter der Stadtmauer, die ich am Nachmittag entdeckt habe, gegangen und haben alle einen Drink genommen. Die alkoholfreien Drinks, aber auch mein Mojito waren sehr lecker! Nur sind die Jungs und Lara fast eingeschlafen am Schluss - an Bord war die Müdigkeit dann natürlich sofort wieder weg... {{:blog:2017-08-05:img_6940.jpg?400|}} Jetzt versuchen wir die Kinder ins Bett zu bekommen, aber gerade spielt sich ein mittelgrosses Drama unten im Schiff ab, da Luca seinen Leuchtflummi, den er als Überraschung zu seinem Kindereisbecher geschenkt bekommen hat, nicht mehr findet! Später kommen uns dann evtl. noch die "Nachbarn" besuchen, die netterweise umgezogen sind, damit wir auch anlegen konnten. Wir haben sie auf ein Bier bzw. Wein eingeladen.