====== 6.8.2017 Rab Stadt ====== Heute Nacht habe ich ausnahmsweise im Schiff geschlafen (natürlich in unserer Kabine vorne) und ich habe es ziemlich bereut. Gefühlt ist mir bis 04:00 Uhr das Wasser runtergelaufen! Trotzdem bin ich um 07:00 Uhr wach gewesen und habe dann mit Lara und Luis einen Ausflug zum Konsum Supermarkt gemacht und Frühstücksgebäck gekauft. Auf dem Rückweg haben wir dann gemerkt, dass wir eigentlich direkt an einem Bäcker vorbeigelaufen sind :-) Nach dem Frühstück sind wir dann um 09:00 Uhr losgefahren in Richtung Rab. Es war klar, dass wir etwas mehr Wind haben werden, da wir aber die Hälfte der Strecke in der Abdeckung von Krk fahren würden und danach weit genug von dem Kanal zwischen Krk und den vor Rab vorgelagerten Inseln weg sein würden. Und so war es auch. Der Wind hatte zwar zwischendurch 30kn Stärke (und zwar nicht nur in Böen) aber er kam von der Seite und die Welle war auch nicht all zu gross. So konnten wir mit 60% ausgerolltem Vorsegel (und sonst nichts) mit 7kn in Richtung Rab sausen. Leider hat der gute Wind nicht die ganze Strecke angehalten, so dass wir sogar noch vor der Abdeckung von Rab das Segel einrollen und den Motor anschalten mussten. Nach 4h und 15min waren wir dann in Rab und haben den von uns reservierten (online) Liegeplatz in der Marina bekommen. {{:blog:2017-08-06:img_6941.png?400|}} {{:blog:2017-08-06:img_6942.jpg?400|}} {{:blog:2017-08-06:img_6943.jpg?400|}} {{:blog:2017-08-06:img_6944.jpg?400|}} {{:blog:2017-08-06:img_6945.jpg?400|}} Leider konnten wir für unsere Nachbarn aus Krk keinen Platz mehr freihalten. Als sie dann am Spätnachmittag ankamen war alles schon voll. Aber sie haben noch einen Platz in zweiter Reihe (also längsseits an einem anderen Segelboot) an der Stadtquai gegenüber bekommen. Das sollte für die Nacht auch in Ordnung sein. Heute Nacht soll nämlich eine ziemlich kräftige aber kurze Sommerbora blasen. Mit angekündigten 75kn im Velebit Kanal :-) Ich denke aber, dass bis morgen gegen 11 Uhr der Spuk vorbei ist und wir dann in Richtung Süden weiter segeln können. Mit etwas Restwelle aber schönem Schiebewind. Na, sehen wir mal ... Wir haben nach der Ankunft um 13:15 ziemlich unter der drückenden Hitze gelitten. Im Cockpit hatte es zeitweise 43 Grad im Schatten! Aber irgendwann haben wir uns dann nach einer kurzen Brotzeit mit Salat aufgerafft und sind ganz langsam ums Hafenbecken in Richtung Altstadt geschlichen. Dabei haben wir jede Gelegenheit genutzt in einem kühlen Geschäft (DM, Konsum, ...) eine Pause einzulegen. Die Jungs durften dann ein wenig am Spielplatz im Schatten spielen und später sind wir alle noch ein Eis essen gegangen. Zurück habe ich dann dem Drängen meines Nachwuchses nachgegeben und das Taxiboot gefragt, was es kosten würde uns 6 zum Steg der Marina gegenüber zu bringen. Es sind lächerliche 30m Luftlinie, aber eine sehr heisse Strecke aussen rum. So sind wir dekadent mit dem Taxiboot zu unserem Schiff (oder zumindest unserem Steg) gebracht worden. Im Anschluss bin ich mit den Kindern kurz im Meer ausserhalb des Hafens schwimmen gegangen und dann haben wir noch versucht mit Hilfe des Marineros für unsere Nachbarn einen Platz zu ergattern, waren aber - wie oben schon gesagt - nicht erfolgreich. Jetzt duschen wir kurz (ob das wirklich langfristig hilft) und werden uns dann langsam auf dem Weg zum Abendessen machen...