Heute sind wir gaaanz früh aufgestanden. Iris und mein Wecker schellte um 06:15 Uhr, damit wir es einigermaßen hin bekommen, daß wir die Kinder um 07:00 Uhr im Auto haben. Das hat auch tatsächlich geklappt, obwohl Iris und ich noch sehr, sehr schlaftrunken waren.
Um 5 vor 7 habe ich den Bus hochgefahren und genau zum gleichen Zeitpunkt kam Veronica mit unserem „Leihkind“ Sol zu uns. Sol ist eine Kindergartenfreundin von Anna und Lara (im Alter genau zwischen den beiden) und sie wird den Urlaub zusammen mit uns verbringen.
Um viertel nach 7 konnten wir dann noch am Rosenheimer Platz Brezen (leider noch ohne Butter, dafür war es wohl zu früh), Croissants und für uns beide Kaffee ergattern und sind dann in Richtung Autobahn, Salzburg, Villa, Ljubljana, Zagreb und Biograd na Moru aufgebrochen. Gegen 8 haben wir noch zu Oma und Opa in der Reha in Felden am Chiemsee rübergewinkt und dann waren wir (nach einer Pinkelpause an der Grenze) auch schon in Österreich. Die Autobahn war total leer und wir sind wunderbar bis nach Slowenien (durch den Tauern-, Katschberg- und Karawankentunnel) durchgerauscht. Dort, so gegen 11 Uhr, musste ich tanken und auch die persönlichen inboard-Tanks mussten wieder entleert werden.
Eigentlich wollten wir ja noch bis nach Zagreb durchfahren und erst um halb 1 zu Mittag essen. Aber kurz vor der kroatischen Grenze hat Luca so jämmerlich gewimmert, dass er aus dem Sitz raus möchte, dass wir die Fahrt schon vorzeitig unterbrochen haben. In einem Marché haben wir dann eine grosse gemischte Gemüse-/Kartoffelgratin/Beilagennudelplatte mit einem Schnitzel und einem Rahmschnitzel und einem Salat zu siebt verputzt Also mit 5 Kindern fällt man ja doch tatsächlich noch ein wenig mehr auf als „nur“ mit 4 Bambini. Das hätte ich fast nicht für möglich gehalten.
Nach dem Mittagessen hatten wir also noch ca. 370 km und geplant etwas mehr als 3 Stunden Fahrt vor uns. Leider wurde es immer regnerischer und gab zwischendurch auch mal so richtige Wolkenbrüche. Der grösste Teil der Strecke von Karlovac nach Süden war deshalb immer wieder auf 100 oder sogar 80 km/h runterreguliert, aber es ging trotzdem problemlos weiter.
So waren wir dann tatsächlich um 16:05 in der Marina in Biograd und nach einem Gang ins Marinaklo auch kurz danach bei tonttu. Alle waren total begeistert endlich wieder tonttu hallo sagen zu dürfen. Und Anna und Lara haben sich mit schlauen Sprüchen (= Erklärungen) gegenüber Sol nicht wirklich zurückhalten können
Der Skipper (also ich) hat erst mal das Trittpodest rausgeholt, die Batteriehauptschalter angemacht, die Seeventile geöffnet (von den Bädern), Landstrom angeschlossen und den großen Wassertank zu füllen begonnen. Danach habe ich mit den Mädels den Bus ausgeräumt und ihn dann wieder zurück auf den Parkplatz gefahren. Zwischendurch hat es immer wieder mal gedonnert, so dass Anna schon wieder ein wenig Panik geschoben hat und ich mir Sorgen wegen der auf Deck liegenden beiden Buggies der Jungs gedanken machte.
Es hat aber gehalten und ich konnte vor dem Abendessen noch das Sprayhood (ein „Zeltdach“ über dem Eingang runter ins Schiff; dort kann man dann auch noch draußen aber trocken einiges - wie zum Beispiel die Buggies und später die drei Roller - lagern) montieren.
Gegessen haben wir dann um halb 7 im Marinarestaurant und natürlich wieder zu viel für die Kinder bestellt (zwei Kinderessen und zwei Erwachsenenvorspeisen für 5 Kinder ist einfach zu viel; aber die Geschmäcker sind halt so unterschiedlich). Egal, beim nächsten Essen gibt es einfach nur zwei Erwachsenenvorspeisen oder drei Kinderessen und zur Not wird nachbestellt. Sollen sie sich halt mal einigen. Aber unsere Nerven waren einfach schon zu durchgescheuert um noch groß „erzieherisch“ tätig zu werden
Jetzt sind alle in den Betten (Luca & Luis in ihrer Steuerbordkabine achtern; Anna, Sol und Lara in der Backbordkabine achtern) und es kehr langsam Ruhe ein. Das hat natürlich deutlich länger gedauert, aber war auch nicht anders zu erwarten nach der langen Fahrt und wo doch alles so „neu“ ist!
Iris poliert noch ein wenig die Badarmaturen (keine Ahnung wieso sie das gerade jetzt noch machen will anstatt sich ein Buch in die Hand zu nehmen) und ich betätige mich mal wieder als Behelfsautor. Ich hoffe zu Eurer vollsten Freude