Tja, heute hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eigentlich wollten wir ja nach dem Mittagessen (spätestens) in Richtung Sali auf Dugi Otok aufbrechen um dort zu übernachten. Aber um 10:00 Uhr hat es angefangen zu regnen
Also habe ich erst mal die Gasflaschen auffüllen lassen bei der Gastankstelle an der Bundesstrasse und bin beim DM vorbei gefahren für ein paar wichtige Kleinigkeiten (wie z.B. den Bergkräutertee für Iris, den es aber nicht gab; sie hat dafür einen anderen Kräutertee bekommen). Währenddessen haben die anderen Müsli gefrühstückt.
Danach habe ich angefangen die Schoten einzuziehen (da waren ja noch die dünnen Sorgleinen drin) und die Blöcke (Rollen, für nicht-Segler) zu montieren. Zwischendurch kamen die Leute von Argola, dem Segelmacher, und haben die jetzt korrekt reparierte Sprayhood mitgebracht (die konnten wir gerade noch pünktlich vor dem Regen montieren) und das richtig geänderte LazyBag (das ist die Grosssegelpersenning, die man oben zuziehen kann). Super, dass es dann doch und vor allem so schnell geklappt hat.
Die Segelmacher und Jure mit seinem Chef haben sich die Klinke in die Hand gegeben (sozusagen, denn eigentlich haben wir ja gar keine richtige Türklinke) und ich konnte mit ihnen den Umbau des Smart Mooring System (im Auftrag von Hanse als Garantiefall) besprechen. Hoffentlich klappt das alles
Mitten am Vormittag kam auch Letitia vorbei und die vier Damen sind dann alle mit ihren Rollen die Mole auf und ab gesaust und haben zwischendurch tote Krebse eingesammelt (wuäääähhh). Natürlich war sofort bei Letitias eintreffen kein Gedanke mehr an das Fenderputzen, das sie vorher angefangen hatten. Anna hat mich nämlich gefragt, ob sie vom Steg aus die Bordwand putzen dürfen und da habe ich sie mit viel, viel Überredungskraft darauf umgepolt stattdessen die Fender zu reinigen, die haben es nämlich deutlich nötiger.
Zum Mittagessen (unten, da es ja geregnet hat) gab es Risotto mit Karotten und Erbsen und Letitia hat mitgegessen. Danach habe ich noch das Grosssegel hochgezogen und korrekt montiert (das Unterliek war etwas verdreht von Jure eingespannt worden und die Reffleinen mussten ja auch noch angebracht werden). Danach konnte ich es wenigstens ordentlich in das LazyBag einpacken, obwohl es leider ein wenig nass geworden war. Ich hoffe wir haben in den nächsten Tagen nochmal genügend trockenes Wetter ohne zu viel Wind um das Segel richtig trocknen zu lassen.
Um halb vier sind wir dann endlich los gekommen und nach Zadar gefahren (mit dem Auto, leider). Dort haben wir zuallererst Sol die berühmte Meeresorgel gezeigt. Leider waren recht wenig Wellen, so dass sie ziemlich leise war. Aber immer wenn eine Fähre vorbei gefahren ist hat man sie sehr schön gehört.
Natürlich sind wir auch nicht umhin gekommen den tollen Spielplatz hinter der Uferpromenade zu besuchen. Zum Glück hatten wir den Jungs die Matschhosen angezogen, weil die Buggies nämlich etwas feucht geworden sind am Vormittag. Damit konnten sie die Rutschen vom Wasser befreien und auch die Mädels konnten rutschen.
Später waren wir noch in der Eisdiele „donat“ gleich bei der Kirche und haben hervorragende (und auch günstige) Eisbecher genossen. Das geht halt auch bei Nieselwetter. Es war aber inzwischen schon wieder etwas freundlicher und der eigentlich angekündigte stärkere Wind hat sich auch nicht wirklich blicken lassen
Um kurz vor 6 waren wir wieder zurück auf dem Boot. Iris hat die Organisation der Massenduschung übernommen (5 Kinder einmal gründlich mit Haare) und ich bin losgefahren in den Ort und habe Pizza geholt. Hat allen sehr gut geschmeckt. Natürlich hat jeder dann doch wieder eine andere Pizza gewollt als er eigentlich bestellt hat, aber irgendwie sind sich doch alle einig geworden… Eineinhalb Pizzen sind noch für morgen Mittag übrig!
Heute haben wir es dann tatsächlich geschafft die Kinder mal etwas früher ins Bett zu bringen. Es ist jetzt 20:30 und alle sind seit 20 min in den Betten, aber natürlich noch nicht ruhig! Aber was soll man auch anderes erwarten, wenn drei Mädels in einem Bett liegen und einer der beiden Jungs mal wieder auf der Rückfahrt von Zadar einen 30-Minuten-Power-Nap gemacht hat…
Jetzt haben Iris und ich aber endlich Feierabend. Na ja, ein paar Dinge gibt es ja noch zu erledigen…