6.8.2015, Ilovik & Sv. Petar

Heute sind wir bei absoluter Windstille und etwas Dunst um 07:45 losgefahren. Frühstück gab es unterwegs. Ich habe aus dem reinen „Fusspiloten“ einen kombinierten „Bändsel- & Fusspiloten“ gemacht, so dass ich das Ruder auch mal für kurze Zeit loslassen konnte.

Leider gab es den ganzen Vormittag keinen Wind, so dass wir unter Motor gefahren sind.

Bei der Südspitze von Olib hat uns Lovre angerufen, und mitgeteilt, dass der Autopilot wieder funktioniert (zumindest auf seiner Werkbank). Er meinte der Motor wäre „stuck“ gewesen wegen einer zu hohen Last und damit zu hohem Strom. Das einzige was ich mir dazu vorstellen kann, ist dass sie den Aktuator falsch mit dem RUderquadranten verbunden haben, als sie das Ruder nach der Reparatur wieder eingebaut haben. Meine Photos von früher zeigen nämlich, dass die Schubstange diagonal verläuft und nicht parallel, wie jetzt bei der Demontage gestern. Evtl. ist dadurch die Last in einem toten Punkt höher …

Na, wir werden es sehen, wenn wir den Autopiloten wieder einbauen. Das wird aber erst Ende der kommenden Woche sein, denn wir wollen ja noch ein wenig weiter nach Norden und dort Veronica, Pietro und deren Kinder aufnehmen und mit ihnen zurück nach Zadar fahren. Dort kann Lovre dann das Gerät anliefern und wir bauen es zusammen ein.

Egal, jetzt ging es erst mal weiter nach Ilovik bzw. an die Bojen in der Durchfahrt zwischen Ilovik und Sv. Petar. Da wollte ich schon immer mal hin.

Es sieht auch ziemlich nett aus. Dementsprechend voll waren die Bojen dann auch schon um 12 Uhr, also wir angekommen sind. Aber wir haben ein nettes Plätzchen gefunden und waren erst mal baden. Danach haben wir Mittag gegessen (es gab eine etwas aussergewöhnliche Focaccia, denn Iris hat statt normalem Mehl ausversehen Maismehl gekauft) und danach sind wir nach einer kurzen Siesta in den Ort rüber getuckert mit dem Dinghi.

Natürlich sind unsere Zwerge als allererstes auf den Spielplatz gerannt und haben sich ein wenig ausgetobt. Für uns gab es dazu einen schattigen Platz auf einer Parkbank. Da hätte jetzt nur für Iris der Eiskaffee und für mich das kalte Bitter Lemon gefehlt.

Lara und Luca bei einer Zirkusvorführung:

Also mussten wir weiter und sind die Uferkneipen abgegangen. An der letzten wollten wir eigentlich bleiben, aber man hat uns „nur für ein Eis“ die netten Tische im Schatten am Wasser verwehrt. Die seien alle reserviert. Dabei war es ja gerade erst kurz vor 4. Also haben wir uns mit dem „zweitbesten“ Restaurant zufrieden gegeben und dort ein Eis und einen Capucchino genossen.

Auf dem Rückweg waren wir noch in einem kleinen Mini-Market und haben „richtiges Mehl“ erstanden und die Kinder haben einen Teil ihres „Eis- und Urlaubsgeldes“ in je eine Wasserspritze investiert…

Irgendwie wollten nicht alle auf das Bild …

Nach etwas fangen spielen auf dem Kirchplatz sind wir dann wieder zurück zum Boot, haben uns die Badesachen angezogen und waren noch eine Runde schwimmen. Leider unterbrochen von einem irren kleinen italienischen Spitz, der ja „nur spielen“ wollte (zumindest habe ich so die Herrchen und Frauchen verstanden). Aber Luca, Luis und Lara fanden das gar nicht so lustig. Luca ist vor Schreck nach hinten umgeplumpst im flachen Wasser, als ihn der doofe Köter angebellt hat. Das schlimmste war, dass er dabei auch noch seine Wasserspritze verloren hat. Grande Katastrophe. Ich musste das schluchzende Häufchen Elend erst mal eine Weile auf den Arm (ausserhalb der Reichweite des Hundeviechs) nehmen und trösten.

So haben wir uns dann wieder aufs Boot zurück getrollt (unsere 210 kn gezahlt für den Platz an der Boje) und das Abendessen gekocht.

Danach dachte ich, wir könnten uns einen gemütlichen Abend machen, aber ich musste doch noch mal rüber in den Ort, da unsere alte Datenkarte wohl langsam schlapp macht. Deshalb habe ich eine neue besorgt und aufgeladen. Jetzt sind wir sozusagen „doppelt online“ (wann immer die alte Karte funktioniert und so lange bis sie leer ist, danach kommt sie auf den Müll; sie hat uns ja schliesslich seit Mai 2012 gute Dienste geleistet).

Mal sehen wohin wir morgen fahren …