11.6.2014, Das Rauschen der Meeresorgel

Auch heute habe ich wieder entscheidende Fortschritte im seetüchtig machen unserer Yacht gemacht. Meine Aufgabe für den Morgen war das „Bugspriet“ (also die Edelstahlführung mit der Ankerrolle vorne dran) zu montieren. Das hatten wir ja letzten Herbst abgeschraubt, damit tonttu bei der Längenmessung für die Marinagebühr unter 15 Meter lang ist. Ich gehe mal davon aus, dass sie nicht nochmal nachmessen nach einem Winter ;-)

Das war wieder eine Mords-Schwitzerei so halb in den Ankerkasten reingekrochen, aber ich habe es geschafft. Die letzten Muttern habe ich mit „Mutters“ Hilfe angezogen (einer musste oben mit dem riesigen Kreuzzschraubenzieher dagegenhalten) aber jetzt passt es. Auch die von den Edelstahlprofis in Zadar angebrachte Halterung für die Gangway am Bugspriet sieht gut aus. So können wir in Zukunft hoffentlich auch Bug voraus anlegen und müssen damit weniger Angst um unser Ruderblatt haben in flachen Häfen.

Ich habe dann noch den Anker wieder (mit einem neuen Ankerwirbel) an die Kette angeschlagen und gleich mal voll rausgelassen um alles zu kontrollieren und wieder ein paar neue Markierungen für die Länge anzubringen. Die letzten 10m sind leider etwas verrostet (also mit Flugrost überzogen, es ist ja schliesslich eine Edelstahlkette), die muss ich bei Gelegenheit mal reinigen. Habe zwar noch keine Ahnung wie ich das machen soll, aber mit wird schon etwas einfallen.

Danach habe ich noch mit dem Rest von dem Gummispray aus der Dose die beiden AWN-Logos auf dem Dinghi übersprüht. Nicht dass wir nicht Werbung für den Hersteller des wunderbaren Bootes machen wollen, aber leider hat sich der blaue Gummi der Schrift derart angelöst, dass er eher braun ist und furchtbar klebt. Jetzt ist die Sauerei hinter einer schwarzem Gummischicht verborgen ;-)

Dazwischen habe ich Oma wieder vom Hotel abgeholt und wir haben dann mit den Kindern gespielt und ich habe noch ein paar andere Dinge erledigt (den Türgriff von der alten Duschtüre auf die neue umgeschraubt; ein Anschlusskabel für die Fernbedienung für die Fusion Audio-Anlage bestellt; …).

Zum Mittag hat Iris ein leckeres Risotto mit Zucchini gekocht und gleich danach (also um 13:30 Uhr) sind wir in Richtung Zadar aufgebrochen.

Dort haben wir zuerst mal der Oma die Meeresorgel gezeigt. Sie war begeistert. Nur Anna hat genörgelt: „Warum müssen wir allen Menschen immer die Orgel zeigen, das ist doch langweilig“. Es hat ihr aber dann sehr gefallen sich die Schuhe auszuziehen und auf der untersten, gerade vom Wasser überspülten Stufe herumzuhüpfen.

Als nächstes sind wir in der Tollen Eisdiele beim Eingang der Kirche eingekehrt, die wir an Ostern entdeckt haben. Es war wieder super lecker und die Kinder durften dann noch zusehen wie der Eismeister Carameleis hergestellt hat!

Leider haben wir für Iris beim Shoppen danach (Intimissimi, Sisley, …) nichts gefunden bzw. sie hat sich nichts zu kaufen getraut, also war es doch kein ganz so guter Tag für meinen Schatz ;-)

Um halb 6 sind wir dann wieder zurück gefahren, da wir uns mit Gerhard und seiner Familie in der Konoba Barba zum Abendessen verabredet haben. Leider kamen wir dort etwas zu spät an, da ich bei Oma im Hotelzimmer noch 4 Mücken gekillt habe und netterweise ihre Bordkarte am Computer an der Rezeption ausdrucken konnte.

Oma fliegt morgen um 12:10 von Zadar direkt nach München, so dass wir dadurch etwas Zeit gespart haben und nicht so früh los fahren müssen.

Das Abendessen im Barba war super, aber die Bedienung war katastrophal. Egal, besser so als andersherum…

Jetzt (um 21:30) sind die Kinder alle im Bett und scheinbar vom Tag auch so geplättet, dass alles ruhig ist. Wir sind allerdings auch ziemlich fertig! Zum Glück habe ich aber im Restaurant eine ganze Flasche Malvasier bestellt, so dass Iris jetzt noch einen Aperol Sprizz trinken kann, während ich diese Zeilen schreibe.

Ach, fast hätte ich es vergessen. Während des Essens hat es doch tatsächlich ein paar Mal gedonnert und zu tröpfeln angefangen, so dass ich mich ganz schnell mit dem Auto zu tonttu verfrachtet habe um die offenen Luken zu schliessen. Ich glaube aber, es hat bis zu meiner Ankunft bei tonttu schon mehr getröpfelt als danach noch runter kam. Aber das weiss man ja leider immer erst hinterher.

In Biograd sind immer mehr Harley Davidson Motorräder (mit Fahrern und Fahrerinnen natürlich) für das Harley Festival am kommenden Wochenende. Und heute Abend spielt Jure mit seiner Band. Ich glaube ich kann ihn sogar hören ;-)