25.5.2015, Biograd bis Tijat

Heute bin ich gleich vor dem Frühstück zur Dusche, damit ich danach frisch gewaschen zum Hafenkapitän konnte, um dort um 08:00 Uhr die verschiedenen Gebühren für die Saison zu bezahlen. Die sind in Biograd die Freundlichkeit in Person beim Hafenkapitän: Man nimmt nur Bargeld, kann aber bei einer Rechnung von 2097 Kuna (das entspricht knapp 300 €) nicht auf 2200 Kuna rausgeben. Das „nette“ Fräulein hat sich dann bequemt irgendwo ausserhalb des Büros zu wechseln und kam mit zwei mal 100 Kuna zurück. Als ich dann „frech“ nach den restlichen 3 Kuna fragte, meinte sie nur pampig: „Es ist die Pflicht den Käufers den Betrag passend zu haben.“ Na ja, der Servicegedanke ist da noch nicht so richtig angekommen.

Egal, ich kann jetzt auf jeden Fall legal ablegen.

Das haben wir um 09:30 Uhr nach dem Frühstück auch erfolgreich getan. Leider hat es inzischen leicht zu nieseln begonnen, so dass ich meine Segeljacke anziehen musste. Hey, wir haben schliesslich Pfingsten!

So ging es erst mal unter Motor für knapp zwei Stunden bis westlich von Murter (ca. 2/3 die Insel runter nach Süden). Dort haben wir dann Segel gesetzt und konnten wunderbar bei 10 bis 12 kn Wind Kurs zur Südspitze von Tijat halten. Später haben wir dann sogar das Vorsegel eingerollt, damit wir gerader und nicht so schnell segeln für das Mittagessen.

Um halb 3 waren wir dann an einer Boje in der Südbucht von Tijat. Dort ist ein netter „Restaurantkiosk“ an dem wir dann eine sehr leckere aber ziemlich teure Platte mit einheimischen Antipasti gegessen haben: Prsut, Paski Sir, Anchovi, Bacala, sehr fein!

Die Kinder sind die ganze Zeit über die Felsen geklettert, haben die Sachen, die sie vom Steg geschmissen haben wieder mit den Keschern eingesammelt und sich die Knie beim hinfallen auf den Steinen aufgeschürft. Ein ganz normaler Adriabucht-Sommertag also. Nur etwas kalt und Sonnenarm war es. Ich war aber trotzdem kurz schwimmen bei knapp 20 Grad…

Zurück auf dem Boot habe ich dann noch mit Iris und Katjas Hilfe die Reffleinen am Grosssegel angebracht, so dass wir in Zukunft auch bei mehr Wind reffen können. Währenddessen sind die Kinder mit dem Dinghi noch ein wenig herumgepaddelt (an der langen Schwimmleine natürlich).

Ich habe uns dann zum Abendessen noch einen Salat und Brot/Käse/Salami/Avocado zubereitet, denn wir hatten ja schon Mittag warme Pasta mit Gemüsesauce.

Jetzt liegen wir super ruhig in der Bucht und haben für ein angeblich 10m langes Schiff 20 Kuna pro Meter und eine Flasche Schweppes gezahlt. Nicht billig aber sehr schön hier.

Morgen geht es dann weiter nach Süden, da dort am Mittwoch Mittag Nicholas und Maximilian (der Mann und der Burder von Katja und Helena) ankommen.