8.6.2017, Zlarin

In der Nacht hat der Wind wie angekündigt mit über 20kn (in der Spitze habe ich mal 28kn gelesen) aus NE geblasen. Also genau über die Insel Kornat hinweg. Wir sind an der Boje ganz ordentlich hin und her geschwungen. Eigentlich kein Problem, allerdings war die Windrichtung doch um ca. 15 bis 20 Grad östlicher als von mir angenommen, so dass wir beim pendeln manchmal doch gefühlt ziemlich nahe an die kleine Insel in der Bucht Striznjak gekommen sind. War nicht schlimm, aber in der Nacht sieht es doch eher näher aus, als man denkt.

Ich habe leider bis 5 Uhr fast gar nicht geschlafen, aber dann war es hell und der Wind hat schon etwas nachgelassen, so dass ich dann etwas wegdämmern konnte. Aber nichts, was Sonnenschein und ein Espresso nicht wieder gut machen könnten.

Wir haben den Tag gemütlich angehen lassen (auch die Kinder haben schön ausgeschlafen) und mit Spiegeleiern gefrühstückt. Der Wind hat inzwischen wieder auf NW gedreht und auf 12 bis 15 kn nachgelassen, so dass wir wunderbar ablegen und gleich die Segel setzen konnten.

So hatten wir einen tollen Segeltag, einmal von Nord nach Süd durch die Kornaten mit Raumschotkurs und fast keiner Welle. Der Traum. Danach, als wir am Südende aus den Kornaten gekommen sind, wurden die Wellen natürlich etwas stärker, es ging aber immer noch flott mit 7 bis 8 kn voran.

Das Beweisfoto: Kinder können doch abspülen …

… und Mütter müssen sich doch manchmal ganz schön konzentrieren!

Erst im Osten der Insel Tijat haben wir die Segel geborgen und sind unter Motor die restlichen 40 min nach Zlarin gefahren. Dort stand leider der Wind voll in die Bucht hinein, so dass das anlegen an der Boje etwas anspruchsvoller war. Hat aber schlussendlich doch geklappt. Der Wind sollte ja laut Wetterbericht schon längst nachgelassen und nach NE gedreht haben. Dem war aber nicht so und er hat weiter fröhlich mit 20 bis 22kn von NW auf unseren Liegeplatz geblasen und entsprechend Wellen mitgebracht.

So mussten wir den Ausflug ins Örtchen Zlarin auf später verschieben und Susanne und Fritz haben erst mal wunderbare Pasta gekocht. Da der Wind danach schon etwas weniger war, wir unbedingt ein paar Sachen einkaufen mussten (Wasser, Brot, …), sind wir dann doch noch rüber gefahren. Die erste Tour im Dinghy mit der halben Crew verlief leicht feucht aber unspektakulär. Aber scheinbar habe ich im Hafen etwas zu heftig von vorwärts auf rückwärts umgeschaltet. Deshalb ist dann wohl beim zweiten ablegen vom Boot der Splint gebrochen und Fritz und ich mussten ganz schnell die Paddel auspacken und die 15 m wieder gegen den Wind zurück rudern zu tonttu. Dort habe ich dann einen Ersatzsplint eingebaut und wir konnten dann doch endlich in den Ort fahren und einkaufen.

Die Einkäufe habe ich dann gleich zurückgefahren und die Kinder waren mit Susanne und Fritz ein Eis essen. Kurz vor Sonnenuntergang habe ich die Rasselbande dann wieder in zwei Fuhren abgeholt und jetzt versuchen wir sie ins Bett zu bekommen. Da Anna aber neben mir sitzt und unbedingt live mitlesen muss, beschweren sich die anderen Zwerge natürlich warum sie früher als Anna ins Bett müssen. Tja, so ist das mit den vorlauten Kindern…