Wieder eine Nacht in der die Mädels zu lange gequatscht haben. Es ist also definitiv nichts was Frauen erst mit der Pubertät lernen, das ist angeboren!
Der Schlafmangel hat sich auch heute wieder gezeigt. Unwahrscheinlich, wie oft man über die eigenen Beine stolpern oder beim Rollerfahren einen unfreiwiligen Abgang machen kann Besonders gut gefolgt haben sie natürlich dann auch nicht.
Unabhängig davon haben wir heute einen tollen Ausflug zu den Krka Wasserfällen gemacht. Leider mit dem Auto, nicht mit dem Boot. Denn es hat immer wieder geregnet und auch der stärkere Wind ist gemäss Wettervorhersage gekommen.
So haben wir uns um halb 11 in den Bus geschmissen und sind die knappe Stunde bis nach Skradin gefahren. Das ist der Ort direkt unterhalb der Wasserfälle, bei dem wir schon ein paar Mal mit tonttu waren. Diesmal halt mit dem Auto. Aber wir konnten ja trotzdem die kurze Bootsfahrt mit dem Dampferchen der Nationalparkgesellschaft fahren vom Ort bis zum Eingang des Parks.
Vorher haben die Kinder allerdings erst noch den örtlichen Spielplatz besucht und wir hatten ein sehr gutes aber nicht gerade gesundes „Fast Food“-Mittagessen. Sogar Luca durfte heute sündigen und es gab Hamburger, Würstel in der Semmel, Cevapcici und warmes Schinken-Käse-Baguette. Aber nur so konnten wir den nächsten Abfahrtstermin des Nationalparkbootes schaffen. Sonst hätten wir eine Stunde warten müssen.
Nach 15 min Fahrt waren wir dann am Anlegesteg beim Parkeingang und haben für zwei Erwachsene und ein Kind bezahlt. Es kostet erst ab 7 Jahre Dafür kassieren sie inzwischen bei den Toiletten 5 kn (= Kuna, die kroatische Währung; 7,2 kn entsprechen ungefähr einem Euro) ab. Einmal für jeden Erwachsenen und die drei Mädels durften sich zusammen durchs Drehkreuz quetschen. Das ist neu, vor zwei Jahren hat es noch nichts gekostet und müsste bei 90kn Eintritt pro Erwachsenen eigentlich wirklich nicht sein.
Wir sind dann über die Brücke an den untersten Wasserfällen und die ganzen Treppen hoch bis zum Hauptaussichtspunkt. Ziemlich viele Stufen für die kleinen Beinchen der Jungs, aber sie haben es tapfer durchgestanden.
Oben haben sich dann alle an die Gitterzäune gequetscht und auf die Wasserfälle runtergeschaut.
Eigentlich super kindersicher (senkrechte Stäbe im Abstand von ca. 15cm und das dann etwa 1,30 m hoch), aber leider überhaupt nicht schnullersicher! Luca hat wohl vor Begeisterung „Oooohh!“ gemacht und ihm ist der Schnuller durch die Gitterstäbe nach unten in das Gestrüpp gefallen. Da war natürlich nichts mehr zu machen. Ihr könnt Euch den Gesichtsausdruck unseres Zwerges sicher vorstellen. Iris hatte ja zum Glück noch einen Ersatzschnuller dabei, aber er war die nächste halbe Stunde dauernd geknickt.
Da war der Schnuller noch da…
… und hier schon weg…
… und hier immer noch weg, aber nicht mehr ganz so schlimm!
Schön hier:
Gut, dass Sol ihre Gummistiefel mit Pegelmessung dabei hatte, so konnten die dem Frühjahrshochwasser geschuldeten Pfützen auch alle auf den aktuellen Wasserstand geprüft werden:
Es hat dann wieder zu regnen angefangen, so dass wir nicht weiter hoch gelaufen sind sondern wieder zurück zu den untersten Wasserfällen gegangen sind. Dort haben wir noch etwas Zeit gehabt, da das Boot zurück ja auch nur alle halbe Stunde fährt. Deshalb gab es noch zwei Palatschinke (die kroatische Version der Crepe) für die Kinder und zwei Cappuccino für die Iris und mich.
Um 4 waren wir dann wieder zurück in Skradin und haben die Kinder noch etwas über den Spielplatz toben lassen (es hat mal wieder kurz nicht genieselt) und sind um halb 5 wieder ins Auto für die Fahrt nach Hause (also zu tonttu) gestiegen.
Wir haben dann die Reste der Pizzen (nur noch mit Gemüsebelag) warm gemacht und einen schönen Salat sowie eine frische Ananas aufgeschnitten. Damit wir die Sünden vom Mittagessen wieder etwas ausgleichen konnten. Laetitia kam eigentlich noch kurz vorbei, da sie uns bei der Ankunft gesehen hat, aber ich habe gebeten morgen wieder zu kommen, da die Mädels eigentlich keine Abend-Spiel-Verlängerung verdient haben.
Als wir sie dann eigentlich schon fast im Bett hatten - zumindest die Schlafanzüge waren schon an und die Zähne geputzt hatten sie auch schon - hat mich Lara gefragt, ob sie nochmal an Deck darf um mit ihrer Digitalkamera den Sonnenuntergang zu fotographieren. Das konnte ich ihr nicht ausschlagen, denn es sah mit den Wolken wirklich sehr schön aus. Als dann aus dem einzelnen Mädel mit Kamera im Cockpit ein veritables Fotoshooting in Schlafanzug und Gummistiefeln auf der Steinmole mit allen drei Damen wurde, ist die Sache dann wohl doch etwas ausgeartet.
Aber irgendwann haben wir sie ins Bett bekommen und hatten in den letzten 20 min noch etwas mit den „Moskitos“ zu kämpfen (wir mussten sie beruhigen, weil vielleicht eine einzelne Mücke vor der kühlen Nacht Zuflucht in ihrer Kajüte gesucht hatte), aber auch diese Gefahr ist überstanden und es ist jetzt tatsächlich (verdächtig) ruhig in der Backbord-Achterkajüte. Bei den Jungs ist es auch ruhig, wenn man von Luis schnarchen absieht. Und Iris hat gerade eine Probewäsche durch die Waschmaschine gejagt und ich bin jetzt mit dem Blogbucheintrag fertig.
Also, bis morgen!