====== Tag 101 (10.8.2012) ====== Wir sind in der Bucht Filiatro geblieben. Deshalb haben wir auch weiterhin nur ein seeehr langsames Internet. Ich versuche trotzdem noch ein paar Bilder hochzuladen, dann versteht Ihr auch warum wir noch eine Nacht geblieben sind. Also haben wir es ruhig angehen lassen und Iris ist mit den Maedels nach dem Fruehstueck erst mal an den Strand geschwommen. Sie haben dort aus den rechteckigen Bruchsteinen von der Felswand eine sehr schoene Burg mit Hafen gebaut. {{ :blog:2012-08-10:dsc_4532.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-10:dsc_4533.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-10:dsc_4534.jpg?300 |}} Ich habe noch dem Generator etwas Oel spendiert. Er muss ja schliesslich oefter fuer uns arbeiten (den letzten Landstrom hatten wir in Fiskardo und seitdem erst zwei mal den Generator an, weil wir waschen wollten in Samis). Und dann habe ich auch noch die letzte Bilge trocken gelegt mit der in Samis neu gekauften Handlenzpumpe. Hoffentlich brauche ich sie nie mehr ;-) Kurz nach 11 sind wir dann mit dem Dinghi in die andere Haelfte der Bucht gefahren. Dort haben wir bei der Ankunft ein paar Sonnenschirme gesehen und hofften eine Strandbar zu finden, in der man auch eine Kleinigkeit essen kann. Sicherheitshalber haben wir fuer die Jungs zwei Glaeschen mitgenommen. Wir haben naemlich seit gestern Abend keinerlei frisches Gemuese mehr an Bord. Wir hatten Glueck. Es gab dort eine sehr huebsch hergerichtete Strandbar und dahinter einen wilden Zeltplatz. Ein echter Geheimtipp... Wir haben dort Souvlaki (Fleischspiesschen) gegessen und Vierkantkartoffeln (Pommes Frites natuerlich, aber dort wurde das als "Potatoes" verkauft und Iris hatte eigentlich nicht erwartet Pommes zu bekommen bei der Bestellung). Luis ist promt danach mit wohlgerundetem Bauch (er hat nach seinem Glaeschen Nudeln noch ein paar Stueck Souvlaki und ein paar Pommes verdrueckt) auf meinem Schoss eingeschlafen. {{ :blog:2012-08-10:dsc_4535.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-10:dsc_4538.jpg?300 |}} Danach sind wir unter Protest der Maedels - die wollten naemlich noch dort bleiben - wieder zurueck zum Boot gefahren. Wir wussten naemlich von gestern, dass heute wahrscheinlich wieder zwischen 3 und 4 der Badelemminge-Transport aus Samis kommt. Und dessen Ankerboje ist recht nah bei unserem Ankerplatz. Da wollte ich lieber an Bord sein. Die kamen heute aber erst um 4 Uhr und so sind die Maedels mit mir noch ein wenig zum Strand geschwommen. Aber dann kamen sie: Anker raus, 98.999% der Gaeste ueber Bord gesprungen und zum Strand geschwommen, 15min spaeter Ansage "Departure in 5 minutes" und kurz darauf ist der Spuk vorbei und die Bucht wieder so ruhig wie vorher. Also eigentlich noch ruhiger als gestern, denn die Charterboote fehlen. Die muessen ja heute Abend schon an der Basis sein. {{ :blog:2012-08-10:dsc_4540.jpg?300 |}} Danach war ich noch mit den Jungs und dem Dinghi am Strand, dort wo der Schatten zuerst auf den Kiesstreifen trifft. Leider kamen dann spaeter noch einige hoehere Wellen (wahrscheinlich von einem Dampfer, der draussen vorbei fuhr) und ich musste mit beiden Jungs unterm Arm ein paar Stufen die Felsen hoch fluechten. Netter weise haben uns ein paar Maenner von einem davor ankernden Boot geholfen alles wieder flott zu machen. Ich bin dann weiter rueber gegangen, dort wo tonttu liegt. Da war ja inzwischen auch Schatten und Iris kam nach der Bordbastelstunde mit den Maedels auch rueber geschwommen. Zum Abendessen gab es Reste von Gestern und Fetakaese mit Smoerebroed (wie gesagt, wir haben nichts mehr frisches ;-)) und alle haben noch ein wenig Quatsch gemacht. Besonders die Jungs. Die werden langsam zu richtigen Chaoten. Ich musste sie dann sogar unter ihrem lautesten Protest kurz in ihr Zimmer stecken und die Tuere zu machen, sonst waeren wir mit aufraeumen und Abendessen vorbereiten nie fertig geworden. {{ :blog:2012-08-10:dsc_4544.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-10:dsc_4545.jpg?300 |}} Und dann wurde es noch peinlich fuer mich. Ich, der "Koenig der Landleinenbefenderung" wurde doch glatt von der Kuestenwache Griechenlands beim verwenden einer langen Landleine ohne Markierungsboje erwischt. Ich war gerade beim spuelen, da hoere ich ploetzlich ein kurzes Polizeisirenengejaule und Iris ruft mich hoch. Ein RIB (rigid inflatable boat) der Hellenic Coast Guard duempelt hinter unserer Badeplattform mit drei Kuestenwachlern an Bord. Die fordern mich auf eine Boje als Markierung an meine sehr lange Landleine zu machen. Das habe ich natuerlich sofort getan. Bin ja auch der Meinung, dass das richtig ist. Nur die Begruendung der Coast Guard fand ich etwas eigenartig. Es koennte fuer ein Speedboat gefaehrlich werden. Ich bin der Meinung, wenn hier ein Speedboat nachts mit hoher Geschwindigkeit ca. 50 bis 60 m vom Strand hinter einer ankernden Yacht durchrauscht, dann ist das Speedboat die Gefahr, und meine Landleine waere dann eine Einrichtung zum Schutz anderer Mitmenschen ;-) Ach, und heute habe ich mir auch die Muehe gemacht, bei einem der Ankerbaelle die Schlitze, mit dem man die beiden Haelften zusammensteckt so abzuschleifen, dass es auch wirklich zusammenpasst. Ist halt mal wieder italienische Massarbeit. Also wegen fehlendem Ankerball konnte sich die Coast Guard auf jeden Fall nicht beschweren!