====== Tag 13 (14.5.2012) ====== Aus dem Suedosten nichts neues ... Wenigstens haben wir diese Nacht besser geschlafen. Der Wind war nicht ganz so stark (bis maximal 35kn) und wir waren die Geraeuschkulisse ja schon gewoehnt. Und natuerlich hilft es auch zu wissen, dass was schon eine Nacht bei staerkerem Sturm gehalten hat auch in der zweiten Nacht halten wird. Wir haben heute zum ersten mal die Bettverbreiterungen montiert gehabt und die Jungs haben bei uns geschlafen, da sie ja ihr Zimmer fuer Oma und Opa raeumen mussten. Natuerlich haben sie als allererstes saemtliche Ablagen in Reichweite des Bettes entleert. Damit waren alle unsere Buecher und diverse Badesachen von Iris und Pullis etc. von mir im Bett verteilt. Vor dem Bett haben wir saemtliche Cockpitkissen verteilt als Absturzdaempfung, da wir ja im Vorschiff kein Leesegel (so nennt man ein Stueck Segeltuch, dass einen bei Schraeglage am rausfallen hindern soll; funktioniert aber auch als "Austiegshilfe" fuer Kleinstkinder) haben. Am spaeteren Vormittag (als der Wind immer noch nicht wirklich nachgelassen hatte) haben wir uns geteilt und Iris, Hilde und Franz sind mit den Jungs zum Supermarkt einkaufen gefahren und ich war mit den Maedels beim Hafenmeister um Oma und Opa anzumelden und danach haben wir noch den Grossspielplatz von Punat unsicher gemacht. Zum Mittagessen waren wir dann in der Pizzeria in der wir schon mit Julia, Sandro, Emilia und Toni sowie Vanni und Tobi vor zwei Jahren vor der Heimfahrt essen waren. War wieder sehr lecker. Am Nachmittag haben wir uns dann von einem Taxiboot auf die Klosterinsel Kosljun rueberfahren lassen und haben uns das wirklich schoene, kleine Franziskanerkloster angesehen. Der Taxibootskipper hat uns dann freundlicher Weise direkt an unserem Schiff in der Marina abgesetzt. Dort haben wir es dann endlich geschafft beide Tanks (den 500L und den 150L) endgueltig leer zu bekommen, so dass ich den kleineren Tank stilllegen konnte. Dann habe ich mit dem Schlauch mit dem neuen Suesswasserfilter den Tank wieder gefuellt. Das hat Ewigkeiten gedauert, so dass ich waehrenddessen noch das Relingsnetz an Steuerbord endlich mit einem Baendsel schon "hochnaehen" konnte. Dann koennen wir morgen endlich die Kabelbinder entfernen, die das Relingsnetz bisher hochgehalten haben. Das highlight war noch, als es beim Abendessen kurz dumpf "rummms" machte und danach einer der Jungs zu plaerren anfing. Na, ihr ahnt es schon: Luis ist doch glatt aus dem Bett gefallen. Das ist immerhin seine volle Koerperhoehe hoch. Aber was war? Er sass am Boden, guckte nur verdutzt (wir hatten ja wieder ein paar Matten ausgelegt) und nach kurzer Zeit hat er wieder frech wie Oskar gegrinst. Wer geweint hat war Luca. Der hat wohl seinen "kleinen Bruder" ueber die Bettkante im Nichts verschwinden gesehen und sich sorgen gemacht, dass er seine Eltern jetzt alleine auf Trab halten muss. So, und morgen werden wir definitiv losfahren Richtung Rab. Ich muss noch die Tide nachsehen, so dass wir bei Flut auslaufen koennen...