====== Tag 18 (19.5.2012) ====== Der erste Abschiedstag auf tonttu! Wir haben wieder excellent mit frisch gelieferten Semmeln und anderen Feinheiten (Croissants, Wurst, ...) gefruehstueckt. Franz, das werden wir vermissen. Ich kann die Maedels ja schliesslich nicht alleine zum Semmeln holen schicken! Waehrend dessen haben wir (mit angeschaltetem Generator, da wir ja keinen Landstrom gekauft hatten; ich moechte jetzt mal ausprobieren, wie wir einige Tage ohne Landstrom auskommen) zwei Waeschen gewaschen und den Boiler sowie diverse Handyladegeraete angeschaltet gehabt. Als Iris dann noch die Mikrowelle kurz aktiviert hat fuer den Milchschaum und waehrenddessen schon die Espressomaschine hochgeheizt hat, da hat sich der Inverter/Laderegler kurz wegen Ueberlast ausgeschaltet. Jetzt wissen wir also: Trotz laufendem Generator koennen wir nicht alle Verbraucher gleichzeitig anschalten. Der Boiler war naemlich auch noch am heizen 8-O {{ :blog:2012-05-19:malilosinj_laraampoller.jpg?200 |}} {{ :blog:2012-05-19:malilosinj_laraannamark.jpg?200 |}} Um halb 11 sind wir dann endlich auselaufen. Nur mal so kurz "um die Ecke" in eine Bucht gleich Suedoestlich (sorry, SE) der Einfahrt zur Bucht von Mali Losinj. [Ich verspreche, ich kuemmere mich bei naechster Gelegenheit um den GPS Tracker, damit Ihr wenigstens einmal am Tag seht, wo wir sind. Dann findet Ihr auch die Lokalitaeten leichter, die ich erwaehne.] Dort haben wir uns gesonnt, Hilde und Franz haben fertig gepackt und mit den Maedels und Buben gespielt und dann haben wir noch Pasta zu Mittag gegessen. Um 12:40 mussten wir dann aber schon wieder los, da das Taxi fuer Hilde und Franz fuer 13:45 bestellt war, wieder in Mali Losinj. Also wieder zurueck und wieder mal ein Laengsseitsanleger an der Hafenmole. Wir sind dann alle zusammen vor zum Taxistand getrabt und haben die beiden gebuehrend verabschiedet. Anna hat leider herzzerreissend geweint. Sie wollte so gerne noch mit Oma spielen. Mit einem Eis konnten wir sie auch nur etwas troesten und so sind wir nach einer Stunde wieder los gefahren mit Kurs Suedspitze von Losinj bzw. die Passage zwischen Ilovik und Sv. Petar. Kurz davor haben wir uns aber umentschieden und sind dann doch um die Suedspitze von Losinj gefahren und haben erst in der Bucht Trevorka versucht zu ankern (ging leider nicht so gut, da die Kombination von 10m Ankertiefe und schmaler Bucht mir nicht gepasst hat und der Anker auch nicht so besonders gehalten hat). So sind wir ein Stueck weiter gefahren und ankern jetzt wunderbar in der Minibucht an der Suedspitze von Male Orulje. Dort habe ich mich als Skipper ein wenig blamiert, aber es hat ja keiner gesehen. Wir wollten eine Heckleine ausbringen zusaetzlich zum Anker. Also haben wir etwas mehr auf der Luvseite (die dem Wind zugewandte Seite) geankert um uns dann beim ausbringen der Ankerkette wieder in Richtung Leeufer (also das Ufer auf das der Wind zublaest) zutreiben zu lassen. Dorthin wollte ich mich dann (urspruenglich zumindest) mit der Festmacherleine im Dinghi (also ein Ende der Leine schon am Schiff festgemacht) in Richtung Ufer treiben lassen vom Abendwind und dort die Leine an Felsen festmachen. Schoene Theorie: Zuerst hat genau in dem Moment wo wir geankert hatten der Wind leicht gedreht, so dass tonttu nicht auf das urspruenglich geplante Leeufer gezeigt hat sondern schon wieder ein wenig aus der Bucht heraus. Dann war (auch wegen der anderen Lage) die 60m-Leine ein kleines Stueck zu kurz, so dass ich schlussendlich mit der Verlaengerung in der Hand, dem Dinghiseil in der anderen (Anna sass ja mit im Dinghi) aus dem Beiboot gestiegen bin und mich auch dort nochmal, diesmal in der Wassertiefe, verschaetzt habe. Ich stand also nicht bis zur Huefte im Wasser sondern bis unter die Achseln. Was das heranziehen von tonttu nicht wirklich einfacher gemacht hat. Muss lustig ausgesehen haben, wie ich da mit den Fuessen gegen die Felsen gestemmt so weit in Schraeglage war, dass ich gerade noch Luft bekommen habe, um moeglichst viel Zug aufzubringen. Aber es hat geklappt und wir liegen wie geplant mit Buganker und Landfeste bombensicher. Allerdings habe ich noch in Summe 4 Fender an die Landleine gehaengt, damit uns kein Fischer nachts drueber donnert. {{ :blog:2012-05-19:maleorulje_dielandfestenausbringer.jpg?200 |}} {{ :blog:2012-05-19:maleorulje_landfestemitmarkierungsbojen.jpg?200 |}} Dafuer gab es dann einen wunderschoenen Sonnenuntergang in einsamer und super ruhiger Bucht. Nur die Maedels quatschen immer noch und wollen einfach nicht einschlafen... Uebrigens, kurz vor der Einfahrt in die Ankerbucht haben wir nochmal ganz nahe Delphine gesehen! {{ :blog:2012-05-19:maleorulje_delphine.jpg?200 |}}