====== Tag 67 (7.7.2012) ====== Guten-Morgen-Kuscheln: {{ :blog:2012-07-07:kakome_morgenkuscheln.jpg?300 |}} Heute morgen waren wir erst mal nochmals an dem kleinen Strand baden, den wir schon gestern gleich neben der Pier gefunden haben. Der Bar-Opa war sehr froh uns wieder zu sehen und hat gleich zwei Espressi gemacht. Dabei wollte ich erst mal baden ;-) Wir haben dann noch ein Grosselternpaar mit ihren Enkeln kennengelernt. Furchtbar nett, auch wenn wir uns ueberhaupt nicht verstanden haben. Mein albanisch ist immer noch sehr, sehr schlecht. Ich kann mir dummerweise nicht mal das Wort fuer Danke merken. Nur Ja und Nein habe ich mir gemerkt, denn das ist sehr hilfreich. Denn die Albaner nicken ja bekanntlich, wenn sie Nein meinen und schuetteln den Kopf, wenn sie Ja sagen wollen. Das Lustigste ist jedoch, dass irgendwie auch die Worte fuer Ja und Nein verdreht sind: Ja = Po und Nein = Jo ;-) Die nette "Oma" hat uns dann auch gleich mit selbstgebackenem Gebaeck versorgt, so was aehnliches wie ein etwas fester, feuchterer Krapfen ohne Puderzucker. War echt lecker und die Jungs haben richtig reingehauen. Darauf hin haben wir (Anna, Lara und ich) die Enkel zu Lemon Sodas eingeladen vom Bar-Opa. Sie haben uns dann noch empfohlen (mit Handzeichen und dem Namen "Ali Pascha") die Festung oberhalb zu besichtigen. Also sind Anna, Lara und ich dort hoch gestiefelt mit unseren Croqs und im Badeanzug. Am Eingang hat uns sofort ein anderer Rentner abgefangen und wollte Eintritt kassieren. Ich war erst skeptisch, vor allem, weil wir eigentlich gar kein Geld dabei hatten, denn das hatte ich am Strand bei Iris und den Jungs gelassen, aber er hat dann nur 100 LEK pro Erwachsenen gewollt (also ca. 70 Cent) und die hatte ich gerade noch als Wechselgeldmuenze in meiner Badeshort-Hosentasche. Es gab dafuer sogar einen hochoffiziellen Abrisszettel mit fortlaufender Nummer und schwarz-weiss Bild von der Festung. Und dann hat er uns noch in ein paar englischen Brocken erklaert, wie die Festung aufgeteilt ist: Haremsgemaecher, Maennergemaecher, Betraum, Toilette, Brunnenzimmer, Ausgang zur Terasse und Aufgang zur Dachterasse. War aber echt toll, nur leider hatte ich keine Kamera dabei, sonst haetten wir auch ein tolles Photo von tonttu von leicht oben machen koennen. Auf dem Weg haben wir einen einsamen Wasserball vor dem Ertrinken gerettet: {{ :blog:2012-07-07:kakome_derwasserball.jpg?300 |}} Luca und Luis teilen sich ein Paprikafrischkaesebrot: {{ :blog:2012-07-07:kakome_diejungsunddasschmierkaesebrot.jpg?300 |}} Danach sind wir zurueck zum Boot gerudert und haben um halb 12 abgelegt. Unterbrochen durch einen kurzen Segelversuch bei Leichtestwind von hinten sind wir dann unter Motor direkt bis zu der Bucht Nordoestlich von Kepi i Quefalit (ich habe spaeter herausgefunden, dass sie Kakome heisst) gefahren, die wir am gestern Abend in Google Earth entdeckt hatten. Sie ist zwar in keinem Hafenverzeichnis drin und die Seekarte stimmt (zumindest was die Tiefen betrifft) hier auch ueberhaupt nicht (da wo es schon nur noch 10 m tief sein sollte - am Scheitel der Bucht - war es noch immer 38 m tief), aber sie sah sehr vielversrprechend aus. Da hat sich eigentlich auch bestaetigt, auch wenn es ein wenig geschaeumt hat, auf der Wasseroberflaeche, aber das gibt es ja woanders auch leider oft genug. Photo von Anna mit der Spiegelreflex-Kamera aufgenommen: {{ :blog:2012-07-07:kakome_dreirosas.jpg?300 |}} Ich habe sie also durch Abfahren der 6-m-Tiefenlinie etwas erkundet und wir haben festgestellt, dass sich meine Annahmen bestaetigt haben und es sich um eine Sandbucht (also zumindest am Boden) mit etwas Seegras handelt, die durch ein bis zum Ufer heruntergehendes flaches Tal entstanden ist. Also viel Sand, der durch Baeche/Fluesse in die eigentliche Felsbucht hinein getragen wurde, und die Seiten sind steile Felswaende. Man kann also mit einem sanft ansteigenden Grund, ohne ueberraschende Felsen in der Mitte rechnen. Genauso war es und wir haben fast genau in der Mitte geankert. Wer es genau wissen will: Hier sind wir [[http://maps.google.de/maps?q=39.926605,+19.936920&num=1&t=h&vpsrc=0&ie=UTF8&ll=39.925914,19.941044&spn=0.009758,0.015514&z=16&iwloc=A |google maps link]] Nach kurzer Zeit hat aber schon wieder einer in Uniform vom Steg aus gewunken und gerufen. So ein Mist, habe ich mir gedacht und zurueck gewunken und ihn erst mal ignoriert. Es war ja auch keine Militaeruniform sondern eher Polizei oder Kuestenwache. Soll er doch zu uns raus schwimmen, habe ich mir gedacht ;-) Spaeter wollten wir aber doch zum Strand rueber fahren mit dem Dinghi und ein wenig schwimmen. Bis dahin haben die zwei jedoch schon ihre Uniformen ausgezogen, Badesachen angelegt und - nein, sie sind nicht zu uns rueber geschwommen, so ehrgeizig/pflichtbewusst ist hier in Albanien sicher kein Polizist - sondern sie haben einfach selber gebadet. {{ :blog:2012-07-07:kakome_diepolizistenamwasser.jpg?300 |}} Also haben wir uns das Dinghi klar gemacht uns sind rueber an den Strand getuckert. Kaum hatten wir den Strand erreicht - nicht zu nah, als dass man denken koennte ich wuerde doch of ihr rufen reagieren, aber auch nicht zu weit, als wuerden wir versuchen ihnen auszuweichen - haben sie mich schon hergerufen und gewunken. Also bin ich rueber und der eine gab mir zu verstehen, ich sollte mich doch zu ihnen in den Sandflecken setzen, den sie zwischen den Steinen entdeckt hatten. Es stellte sich dann heraus, dass sie Polizisten aus Sarande sind, die abgestellt wurden, um die Hotelbaustelle hier in der Bucht (etwas weiter oben, stoert also nicht und heute war ja eh' nichts los) zu bewachen und sich offensichtlich sehr langweilen. Die wohnen in einem Container und haben wohl so gar nichts, ausser dem Bad in der Bucht, um sich den Tag zu versuessen. Deshalb auch etwas spaeter die Frage ob wir denn Bier und Wasser an Bord haetten. Wohl gemerkt, dass ganze Palaver zog sich etwas hin, da wir nur mit ein paar italienischen oder pseudo-italienischen Brocken und Handzeichen kommunizieren konnten. Ich habe ihnen dann spaeter unsere letzten drei (warmen) Bierdosen aus Slowenien und eine kalte Flasche Mineralwasser aus Montenegro mitgebracht. Soviel zur Globalisierung. Egal, sie haben sich sehr gefreut und ich glaube wir sind heute Nacht bestens bewacht. Die Polizistenunterkunft (man bemerke die albanische Flagge), darueber ist uebrigens ein altes Kloster zu sehen... {{ :blog:2012-07-07:kakome_container.jpg?300 |}} Nach der Lachspasta haben wir es jetzt endlich geschafft die Kinder ins Bett zu bringen (danke Iris, denn ich schreibe ja schon) und darueber fast den sensationellen Sonnenuntergang verpasst. Die Bucht ist ja netter Weise genau in Sonnenuntergangsrichtung offen. Und sobald es endlich ruhig ist werden wir in unseren sechsten Hochzeitstag hineinfeiern und die Zwei(+4)-samkeit geniessen. Also psst, bitte nicht stoeren! Going, going, gone ... {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang1.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang2.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang3.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang4.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang5.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang6.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang7.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang8.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergang9.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-07:kakome_sonnenuntergangEnde.jpg?300 |}}