====== Tag 6, 4.7.2013 ====== Wir sind heute "nur um die Ecke" gefahren ;-) Gleich um 09:30 haben wir abgelegt und sind die knapp eindreiviertel Stunden nach Bigova gefahren. Das ist eine kleine Bucht mit nettem Örtchen und zwei Konobas (Gaststätten) an Land, kurz vor der "Einfahrt" zur Bucht von Kotor. Die haben netterweise ein paar Bojen ausgelegt. Die schwarzen (mit Aufschrift "Konoba Grispolis") für das eine Restaurant und die kleineren roten für das andere. Eine Kapelle auf einer kleinen Felseninsel kurz vor Bigova: {{ :blog:2013-07-04:dsc_5877_kl.jpg?direct&300 |}} Wir haben uns für eine der grösseren entschieden, obwohl wir eigentlich auch an die kurze Mole gerufen wurden. Aber wir wollten mal zur Abwechslung nicht "in einem Hafen" liegen. Beim zweiten Versuch hat es dann auch geklappt die Boje am Heck einzufangen und die lange 30-Meter-Leine einzufädeln und wieder zum Bug zurück zu bringen, um sie dort fest zu machen. Vom letzten Jahr her wissen wir ja, dass unser Bug einfach zu hoch oben ist um eine Boje (sogar liegend) zu erwischen. Danach haben wir die lange Leine gegen eine kürzere getauscht und hängen jetzt "kurz angebunden". Wir haben dann gleich die Dinghis klar gemacht (das richtige mit dem Aussenborder und das Kinderschlauchboot als zweites Dinghi mit einer langen Leine hinten angebunden). So konnten Iris und ich mit den Jungs im grossen Dinghi fahren und Anna und Lara wurden mit dem kleinen orangenen Schlauchboot hinterhergezogen. Das Restaurant "Grispolis" entpuppte sich als sehr gutes Fischrestaurant in dem der Chef noch selber fischt. Schon etwas auf der edleren Seite, also war es gut, dass wir zum Mittag dort waren und nicht zum Abendessen. Die Mädels haben sich eine Portion Cevapcici und eine Pleskavica geteilt und etwas vom kommunalen Salat mitgegessen. Die Jungs durften etwas von Iris und meiner Vorspeise Risotto mit Shrimps abhaben. Als Hauptgang haben Iris und ich uns einen "Seebass" gegönnt mit ca. 700 gr für 36€. Vom Grill, sehr, sehr lecker mit Mangold und Kartoffeln. Von den Hackfleischspeisen der Kinder blieb natürlich etwas übrig, aber das gibt es dann zum Abendessen. Danach waren wir an dem kleinen Kiesstrand vom Restaurant auf den Liegestühlen mit Sonnenschirm und haben gebated. Luis hat sich tatsächlich getraut sich mal mit den Schwimmflügelchen treiben zu lassen ohne sofort wieder zu klammern. Das wird schon noch, und Luca macht es dann gleich perfekt nach, wie immer! Später gab es noch ein Steckerleis und dann mussten wir um kurz nach halb 6 "fluchtartig" den Strand verlassen, weil es angefangen hat zu nieseln und nach Gewitter aussah. Das hat dann nur zwei mal gedonnert, aber der Regen wurde kurzzeitig stärker. Jetzt sagt der Wetterbericht leider plötzlich stärkeren Wind aus NE an in der Nacht auf der Süd-Adria (also bei uns). Aber wir sind da eigentlich in der Bucht ziemlich gut geschützt. Solange das Gewicht der Boje und die Leinen der Boje halten ... Aber zumindest die Leinen und die Boje sahen stabil aus. Das Gewicht des Betonblocks kann ich jedoch nur schwer abschätzen. Aber das passt schon (wir sind ja nicht die ersten grösseren hier...). Ich freue mich auf jeden Fall auf die ersten Nacht seit langem in einer Bucht!