====== Tag 72 (12.7.2012) ====== Ich surfe wieder bzw. immer noch mit der albanischen Karte. Inzwischen habe ich zwar einen griechischen Datenvertrag, aber hier in der Bucht ist der Empfang von Vodafone Griechenland so schlecht, dass ich lieber die deutlich bessere Servicequalitaet von Vodafone Albanien in Anspruch nehme. Solange es noch geht, spare ich auch an meinem griechischen Datenkontingent damit. Ihr seht also, womit ich mich heute Vormittag beschaeftigt habe: Um 08:00 Uhr bin ich von Bord und in die Stadt gelaufen zum Vodafone Shop. Der Plan war, dass ich die Karte besorge und dann wieder zurueck komme und mit allen anderen nochmal zum Badestrand gehe, so dass wir spaetestens Mittag los fahren koennen. Ihr merkt schon: Plan! Realitaet in Griechenland: Die Stunde Zeitumstellung ist sehr real zu nehmen. Alles dauert eine Stunde laenger als geplant. Ich war punkt 08:30 im Vodafone Shop und wir haben den Kartenvertragsantrag ausgefuellt. Das Sommerangebot fuer eine UMTS-Datenkarte ohne UMTS-Stick oder andere Hardware. Mit zwei Monaten Mindestvertragslaufzeit, monatlicher Kuendigung und fuer 15 EUR monatlich 5 GB Datenvolumen. Passt ja, eigentlich. Wenn da nicht die Buerokratie bei Vodafone waere. Als alles ausgefuellt war, sagte die Dame sie wuerde jetzt alles nach Athen faxen und innerhalb von einer halben bis dreiviertel Stunde waere alles genehmigt und wir koennten die Vertragseinrichtung abschliessen. Also bin ich erst mal in dem Coffee Shop nebenan, in dem wir gestern die Nespressokapseln gekauft haben, einen Cappucchino und einen Schokomuffin fruehstuecken gegangen. Dann war ich noch in der Apotheke gegenueber Magnesiumtabletten einkaufen und bin nach einer knappen halben Stunde wieder zurueck gekommen. War noch nichts. Ich also wieder weg und groessere Kreise um den Vodafone Shop drehen. Dabei habe ich mir zwei neue Badehosen von Yamamei im Ausverkauf besorgt und war sonst noch Windowshopping. Zurueck im Vodafone Shop: Immer noch nichts. Es war inzwischen eine gute Stunde vorbei und es war ihr sichtlich peinlich. Sie hatte auch schon angerufen und man hat ihr versprochen sich sofort drum zu kuemmern. Ich bin dann da geblieben (es gab ja eine Klimaanlage und freies WLAN) und habe am Ende 2 Stunden warten muessen. Sie hat schlussendlich ihren Chef im Urlaub angerufen und der hat in Athen angerufen und dann hat es ploetzlich geklappt. Jetzt bin ich also Vertragskunde von Vodafone Griechenland ;-) Waehrend Papa auf der Jagd nach einer Datenkarte ist, machen die Jungs Trockenuebungen: Erst in Lucas Schwimmflugzeug und dann in Laras neuem Schwimmauto (beide in Shengjin, Albanien gekauft). {{ :blog:2012-07-12:dsc_4285.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-12:dsc_4287.jpg?300 |}} Zurueck war ich dann erst um kurz nach 11:00 und Iris hatte es schon mit dem Dinghi selber (rudernd) geschafft alle 4 Kinder heil zum Strand zu bringen (Ihr erinnert Euch an das Problem mit der extrem langen Planke am Bugkorb). Wir waren dann also noch alle zusammen kurz baden und sind um 12:15 weg gefahren. Naechster Zwischenstopp: Tankstelle bei der Marina Gouvia, ca. 3 sm westlich von Korfu Stadt. Dort meinten erst mal zwei kleine Motorboote (ein Schlauchboot und ein 4-Meter-Stinker) sie muessten sich direkt vor mir an die lange Front der Tankstelle legen, dabei war ich schon im Anlegen. Ich bin einfach weiter stur auf das kleine Schlauchboot zugefahren und der doch recht hohe Steven (Bug/Front des Schiffes) von tonttu und das gemeckere der Tankwartin, die meinte sie sollen ihre Kleinboote doch gefaelligst an die Seite der Pier legen und den langen Platz fuer grosse Schiffe frei lassen, hat wohl dafuer gesorgt, dass die Motorboote doch nochmal abgelegt haben. Leider hatten die wieder nur die extra dicken Dieselzapfhaehne, und das passt nicht gut in die Tankeinfuellstutzen und deshalb geht die Selbstabschaltung nicht. Dann gibt es immer eine kleine Sauerei. Ich hasse das. Aber es hilft ja nichts. Wir haben also beide Tanks wieder einigermassen voll gemacht und dabei 165 Liter getankt. Schluck! Aber an der anderen Seite war eine ca. 20 m lange Motorluxusyacht. Die hat doch glatt fuer 7800 EUR getankt. In Worten: Siebentausendachthundert Euro!!! Wir sind dann wieder weg gefahren, denn in die Marina wollten wir eigentlich nicht, obwohl die Einweiser schon freundlich gewinkt haben. Unser Ziel war eine Bucht an der Ostkueste von Korfu (also wieder direkt gegenueber von Albanien). Nach einer guten Stunde fahrt waren wir bei den ausersehenen Buchten und haben die Zweite davon genommen. Dort haben uns dann ein Oesterreichisches Paerchen besucht, die wohl waehrend wir in Butrint bei den Ausgrabungen waren kurz neben tonttu gelegen haben um aus Albanien auszuklarieren. Sie hatten "das schoene Schiff" wieder erkannt. Heute wird mein Ego echt gestreichelt: Erst werden Motorboote verscheucht damit mein "grosses Schiff" an die Tankstelle kann und dann habe ich auch noch ein "schoenes Schiff". Guuuuuuutttt!!! Wir sind dann noch zu den Felsen rueber gefahren/geschwommen (die Maenner im Dinghi gerudert, die Frauen nebenher geschwommen) und haben in der Taverne "White House" eine runde Eis gegessen und sind geschwommen. Als wir vom Boot weg sind (so um ca. 16:00 Uhr) hatte das Thermometer im Cockpit im Schatten gerade 39.8 Grad angezeigt. Uffff! Anna geniesst ihr Eis. Eine junge Dame braucht dabei schon etwas Ruhe und Exklusivitaet: {{ :blog:2012-07-12:dsc_4290.jpg?300 |}} Aber auch Luca & Luis schmeckt das Lime-Calippo: {{ :blog:2012-07-12:dsc_4291.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-12:dsc_4292.jpg?300 |}} Blick auf tonttu von unserem Tavernenfelsstrand... {{ :blog:2012-07-12:dsc_4293.jpg?300 |}} Die Jungs laufen (meist freihaendig, aber immer in unterschiedliche Richtungen, da nimmt man sie doch besser ab und zu an die Hand; ist weniger stressig fuer Mama oder Papa). {{ :blog:2012-07-12:dsc_4294.jpg?300 |}} Manchmal ist aber krabbeln doch stabiler: {{ :blog:2012-07-12:dsc_4295.jpg?300 |}} Impression vom Felsstrand: {{ :blog:2012-07-12:dsc_4297.jpg?300 |}} Zum Abendessen gab es Toast Hawaii, Toast Salami Tomaten, Toast mit Thunfisch und Tomaten-Mozzarella-Salat. Und dazu noch Belustigung durch eine Junge Segelcrew, die mit ihrem Katamaran ca. 5 Ankermanoever gemacht haben und dann nach dem meiner Meinung nach schlechtesten aufgehoert haben und jetzt eigentlich ziemlich unguenstig fuer sie da liegen. Die haetten viel naeher an den Strand gekonnt...