====== Tag 75 (15.7.2012) ====== Heute mussten wir um 08:30 vom Schiff, da danach tonttu ein wenig gepflegt wurde. Ich hatte mit einer oertlichen Reinigungsfirma (ich wurde durch den Namen "Swiss Boat Services" verfuehrt; ganz so gruendlich wie es der Name vermuten laesst waren sie dann doch nicht, aber der Preis hatte schweizer Verhaeltnisse; aber was will man machen ...) organisiert, die etwas ueber 2 Stunden lang zu zweit unser schlechtes Gewissen erleichtert haben und tonttus Deck und innen Baeder, Kueche und Boden/Bilgen gereinigt haben. Wahrscheinlich werden wir das noch ein oder zwei mal auf der Reise organisieren. Wir waren waehrend dessen zu acht (seit gestern Abend sind ja Philipp und Florence mit an Bord) in dem Cafe/Restaurant beim Pool fruehstuecken und danach im Pool schwimmen. Ich habe noch einmal Getraenke und ein paar andere Kleinigkeiten im Marina-Supermarkt eingekauft und so gegen 11 waren sie dann mit der Reinigung fertig und ich zufrieden. Dank des enormen Wasserdrucks (es troepfelte mehr oder weniger nur aus dem Schlauch raus) hat es noch bis viertel nach 12 gedauert, bis der kleine Tank ganz voll und der grosse Tank wenigstens zu 70% voll war, so dass wir nicht vor 12:30 ausgelaufen sind. Dafuer hatten wir dann wenigstens ein wenig Wind und sind bis um die Ecke bei Kerkyra gesegelt mit Gross- und Vorsegel. Kurz nach Kerkyra war dann aber wieder Schluss und wir haben den Motor wieder angeworfen. So ein Segeltoern ist anstrengend! {{ :blog:2012-07-15:dsc_4317.jpg?300 |}} Um halb 4 waren wir dann etwas suedlich von Petriti (ein Oertchen nahe dem Suedende von Korfu) neben einer Mega-Segelyacht aus England und einer grossen klassischen deutschen Motortyacht vor Anker. Wir wollten uns ja eigentlich noch beim Baden erfrischen, aber 32.4 Grad Celsius haben das nur schwer moeglich gemacht. Dafuer war es so warm, dass die Jungs auch Spass hatten mit Schwimm-Auto und Schwimm-Flugzeug eine Runde mit Papa zu drehen. {{ :blog:2012-07-15:dsc_4320.jpg?300 |}} Philipp: Seid Ihr sicher, dass man hier nicht gekocht wird wie ein Lobster?! {{ :blog:2012-07-15:dsc_4322.jpg?300 |}} Spaeter habe ich noch die Ankerkette bei 30, 40, 50 und 60 Meter mit der in der Marina gekauften weissen und roten Spruehfarbe markiert. Denn die teuer erstandenen Plastik-Kettenmarkierungen fallen aus wie schwer parodontose geschaedigte Zaehne. Morgen frueh kommen dann noch die Markierungen bei 20 und 10 Metern dran. Das traue ich mich erst bei Tageslicht und kurz vor der Abfahrt. Wir ankern zwar auf nur 5 m Wassertiefe, aber 9 m Kette sind mir dann doch entschieden zu wenig ;-) Aktuell ist alles draussen was wir haben. Aber auch nur damit die rote Endmarkierung trocknen kann ... Flucht in den Schatten auf dem "Promenadedeck" unter der Sonnenmarkise aus dem V-Markt: {{ :blog:2012-07-15:dsc_4324.jpg?300 |}} Zum Abendessen gab es uebrigens gruenes Thai-Curry. Denn ich habe in dem Supermarkt neben Kichererbsen und Tahine (= Sesampaste, die wir zusammen mit den Kichererbsen zum Humus selber machen benoetigen) so ein Green Thay Curry Glas gefunden und gefrorenes Huehnerfleisch dazu gekauft. Das beste noch zum Schluss: Der klassische deutsche Motor-Stinker neben uns zeichnet sich durch ein paar Eigenheiten besonders aus. - Er hat hinten dran eine Deutschlandflagge die wahrscheinlich auch dem Reichstag gut zu Gesicht stuende. Geschaetzte 20 qm (na ja, 10 sind es mindestens; so ca. 4 auf 2.5 m duerfte die Flagge haben); das ist fast so Gross wie das Grosssegel auf einem kleinen Kajuetboot... - Nachts hat er nicht die ueblichen blau leuchtenden Unterwasserscheinwerfer am Heck, ohne die ja keine Motoryacht mehr auszukommen scheint, sondern dafuer am Bug einen weissen Strahler ins Wasser runter, dessen Licht sich dann mit den Wellen gebrochen an den weissen Bug reflektiert. Fast schon schoen, wenn es nicht so kitschig waere!