====== Tag 81 (21.7.2012) ====== So, geschaetzte Leser und Blog-Mitsegler. Jetzt (seit heute Abend um 18:45 Uhr) sind wir wieder alleine. Schade, war sehr schoen mit Philipp und Florence, auch wenn unsere Maedels diese Woche ein paar mal zu oft ihren Rappel bekommen haben und sich nicht gerade von der besten Seite gezeigt haben. Heute haben wir den ganzen Tag in der Stadt verbracht, nachdem wir zum Fruehstueck erst mal das gestern Abend im Restaurant geschnorrte Brot verzehrt haben ;-) Wir sind also hoch auf die Festung und hinein in die Stadt durch den kleinen Stadtpark. Irgendwie schon ein cooler Weg in eine Stadt hinein! Dort sind wir gleich an einem der Fish Spa Laeden vorbei gekommen und ich konnte es mir nicht verkneifen das mal zu probieren (Iris hat sich nicht getraut, der haette ich natuerlich den Vortritt gelassen). 10 EUR fuer 15 min die Fuesse in ein Aquarium mit Minifischen tauchen, die dann an der Haut knabbern (und sich angeblich von der abgestorbenen Haut ernaehren und die Durchblutung damit foerdern). Das war eigentlich recht angenehm. Ich kann nur nicht sagen, ob das an dem angenehm temperierten Wasser lag, an dem leichten kitzeln, oder wirklich daran, dass die Fische die tote Haut gegessen haben. Viel koennen die aber nicht abgefressen haben in den 15 min. Das hat nie fuer die Flaeche meiner beiden Quadratlatschen gereicht ;-) Und drei Viertel der Fische haben sich fuer meine Fuesse ueberhaupt nicht interessiert, sondern blieben gemuetlich am Boden liegen (die waren aber nicht tot, ich habe es getestet: Sie sind abgehauen, als ich meinen Fuss dort hin gestellt habe wo sie gelegen sind). {{ :blog:2012-07-21:img_0389.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-21:img_0390.jpg?300 |}} Bevor mich jetzt irgendwer beim Tierschutz anzeigt: Die nette Dame hat mir vorher ordentlich die Fuesse gewaschen mit Baby-Seife. Auch das war ein durchaus angenehmer Teil der "Behandlung". Die beiden Maedels fandens auch lustig zuzusehen und wollten auch gerne die Haende entsprechend behandeln lassen. Ich habe dann aber eindringlich gefragt, ob sie das wirklich 10 min machen (so lange dauert naemlich die Handversion fuer 5 EUR) oder sofort nach dem ersten kitzeln die Finger wieder rausziehen. Da haben sie dann einen rueckzieher gemacht. Luis sass waehrenddessen direkt vor der Tuere und der ganze Rest ist in den 15 min weiter shoppen gegangen. Wir haben also mit unseren zwei Buggies die restliche Stadt unsicher gemacht und uns Freunde gemacht bei den Ladenbesitzern, die in den engen Gassen Angst um ihre Auslagen hatten. Also in Korfu sieht es definitiv nicht nach Eurokriese und Rezession aus... Zum Mittag sind wir in ein Restaurant eingekehrt, dass uns Chrissie (sie lebt hier mit Ihrem Mann - einem Delivery-Skipper - auf ihrem Schiff im Hafen und uebernimmt als Gegenleistung wohl die Vormittags Hafenmeister-Schicht) empfohlen hat. Erst war ich mir nicht sicher, ob wir das richtige gefunden haben, denn sie hat von einer blau-weissen Markise gesprochen und die beim Restaurant war beige. Aber das entpuppte sich beim sitzen als perfides Taeuschungsmanoever, denn von unten war die Originalmarkise noch zu sehen in blau-weiss, wie beschrieben. Das Essen war hervorragend, wie beschrieben, obwohl wir allerdings angesichts der Temperaturen nur leichte Kost und Meze (die klassischen mediterranen Vorspeisen) gegessen haben. Danach haben wir uns auf den Weg zum Vodafone-Shop gemacht, da nur noch 3 EUR auf der Karte sind. Die hatten ein Computerproblem, so bin ich mit Luca (auf dem Bauch im Baby-Bjoern), Luis (im Buggy) und Lara (an der Hand) zum naechsten Vodafone-Shop gepilgert. Iris ist mit Anna schon mal in Richtung Intimissimi-Laden gegangen und Philipp und Florence haben eine eigene "ARGE Shopping" gegruendet. Als ich dann mit den dreien im Intimissimi-Laden angekommen bin, hat Iris schon im daneben liegenden Calzedonia-Laden im Ausverkauf fuer Anna und Lara je einen Bikini erstanden. Der fuer Lara hat ihr natuerlich in der Farbkombination nicht gefallen, also wurde umgetauscht und der als Ersatz ausgesuchte war so viel billiger, dass noch ein weiteres Badehoeschen gekauft werden musste. (So machen das die Frauen, erst mal was sehr teures einkaufen und das dann gegen mehr nicht ganz so teures umtauschen, dann kann man ja nichts dafuer ...) Danach haben wir noch den Intimissimi-Laden leer geraeumt (es war ja schliesslich SALE) und sind wieder zurueck zum Schiff getiegert. Auf dem Weg war Iris mit den Maedels noch in einem Supermarkt. Die Jungs und ich mussten wegen der Buggies draussen bleiben. Der war so schmal in alte Haeuser reingebaut, dass ein Schlecker einem dagegen wie ein Grossverbrauchermarkt vorkommt. Der Ausgang war dann auch um die Ecke, quasi auf der Rueckseite des Blocks. Iris meinte manchmal haette sogar sie sich nur quer gehend durch einen Gang bewegen koennen. Ich habe waehrenddessen die Bekanntschaft mit einem Uhrengeschaeftbesitzer gemacht. Ich stand mit den Jungs vor dessen Laden (gegenueber vom Supermarkt, denn da war Schatten) und er hat sich gerade von seiner Frau und seinen beiden Toechtern (7 und 11 habe ich spaeter erfahren) verabschiedet. Danach hat er mich auf meine Jungs angesprochen und gefragt ob es Zwillinge sind und so weiter. Ich habe dann noch von den beiden Maedels erzaehlt und so sind wir weiter ins Gespraech gekommen. War sehr nett. Auf jeden Fall fragt er dann irgendwann wo wir herkommen. Als ich Deutschland/Muenchen sagte, fing er sofort an in fliessendem Deutsch weiter zu sprechen und zu erzaehlen, dass er vor 30 Jahren in Augsburg studiert hat ;-) Kleine Welt! Kurz vor der Festung sind wir dann noch auf den Spielplatz gegangen, den wir schon letzte Woche aus der Ferne gesehen haben. Luca und Luis haben mal wieder die Babyschaukeln sehr genossen!!! {{ :blog:2012-07-21:img_0392.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-07-21:img_1864.jpg?300 |}} Zurueck am Boot sind wir schnell zum Strand gegangen und haben noch eine gute Stunde gebadet. Dann war wieder Mark-duscht-mit-den-Maedels-in-der-Marina-Maennerdusche angesagt (diesmal mussten wir nicht anstehen) und Iris-duscht-mit-den-Jungs-auf-dem-Schiff. Zum Abschluss des gemeinsamen Toerns haben wir dann noch mit Philipp und Florence ein Eis gegessen und ich habe die beiden dann um 18:45 hoch zum Park zum Taxistand begleitet. Danach haben wir die Jungs und die Maedels ins Bett gesteckt nach einem kurzen Honigbrot-Abendessen fuer die Damen. Die waren naemlich von gestern (da sind sie ja wegen des Dinners im Restaurant erst um 22:00 Uhr ins Bett gekommen) und dem langen Tag im Staedtchen ziemlich fertig und kurz nach 8 sind Iris und ich nochmal zum Essen ins Restaurant gegangen. Es war wieder sehr fein!