====== Tag 99 (8.9.2012) ====== Anna, Lara und ich haben heute morgen bei der Eisdiele/Konditorei von gestern Croissants und andere Leckereien zum Fruehstueck geholt. Eigentlich wollten wir ja dann gleich nach dem Fruehstueck losfahren, um uns den unterirdischen See und die Tropfsteinhoehle anzusehen, aber das hat sich bis kurz vor 11 verschoben. Unser Nachbar (ein nettes englisches Seniorenehepaar), meinte naemlich, es koennte sein, dass ihre Ankerkette unter unserer liegt. Daraufhin habe ich mich entschieden da zu bleiben, denn sie wollten ja um 10:30 Uhr ablegen. Sie waeren sogar frueher weg gewesen, wenn nicht der Italiener auf der anderen Seite von uns noch den Wasserschlauch von den Englaendern "fuer 10 Minuten" ausgeliehen haette. Das waren natuerlich italienische 10 min, also eher eine halbe Stunde. Am Schluss war es gar kein Problem, die Englaender sind ohne mit unserem Anker in die Quere zu kommen weggefahren. Aber dafuer war es um so lustiger zuzusehen, wie der mittlere der drei nebeneinander liegenden Italiener auf unserer anderen Seite abgelegt hat. Der hat naemlich die Ankerketten von beiden Nachbarn rausgezogen. Damit wusste ich aber, dass mir der Italiener neben uns nicht mehr den Anker rausreissen konnte und wir sind losmaschiert zum Taxistand. Wir haben mit einem Taxifahrer einen Pauschaldeal verhandelt (na ja, eigentlich hat er gesagt was es kostet und ich habe OK gesagt ...) und er hat uns nacheinander zu beiden Sehenswuerdigkeiten gebracht und immer auf uns gewartet. Bei dem unterirdischen See ist eigentlich schon seit ein paar tausend Jahren die Decke eingefallen, aber das macht ihn nicht unattraktiver. Wir sind einen langen Gang (Tunnel) runtergegangen und kamen unten an der Ruderbootanlegestelle raus. Dort steigt man in die Ruderkaehne und wird mit 15 anderen Gaesten ein paar Minuten auf dem See und in der anschliessenden Grotte mit einigen Stalakmiten und Stalaktiten herumgerudert. Wirklich schoen anzusehen und wundervoll kuehl (es war ja schon Mittag!). Nur die Erklaerungen des Ruderers waren etwas duerftig. Alle paar Meter hat er die jeweils aktuelle Wassertiefe angesagt und ansonsten in drei Sprachen erklaert wie alt die Tropfsteine sind, wann die Decke eingefallen ist und dass das Wasser eine Mischung aus Frischwasser und Seewasser ist. Und das immer wieder... {{ :blog:2012-08-08:dsc_4492.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4495.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4496.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4498.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4500.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4507.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4509.jpg?300 |}} Danach sind wir weiter zu der Tropfsteinhoehle gefahren. Die war sehr schoen und hat die Kinder (alle 4) sehr beeindruckt. Sie hat eine recht grosse Hauptkaverne (65x45m mit 20m Hoehe) und ein paar Nebengaenge. Leider ist sie nicht so spektakulaer beleuchtet wie die meisten anderen Tropfsteinhoehlen zum Beispiel die in der fraenkischen Schweiz. {{ :blog:2012-08-08:dsc_4511.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4512.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4513.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4515.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4516.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4518.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4519.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4521.jpg?300 |}} Um halb 1 waren wir dann wieder zurueck am Hafen von Samis und haben dort Pizza und Pasta in einem Restaurant direkt an unserer Mole gegessen. (Die Reste haben wir uns einpacken lassen und gerade zum Abendessen gegessen. Es war einfach zu heiss heute Mittag.) Danach ist Iris mit den Kindern zum Spielplatz und ich hatte eigentlich vor mit dem Taxi zu einem Holzhaendler zu fahren, den mir der Schiffsausruester gestern aufgeschrieben hat. Aber der Taxler meinte, der waere nach 14:00 Uhr sicher geschlossen. Also bin ich nur bei der Tankstelle vorbei gelaufen und habe Oel fuer den Generator geholt. Dann habe ich Iris und die Kinder auf dem Spielplatz eingeholt. Dort hatten wir (die Jungs, Iris und ich) einen ganz schoenen Durchhaenger. Die Maedels haben gespielt und Iris und die Jungs haben geschlafen und mir ist beim Lesen auf der Bank zwei mal das iPad aus der Hand gefallen. {{ :blog:2012-08-08:dsc_4525.jpg?300 |}} {{ :blog:2012-08-08:dsc_4526.jpg?300 |}} Und so sieht uebrigens eine Zikade aus. Ich habe mir so ein Ding groesser vorgestellt, bei dem Laerm, den die machen ... {{ :blog:2012-08-08:dsc_4527.jpg?300 |}} Spaeter sind wir noch bei der Eisdiele vorbei und haben danach versucht den Drachen steigen zu lassen. Den hatten wir beim deutschen Museumsshop gekauft, aber leider fliegt er trotz gutem Wind nicht besonders. Obwohl ich ihn schon mit einem Schwanz optimiert habe schmiert er immer wieder ab... Es kam Nachmittags wieder etwas mehr Wind auf, so dass ich meinen Trip zum Holzhaendler verschoben habe und lieber aufgepasst habe, dass unser Anker haelt und ihn kein anderer beim Anlegemanoever mit Seitenwind rausrupft. Dann kamen auch neue Nachbarn: Eine Oesterreichische Familie mit einer Ecker-Charteryacht und einem italienischen Skipper an Bord. Den habe ich beim ersten Anlegemanoever leider etwas verwirrt, weil ich in deutsch gerufen habe, dass er besser seinen Anker etwas nach Luv legt. Er hat nur "Anker" verstanden und dachte mit seinem Anker waere etwas, dabei war der ja noch gar nicht runtergelassen. Sie hatten beim zweiten Anlauf dann Pech, dass sie den Mooring-Anker eines kleinen Motorbootes, dass an der anderen Hafenmole lag, die ca. im 60-Grad-Winkel zu unserer steht eingefangen haben. Ich bin dann schnell ruebergerannt und auf das kleine Motorboot gesprungen um es von der Mole abzuhalten. Ich dachte natuerlich es waere ein normales Ankergeschirr, dann haette ich einfach mehr Kette/Leine rausgelassen und die von der Ecker-Yacht haetten den Anker einfach wieder ins Wasser schmeissen koennen. Ich haette ihn dann wieder festziehen und belegen koennen. Aber nein, das war ein Mooring-Geschirr. Also eine Ankerkette bis kurz hinter dem Heck vom Motorboot und dann zwei 3m lange Leinen, die mit eingespleissten Augen auf den Heckklampen eingehakt waren. Also nichts mit locker lassen und spaeter wieder neu festziehen. Der Skipper von der Ecker-Yacht musste am Schluss sogar noch ins Wasser springen um den Draggen vom Mooring-Geschirr (so ein vierzackiger Anker) aus ihrem Anker rauszubekommen. Und dann haben wir einen Festmacher von der Segelyacht um die Ankerkette gelegt und sie sind so lange rueckwaerts gefahren, bis sie den Anker hochgeholt und die Kette gespannt hatten. Danach haben sie ihn dort fallen lassen und wir hatten das Motorboot wieder ordentlich positioniert. War mal wieder interessant ;-) Und massenhaft Anlege-Karma aufgebaut habe ich, da ich ein Motorboot, dessen Besatzung nicht da war "retten" konnte. Schulterklopf!!! Nachdem Anna, Lara und ich der Ecker-Yacht noch beim anlegen neben uns geholfen haben, sind wir dann zu dritt zum Taxistand gegangen und haben uns fuer Pauschal 15 EUR zu dem Holzhaendler und zurueck mit Wartezeit fahren lassen. (Wahrscheinlich wieder komplett an der griechischen Steuer vorbei ... :-() Dort habe ich die zwei Bretter zugeschnitten bekommen, mit denen ich danach auf der Mole eine stabilere Absturzsicherung fuer die Jungs gebaut habe. Jetzt haben sie eine richtige, 50cm hohe Wand am vorderen Ende ihres Bettes. Und wir koennen sie trotzdem zusammenklappen und unter die Matratze legen, wenn Besuch kommt. Dann ist das Kopfteil halt 3 cm hoeher, soll ja gesund sein ;-). Bretterzuschnitt mit der Handkreissaege an einem Vierkantstahlrohr entlang, dass mit zwei Schraubzwingen festgeklemmt ist. Geht auch. Ob das aber so gesund ist auf Dauer ... {{ :blog:2012-08-08:img_1950.jpg?300 |}} So, und nachher kommen uns unsere neuen Nachbarn mit Skipper vielleicht noch besuchen.