Damit wir im Juli/August diesen Jahres nochmal als Familie 2 Monate auf tonttu verbringen können (bevor Anna im September in die Schule kommt), bringe ich tonttu mit ein paar Freunden erst mal bis nach Korfu.
Wie das abläuft erfährt Ihr hier wieder täglich (oder besser abendlich) in altbewährter Manier…
Und sobald wir in Griechenland sind, hat tonttu wahrscheinlich auch wieder eine Telefonnummer. Die steht dann hier.
So, heute morgen ging es los. Um halb 9 sind wir alle 6 zum Flughafen gefahren. Dort habe ich mein Riesengepäck (knapp 20kg reparierter Code0 und meine Tasche mit nochmal etwas über 12 kg sowie Rucksack mit knapp 8kg und Laptoptasche …) aufgegeben und dann gab es sehr tränenreichen Abschied.
Es ist mir sehr, sehr schwer gefallen und ich hatte sehr viel Herzklopfen und einen ganz schön flauen Magen als ich mich von meiner Familie für knapp 4 Wochen verabschieden musste
Dann ging es erst mal nach Istanbul und nach 2:45 h Wartezeit weiter nach Dalaman. Dort bin ich um 18:00 gelandet (in München war es da erst 17:00). Wir wurden dann erst mal mit einem Vorfeldbus vom domestic zum international airport rübergefahren. Das Gepäck war nämlich durchgecheckt worden und musste noch durch den Zoll.
Da habe ich natürlich geschwitzt. Aber schließlich - so gegen 18:30; mein Segel kam natürlich als Sperrgepäck als letztes raus - hatte ich trotz Durchleuchtung durch den Zoll am Ausgang meinen Code0 wieder erfolgreich in die Türkei zurück geschmuggelt die haben wohl eher nach Waffen und Drogen gesucht, nicht nach Segeln …
Draußen wartete schon der Transferfahrer. Er hat mich in 1:15 zur Marina gefahren. Er ist 24 Jahre lang bei der türkischen Luftwaffe gewesen. Allerdings nicht als Pilot sondern als Mechanikerausbilder. Etwas abgefärbt hat es aber wohl doch. Ich hätte mich zumindest nicht getraut bei einem Polizeiauto auf 2 m hinten aufzufahren (das Polizeiauto fuhr ja selber schon 10km/h zu schnell) und es dann auch noch trotz Überholverbot zu überholen.
Aber sonst war die Fahrt ganz nett bei 27 Grad Aussentemperatur und einem schönen Sonnenuntergang gegen 20:00 Uhr war das ein schönes Willkommen.
Ein Marinero hat mir dann noch geholfen meine Taschen die 5m Leiter hoch an Deck zu bringen (tonttu kommt ja erst morgen ins Wasser - laut Plan) und ich habe dann erst mal kurz nach dem Rechten gesehen. Soweit ist alles in Ordnung, nur in der Bilge (Zentralbilge, nicht Motorbilge) ist relativ viel Wasser (ca. 5 cm hoch, natürlich nicht salzig ). Dem werde ich morgen nachgehen.
Ich habe dann in dem Marinarestaurant gegessen und bin danach in die Bibliothek über der Bar zum surfen, facetimen und bloggen. Da gibt es nämlich ein WLAN.
So und jetzt geht es zurück aufs Schiff: Bett machen und dann noch ein Sundowner (irgendwo geht sie ja gerade unter) im Cockpit hoch oben
Und hier noch ein dickes Gute-Nacht-Bussi für meine 5 Schätze zu Hause!!!
Tja, jetzt habe ich den ganzen Tag „Guter Hoffnung“ auf dem Schiff verbracht und mich immer nur kurz zum Klo oder zu einer sonstigen Erledigung weggetraut, damit ich ja nicht den Augenblick verpasse, wenn es mit dem zu Wasser lassen der Schiffe vor mir losgeht. Und endlich, gegen 17:30 Uhr haben sie in unserer Ecke angefangen. Ich habe also schon Hoffnungen gehegt, dass ich tonttu noch bei Licht zum Liegeplatz fahren, kann, aber das war nichts.
Kurz vor 8 wurde es dann nämliche wieder ziemlich ruhig in unserer Ecke und der Eigner des Schiffes vor mir hat dann rausgefunden, dass die Kranleute Feierabend gemacht haben
Jetzt hoffen wir alle, dass es morgen früh gleich bei uns weiter geht. Vor mir steht noch einer (Amerikaner, mit 44 Fuss Schiff; steht auch mit Holzbalken aufgepallt, und muss deshalb auch mit dem Travellift weggefahren werden). Daneben und neben mir stehen zwei kleinere Schiffe, die auch noch vor mir weg müssen, sonst kommt der Travellift nicht bis zu tonttu ran. Das kann also auch morgen noch ein wenig dauern.
tonttu aufgepallt:
Es ist ziemlich weit da hinauf an Bord …
Wenigstens habe ich es geschafft heute die Crewliste anpassen zu lassen (Iris und die Kinder und meine Eltern runter und Frank und Stefan drauf). Dann können wir am Donnerstag erst mal nur nach Bozburun fahren und dort ausklarieren am Freitag morgen und nach Symi rüber fahren (das ist dann schon Griechenland).
Noch ziemlich voll hinter uns:
Aber es ist ganz nett da runter zu schauen wie die Leute rumwuseln…
Heute um kurz vor 12 war es endlich so weit und der Travellift (ein 70 Tonnen Portalkran) kam und tonttu wurde in die Schlingen gehängt. Dann kamen erst mal die ganzen Stützbalken weg und ich habe mit einem von TMS (der Servicefirma die den Unterwasseranstrich gemacht hat) die noch nicht mit Antifouling behandelten Stellen abgeschliffen und eine erste Schicht Antifouling drauf getan.
Gleich geht es los …
Da kommt der Kran (auch „Travellift“ genannt):
Dann fuhr tonttu im Kran hängend einmal quer durch die Marina zum Kranbecken und dort haben wir dann die zweite Schicht gemalt. Dann kam der grosse Moment und tonttu wurde über das Becken gefahren und abgelassen. Als er schon fast alleine schwamm bin ich runter gegangen und habe geschaut ob alles dicht ist und das Motor-Kühlwasser-Ansaug-Seeventil aufgemacht.
Alles war offensichtlich dicht, tonttu wurde ganz abgelassen (Fender und leinen wRen schon draussen), der Kran fuhr weg und ich konnte den Motor anlassen. Auch das ging ohne Probleme. Danach kam noch der Bug- und Heckstrahlruder Test und auch der wurde erfolgreich bewältigt. Ich konnte mein Glück kaum fassen.
Dann bin ich rausgefahren und habe mir zu meinem neuen Liegeplatz einweisen lassen. Leider ist dann beim anlegen das Bugstrahlruder nicht mehr ausgefahren. Ging aber auch so…
Ist wohl wieder zu viel Widerstand wie damals in Loutra auf Kythnos. Da muss ich dann morgen runter tauchen, wenn Stefan da ist.
Ich habe dann noch etwas weiter geputzt und innen aufgeräumt und bin dann kurz in den Pool gehüpft und habe dann den Mietwagen übernommen um 15:00 vor dem Marinabüro.
Die zwei Herren von der Riocca (das Motorboot lag letzten Herbst neben uns und kommt morgen ins Wasser und sie fahren auch zum Kanal von Korinth) habe ich dann mit in die Stadt genommen und habe dort im Transas einen Großeinkauf gemacht. Es hat etwas gedauert bis ich das alles zum Bravo-Steg (das ist leider der alleräußerste) geschleppt hatte.
Und jetzt werde ich noch kurz duschen (ist nötig, hier hatte es heute wieder fast 30 Grad!) und dann auf Stefan warten, der kurz vor 20:00 ankommen sollte. Wir fahren dann nach Marmaris zum Abendessen.
Bilder lade ich dann evtl. erst morgen hoch. Habe den Laptop nicht mit hierher zum Marinaoffice geschleppt.
So, heute Vormittag haben Stefan und ich viel Wasser gelassen (in Form von Transpiration, natürlich). Es war eine grosse Viecherei das Segel aus dem Salon (und Achterkajüte) mit einem kurzen Abstecher in Salon und Vorschiffkajüte an Deck zu wuchten.
Danach haben wir erst mal alle Schoten und sonstiegen entfernten Leinen wieder eingefädelt und den Fockschot-Traveller montiert. Dann noch das Grossegel hochgezogen und die Lazyjacks montiert und die Leinen eingefädelt und justiert. Und am Schluss noch die Fock in die Rollanlage hochgezogen.
Und das ganze bei einer Bullenhitze. Stefan geht es dementsprechend heute Abend auch nicht so besonders gut. Er hat sich wohl einen leichten Sonnestich eingefangen.
Wir haben dann noch ein wenig weiter geräumt und sind dann nach einer Kontrolle des Bugstrahlruders (es ist wieder ausgefahren - ich muss dann wohl wirklich die Abschaltsensorik etwas gröber einstellen) vor zum duschen und mit dem Mietwagen zum abgeben nach Marmaris reingefahren.
Dort haben wir uns als verspätetes Mittagessen einen Iskender Kebab gegönnt im Sukh und wollten dann eigentlich auf die Fähre um 17:00 von der Marina warten. Aber es war immer noch so heiss, dass wir uns doch für ein Taxi entschieden haben. Das war ein Fehler, denn es war s..teuer. Dafür hätten wir uns noch eine gemütliche Dreiviertelstunde unter den Sonnenschirm einer Bar setzen und etwas kühles geniessen können.
Dafür waren wir früher zurück und sind dann an den Pool gegangen und haben uns im Schatten auf einen Liegestuhl gelegt.
Gegen 18:30 waren wir dann wieder auf dem Schiff, haben noch etwas geräumt und ich bin dann vor zum Eingang gelaufen um Frank zu empfangen. Inzwischen weht es auch etwas stärker (so gegen 20 kn aus NNW), so dass es angenehm kühl ist.
Wir waren noch alle zusammen im Marinarestaurant essen und jetzt ist internetten angesagt
Morgen früh geht es los in Richtung Bozburun und danach weiter auf die griechischen Inseln.
Yihaaa, wir sind losgefahren. Heute morgen nach dem Frühstück ging es los aus der Marina in Marmaris. Wie immer haben die Marineros etwas geschlafen. Ich habe zwei mal per Funk gerufen, dass wir losfahren (und keine Hilfe brauchen) und wir die Exit-Papiere gerne an der Marinaausfahrt übergeben würden. Aber es hat keiner reagiert. Erst als wir fast am Ausgang waren, hat sich eine etwas verpennte Stimme gemeldet und er kam dann kurze Zeit später mit dem Dinghi zu uns rüber gefahren für die Papiere. Dabei war es doch schon 8 Uhr
Wir sind dann unter Motor aus der Bucht von Marmaris raus gefahren (es hatte zwischen 1.7 und 2.6 Knoten Wind; also gar keinen) und erst kurz vor 12:00 Uhr kam an der Südküste etwas Wind auf. Wir haben noch kurz einen Salat zum Mittag gegessen und danach die Segel gesetzt. Es ging dann mit 11 kn Wind und knapp über 7 kn Fahrt (auf Amwind-Kurs) weiter nach Westen. Aber an der Südwestspitze, als wir nach Norden abgedreht haben um in Richtung Bozburun zu kommen, ist der Wind wieder eingeschlafen.
Wir haben die Strecke bis Bozburun dann wieder unter Motor bewältigt. Immerhin waren wir damit um halb 4 in Bozburun im Hafen und hatten die ersten 38 Seemeilen hinter uns.
Wir sind dann erst mal losgestiefelt und haben am Automaten nochmal türkische Lira geholt (um die Hafengebühr zu bezahlen) und sind dann zum Zoll/Hafenpolizei um evtl. schon für morgen auszuklarieren.
Leider war das nicht möglich, wir müssen also morgen früh nochmal los. Aber vor dem Zollgebäude hat uns „Sascha“ abgefangen. Der „Animateur“ vom Restaurant Bozburun, in dem wir mit den Kindern schon letztes Jahr sehr gut gegessen haben. Er hat uns eine Runde Tee spendiert und uns zum Abendessen „eingeladen“.
Wir sind dann noch ein paar Dinge einkaufen gegangen und Frank und ich sind noch am Strand schwimmen gewesen. Es war erstaunlich warm. Zumindest die obersten 40cm. Da waren es geschätzt 22 Grad und darunter dann 18. Also im Durchschnitt 20 Grad Wassertemperatur
Danach haben wir alle gemütlich an Bord geduscht und Stefan und Frank haben mich mit dem Bootsmannsstuhl in den Mast gezogen, damit ich nach der Fallrolle für den Code0 sehen konnte. Leider ist die wirklich komplett im Eimer. Da dreht sich gar nichts mehr. Mal sehen, was ich da machen kann.
Jetzt haben wir sehr gut und ausgiebig geschlemmt: Grosse Vorspeisenplatte und danach noch warme Vorspeisen und als Hauptgang einen Anatolischen Feuertopf. Und ein Nachtisch wurde uns auch noch angedroht!