Logbuch des Überführungstörns vom Mai 2013
Damit wir im Juli/August diesen Jahres nochmal als Familie 2 Monate auf tonttu verbringen können (bevor Anna im September in die Schule kommt), bringe ich tonttu mit ein paar Freunden erst mal bis nach Korfu.
Wie das abläuft erfährt Ihr hier wieder täglich (oder besser abendlich) in altbewährter Manier…
Und sobald wir in Griechenland sind, hat tonttu wahrscheinlich auch wieder eine Telefonnummer. Die steht dann hier.
Code Zero, es wird ernst... - Was sich im Wasser so alles tümmelt..
Nachdem Jörg und ich (Peer) gestern feststellen mussten, dass die Griechen in einen Rum Cola sogar Alkohol reinmixen, kann ich erst ab 8.30 Uhr wahrheitsgemäss berichten. Heute musste keiner vom Klo direkt in einen Einsatz, ausser Jörg, der wurde zum Bootschrubben abkommandiert.
Parallel zum Frühstück haben Jörg und ich dann noch den Frischwassertank aufgefüllt.
Natürlich den vorderen.. hat ja keiner gesagt, den Wasssertank ganz vorne.
Immerhin haben wir es geschafft, nicht den Dieseltank mit Frischwasser zu befüllen ))
Anschliessend gingen Birgit und Harald noch Ihren Cappucino trinken und ich ein paar Fischer im Hafen zu fotografieren. Um 10.00 Uhr ging es dann mit Leinen los auf die heutige Etappe. 38 Seemeilen lagen vor uns mit Ziel Lakka auf Paxos.
Aber diesmal nicht zum Spass, sondern unser Captain rief den Code Zero aus. Was hiess Birgit ans Steuer und die Jungs an die Segellast. Code Zero ist der Name des etwas grösseren Vorsegels. Pünktlich als wir fertig waren, nahm sich der Wind dann eine Pause. Aber wenigstens sind wir jetzt für den Ernstfall seetauglich.
Ich hab mich vorn aufs Deck gelegt und wurde zum Mittagessen geweckt. Sensationellen griechischen Salat, Pasta mit Auberginen und Pesto sowie frisches Brot.
Vielleicht kann die Crew bessser kochen als Segeln. Nein, dass Leben kann so schön sein und es wurde noch viel besser mit Ankerpause in der Smaragdbucht. Türkises glasklares Wasser mit perfekter Sonneneinstrahlung und einem weissen Kieselstrand.
Nach 2 Stunden gings dann wieder los. Chillen unterm Sonnensegel und dann kam was des Captains Statistik widerspricht „eine Flosse“ und noch noch eine und noch eine und noch eine. Statistisch gesehen sieht Mark nur jede 2. Törnwoche Delphine, aber nicht mit mir. Delphine hab ich schliesslich gebucht.
Mark hat sofort reagiert und das Ruder rumgerissen und die Verfolgung aufgenommen. 3 Minuten später war es soweit 7-8 Delphine begleiteten unseren Tonttu, tauchten ab, kreuzten unter unserem Bug. einfach phantastisch. Wenn's nach Jörg und mir gegangen wär, wären wir jetzt noch mit ihnen auf grosser Fahrt.
Um 18.30 haben wir Anker geworfen auf Paxos. Kurze Schwimm - und Duschaktion und ab ging^s mit dem Dinghi in Aki^s Bar, das erste Lokal am Platz. Wir sollten uns morgen noch das Rezept für Hähnchen Avokado in Trüffelsahnesosse besorgen. Nach einer kurzen Ortspromenade sitzen wir jetzt alle wieder auf unserem Schiff und geniessen den Abend. Gute Nacht.
Wilson!!!
Aufwachen in einer der schönsten Buchten der Ionischen Inseln: Lakka auf Paxos. Was will der Mensch mehr? Vielleicht etwas später aufwachen?
Wir haben erst mal gemütlich gefrühstückt und uns dann der logistischen Aufgaben gewidmet: Eine Abordnung der tonttu-Crew - bestehend aus Birgit, Harald und Peer - hat sich das Dinghi geschnappt und sind mit dem Müll an Land gefahren und mit etwas Proviant wieder zurück gekehrt.
Jörg und ich haben uns zwar gefragt, was sie da noch so alles gemacht haben (es hat ziemlich lange gedauert), aber ich wusste ja, dass der Müllabladeplatz weit weg ist und wir haben die Ruhe auch genossen.
Danach ist Peer an Land geschwommen und hat Wilson gerettet. Wilson ist ein furchtbar bunter Beach-Volleyball, der uns von Land aus fröhlich angelächelt hat. Er war wohl recht einsam und hat sich ohne Sand ziemlich nutzlos und verstossen gefühlt. Jetzt haben wir ein sechstes Crewmitglied an Bord.
Nach gründlicher Untersuchung haben wir festgestellt, dass er griechischer Herkunft ist und in auf Wylsonos Kostas umgetauft.
Danach haben wir den Anker hochgezogen und bei der Ausfahrt hat der beste Skipper der Welt noch dafür gesorgt, dass wir nochmals kurz Delphine gesehen haben. Peer hat sie aber gleich mit Pfiffen vom Vorschiff verscheucht… (Peer entschuldigt sich gerade damit, dass die einen anderen Pfeifdialekt hatten als die von gestern; das waren wohl „touristische Fremdarbeiter“ )
Da ca. 10 kn Wind aus ESE (für Laien: Ost-Süd-Ost) war, konnten wir die Fock rausrollen und gemütlich in Richtung der Südspitze von Corfu segeln. Nach ein paar Stunden sind wir dann an der Nordostecke des Südzipfels von Corfu angekommen und haben das Segel wieder eingerollt, weil wir ja nur noch ca. 3 nm nach Westen in die Nähe vom Ort Petriti wollten. Da haben wir schon letztes Jahr ein paar mal gemütlich geankert im Flachwasser.
Vor Anker sind dann erst mal „fast“ alle Schwimmen gegangen. Birgit hat eine Entschuldigung: Nicht dass sie ernsthaft krank wäre, aber der bayerische Krimi, den sie Jörg (er war erst halb fertig damit) entwendet hat, ist einfach zu spannend
Wir haben also einen ruhigen und gemütlichen Tag verbracht und sind froh, dass wir Corfu, unser Ziel so pünktlich erreicht haben. So können wir morgen nach Corfu Stadt fahren (ich habe beim Segelclub unterhalb der Festung einen Liegeplatz für eine Nacht reserviert) und auch die Stadt noch etwas besichtigen.
Harald war ungezogen
Jetzt ist die Sonne im dunstigen Himmel kurz vor dem Untergehen. Sieht fast wie der Mond aus!
Gute Nacht Wylsonos …
tonttu hat ja doch zwei Segel ...
Nach einem gemütlichen Rührei mit Speck Frühstück haben wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg Richtung Corfu Stadt gemacht. Zum Glück kam am Morgen etwas Wind auf, so konnten wir Segel setzen und bei 7 kn Wind aus N nach Corfu Stadt aufkreuzen.
Peer konnte es sich nicht nehmen lassen erstaunt zu verkünden: „tonttu hat ja doch zwei Segel“. Nur weil wir ein paar mal entweder nur mit der Fock oder nur mit dem Code0 gefahren sind…
Aber irgendwie hat er doch recht, denn wir hatten auf dieser Etappe leider deutlich weniger Gelegenheit zu segeln als auf der ersten Etappe. Um so schöner war es bei der letzten halbwegs annehmbaren Strecke segeln zu können. Auch wenn es nur 12 nm waren, mit der Kreuzerei haben wir es auf etwas über 17 nm gebracht und viel Spass dabei gehabt. Wir sind ja auch mit tonttu auf über 6 kn Fahrt gekommen bei 7.5 kn wahrem Wind.
Gegen halb 2 sind wir dann vor dem Hafen Mandraki des Corfu Sailing Clubs direkt unterhalb der Festung (auf der Nordseite) angekommen. Es war etwas schwierig mit dem Marinero Kontakt aufzunehmen, da die Kanal 68 verwenden. Dummerweise wird auf diesem Kanal auch von den Italienern ein Dauerwetterbericht gesendet, der je nach Wetterlage sehr gut zu verstehen ist. Also musste ich einfach dazwischen quatschen. Blieb mir ja nichts anderes übrig.
Wir haben auf jeden Fall wieder den Platz am kleinen Schwimmsteg direkt vor dem Restaurant bekommen. Das ist die einzige Stelle wo wir Heck voraus anlegen können, alles andere ist dafür zu flach.
Wir sind dann erst mal alle duschen gegangen und haben uns danach auf gemacht in die Altstadt von Corfu. In drei Grüppchen sind wir durch die Gassen gebummelt und sind uns dabei immer wieder über den Weg gelaufen.
Ich bin schon etwas früher wieder an Bord zurück gekehrt (fühlte mich nicht so fit) und habe mich ins Cockpit gelegt und gelesen.
Um acht haben wir uns dann 5 m vom Heck ins Restaurant gesetzt und hervorragend geschlemmt. Ein wirklich empfehlenswertes Restaurant. War aber noch deutlich leerer als letzten Sommer. Jetzt sitzen wir im Cockpit, schreiben Blog, trinken den Rest vom Wein auf und spielen Skat. So gemütlich
Wilsonos auf Beobachtungsposten:
„Zebi“ beim Landgang:
Jetzt sind sie alle weg :-(
Tja, heute nur ein kurzer Eintrag: Der Akku vom Laptop ist fast leer und ich will nicht schon wieder runter gehen zum aufladen…
Wir sind heute früh recht spät aufgestanden im Hafen Mandraki vom Segelclub Corfu. Das lag zum Teil auch daran, dass manche von uns erst sehr früh ins Bett gegangen sind (da war es wohl schon hell…).
Wir haben also kurz gefrühstückt mit dem Brot, dass ich gestern Abend noch im Restaurant erschnorrt habe und danach sind Birgit, Peer und Jörg nochmal nach Corfu Stadt shoppen gegangen.
Ich habe mich nochmal eine Runde aufs Ohr gehauen und danach geduscht und meinen 3-Wochen-Bart wegrasiert (ich habe dafür zwei Rasierklingen gebraucht!) und Harald hat gemütlich gelesen.
Um kurz nach halb eins haben wir dann abgelegt und sind in Richtung Marina Gouvia gefahren. Das ist nur ca. 4 nm westlich von Corfu Stadt.
Wir haben dann ausserhalb der Marina noch einen netten Ankerplatz gefunden und sind dort baden gewesen und haben Pasta mit Pesto und Restesauce zum Mittag gegessen.
Aber dann mussten wir wohl endlich rein fahren und waren um halb 4 in der Marina festgemacht. Ende des Törns
Zusammen haben wir in ca. 2 Stunden alles gepackt, den Code0 abgebaut, zwei Maschinen Bettwäsche gewaschen, die Bäder geputzt, den Boden ausgewischt, die Küche geputzt und das Deck geschrubbt. Es war ziemlich heiss. Vor allem unter Deck, als die Luken zu sein mussten um oben zu schrubben.
So haben wir uns um kurz nach 18:00 Uhr verdient gehabt zur Poolbar zu gehen, dort zu duschen und auch zu schwimmen und einen Abendsnack zu verzehren.
Um kurz nach 8 sind die vier dann leider gefahren!
Ist schon ziemlich leer hier, dass Schiff, wenn man ganz alleine da ist. Selbst „Zebi“ sucht vergeblich nach „den Jungs“ (nicht Luca und Luis, sondern Peer und Jörg!).
Aber morgen Vormittag kommen ja meine Eltern, und ich hoffe dass das Wetter doch nicht ganz so schlecht wird wie angekündigt in den nächsten Tagen (Regen und evtl. sogar 7 Bft Wind aus SW)!
ein ruhiger Tag ...
… mit viel Wind am Abend.
Heute morgen habe ich bis halb 9 ausgeschlafen und dann gemütlich (aber doch ungewohnt einsam) gefrühstückt. Um halb 10 kamen dann meine Eltern an. Sie sind über Nacht mit der Fähre aus Brindisi nach Igoumenitsa am Festland gefahren und mit einer der ersten Fähren früh von Igoumenitsa rüber nach Corfu.
Eigentlich wäre ich ja gerne mit ihnen schon heute um die Ecke in eine Bucht zum Übernachten gefahren, aber es war für heute Abend Starkwind angesagt.
Also haben wir uns erst mal eingerichtet und meine Eltern haben noch etwas entgangenen Schlaf von der Nacht nachgeholt. Ich habe währenddessen nochmal zwei Maschinen gewaschen und etwas die Navigationsunterlagen aufgeräumt. Zum lesen blieb aber auch noch genug Zeit.
Zum Mittag sind wir dann in eines der kleinen Marinarestaurants gegangen für einen griechischen Salat und andere kleine Leckereien. Davor habe ich noch schnell die Crewliste ändern lassen, damit wir evtl. doch rausfahren können.
Am Nachmittag war ich noch kurz mit meiner Mutter im Schwimmbad beim BlueCafe schwimmen und danach sind wir zum Abendessen in die Stadt gefahren mit dem Auto meiner Eltern. Wir haben uns für das Clubrestaurant im Hafen Mandraki entschieden, in dem wir ja schon vorgestern (mit tonttu, nicht mit dem Auto) waren.
Inzwischen (schon vor dem Abendessen) hat der Wind deutlich zugenommen und geht jetzt in Böen bis zu 25kn hoch. Über Nacht erwarte ich evtl. auch noch Windstärken von über 30kn (auf der Westseite von Corfu sind 7 Bft angesagt).
Falls der Wind morgen Nachmittag (wie angekündigt) nachlässt, werden wir vielleicht doch noch mit tonttu in die Bucht von Kalami fahren (ca. eine Stunde nach Norden). Ansonsten nur mit dem Dinghi an den Ankerplatz vor dem Marinaeingang wie gestern.