Ein Sommer mit "tonttu"

Logbuch des Ostertörns 2014

Auch dieses Jahr sind wir wieder mehrere Wochen mit tonttu unterwegs. Allerdings nicht in einem Stück sondern in kleineren, Schulferien gerechten Etappen.

Beginnen werden wir in den Osterferien.

Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten ;-) Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.

21.04.2014, Montag

Heute sind wir gaaanz früh aufgestanden. Iris und mein Wecker schellte um 06:15 Uhr, damit wir es einigermaßen hin bekommen, daß wir die Kinder um 07:00 Uhr im Auto haben. Das hat auch tatsächlich geklappt, obwohl Iris und ich noch sehr, sehr schlaftrunken waren.

Um 5 vor 7 habe ich den Bus hochgefahren und genau zum gleichen Zeitpunkt kam Veronica mit unserem „Leihkind“ Sol zu uns. Sol ist eine Kindergartenfreundin von Anna und Lara (im Alter genau zwischen den beiden) und sie wird den Urlaub zusammen mit uns verbringen.

Um viertel nach 7 konnten wir dann noch am Rosenheimer Platz Brezen (leider noch ohne Butter, dafür war es wohl zu früh), Croissants und für uns beide Kaffee ergattern und sind dann in Richtung Autobahn, Salzburg, Villa, Ljubljana, Zagreb und Biograd na Moru aufgebrochen. Gegen 8 haben wir noch zu Oma und Opa in der Reha in Felden am Chiemsee rübergewinkt und dann waren wir (nach einer Pinkelpause an der Grenze) auch schon in Österreich. Die Autobahn war total leer und wir sind wunderbar bis nach Slowenien (durch den Tauern-, Katschberg- und Karawankentunnel) durchgerauscht. Dort, so gegen 11 Uhr, musste ich tanken und auch die persönlichen inboard-Tanks mussten wieder entleert werden.

Eigentlich wollten wir ja noch bis nach Zagreb durchfahren und erst um halb 1 zu Mittag essen. Aber kurz vor der kroatischen Grenze hat Luca so jämmerlich gewimmert, dass er aus dem Sitz raus möchte, dass wir die Fahrt schon vorzeitig unterbrochen haben. In einem Marché haben wir dann eine grosse gemischte Gemüse-/Kartoffelgratin/Beilagennudelplatte mit einem Schnitzel und einem Rahmschnitzel und einem Salat zu siebt verputzt ;-) Also mit 5 Kindern fällt man ja doch tatsächlich noch ein wenig mehr auf als „nur“ mit 4 Bambini. Das hätte ich fast nicht für möglich gehalten.

Nach dem Mittagessen hatten wir also noch ca. 370 km und geplant etwas mehr als 3 Stunden Fahrt vor uns. Leider wurde es immer regnerischer und gab zwischendurch auch mal so richtige Wolkenbrüche. Der grösste Teil der Strecke von Karlovac nach Süden war deshalb immer wieder auf 100 oder sogar 80 km/h runterreguliert, aber es ging trotzdem problemlos weiter.

So waren wir dann tatsächlich um 16:05 in der Marina in Biograd und nach einem Gang ins Marinaklo auch kurz danach bei tonttu. Alle waren total begeistert endlich wieder tonttu hallo sagen zu dürfen. Und Anna und Lara haben sich mit schlauen Sprüchen (= Erklärungen) gegenüber Sol nicht wirklich zurückhalten können ;-)

img_3190.jpg

img_3191.jpg

img_3192.jpg

img_3194.jpg

img_3196.jpg

img_3197.jpg

Der Skipper (also ich) hat erst mal das Trittpodest rausgeholt, die Batteriehauptschalter angemacht, die Seeventile geöffnet (von den Bädern), Landstrom angeschlossen und den großen Wassertank zu füllen begonnen. Danach habe ich mit den Mädels den Bus ausgeräumt und ihn dann wieder zurück auf den Parkplatz gefahren. Zwischendurch hat es immer wieder mal gedonnert, so dass Anna schon wieder ein wenig Panik geschoben hat und ich mir Sorgen wegen der auf Deck liegenden beiden Buggies der Jungs gedanken machte.

Es hat aber gehalten und ich konnte vor dem Abendessen noch das Sprayhood (ein „Zeltdach“ über dem Eingang runter ins Schiff; dort kann man dann auch noch draußen aber trocken einiges - wie zum Beispiel die Buggies und später die drei Roller - lagern) montieren.

Gegessen haben wir dann um halb 7 im Marinarestaurant und natürlich wieder zu viel für die Kinder bestellt (zwei Kinderessen und zwei Erwachsenenvorspeisen für 5 Kinder ist einfach zu viel; aber die Geschmäcker sind halt so unterschiedlich). Egal, beim nächsten Essen gibt es einfach nur zwei Erwachsenenvorspeisen oder drei Kinderessen und zur Not wird nachbestellt. Sollen sie sich halt mal einigen. Aber unsere Nerven waren einfach schon zu durchgescheuert um noch groß „erzieherisch“ tätig zu werden :-)

Jetzt sind alle in den Betten (Luca & Luis in ihrer Steuerbordkabine achtern; Anna, Sol und Lara in der Backbordkabine achtern) und es kehr langsam Ruhe ein. Das hat natürlich deutlich länger gedauert, aber war auch nicht anders zu erwarten nach der langen Fahrt und wo doch alles so „neu“ ist!

Iris poliert noch ein wenig die Badarmaturen (keine Ahnung wieso sie das gerade jetzt noch machen will anstatt sich ein Buch in die Hand zu nehmen) und ich betätige mich mal wieder als Behelfsautor. Ich hoffe zu Eurer vollsten Freude ;-)

22.04.2014, Dienstag

Nachdem alle erst mal gemütlich ausgeschlafen haben (ich war ab viertel vor 7 wach, aber der Rest ist erst so gegen 8 Uhr aus den Federn gekrochen), haben wir im Cockpit bei strahlendem Sonnenschein gefrühstückt. Iris ist nämlich netter Weise schnell mit einem der Roller zum Konzum (eine hiesige Supermarktkette) gerollert und hat Baguette, Wurst, Joghurt, Oragensaft, Butter und natürlich NUTELLA mitgebracht. Zusammen mit den von München mitgebrachten Ostereiern (die hartgekochte und bemalte Version natürlich) und dem Käse hatten wir ein opulentes Frühstück.

Danach habe ich mit Laras und Sols Hilfe das Deck geschrubbt und den Dreck vom Winter (zumindest teilweise; da muss ich wohl Pfingsten dann doch noch mit einem Reinigungsmittel ran) weggespült. Dann haben wir noch den Rettungskragen mit Lampe und die Lifesling montiert und dann war es schon kurz nach 11. Wir mussten ja noch mehr einkaufen und sind dann doch alle zusammen (zuerst wollte Luis ja mit mir hier bleiben, hat sich dann aber kurzfristig noch umentschieden) zum „Plodine“ - einem Grosssupermarkt am Orstausgang - gefahren und haben dort zwei grosse Einkaufswägen mit Getränken, Gemüse, Früchten, Nudeln, etc. voll gemacht. Nicht alles für die kommenden Tage, sondern auch etwas mehr für den Anfang der Pfingstferien. Da kommen wir ja dann wohl auch an, wenn die Geschäfte zu sind am Pfingstwochenende.

Auf dem Hinweg zum Auto haben wir eine Grosse Motoryacht am Kran hängen gesehen. Coool!

img_3199.jpg

Iris hat uns dann wieder an Bord schnell noch Penne mit Pesto gezaubert und wir haben - wieder in der prallen Sonne - zu Mittag gegessen.

Ach, bevor ich es vergesse: Die LazyBags und das Sprayhood haben die vom Segelmacher „Argola“ am Vormittag wieder abgeholt, da sie die meisten beauftragten Arbeiten entweder gar nicht oder falsch gemacht hatten :-( Sie haben aber versprochen alles ganz schnell zu erledigen… Wir werden es sehen. Schnell ist mir ja gar nicht so wichtig. Hauptsache diesmal richtig!

Nachdem wir noch ein wenig weiter aufgeräumt, eingeräumt und geputzt haben sowie den Heckanker montiert haben sind wir um halb 4 zum Strand gerollert. Na ja, eigentlich sind nur die drei Mädels gerollert und wir beide mit den Jungs mussten laufen. Am Strand neben der Marina angekommen haben sich alle sofort auf die zwei Schaukeln, die Wippe, die Kinderwippe und die Rutsche gestürzt. Und natürlich war Luca immer sauer, dass alle genau das machen wollten, was er eigentlich für sich reserviert hatte ;-)

Nachdem sie sich dort ein wenig ausgetobt hatten, sind wir zum Wasser gegangen und die Mädels und ich haben uns in die Badesachen geworfen. Zuerst waren sie dann nur mit den Zehenspitzen im Wasser. Später aber doch bis über die Knie. Ich war ein wenig schwimmen. Meiner Meinung nach hat es ca. 17 Grad gehabt im flachen Wasser. Also eigentlich gar nicht so schlecht für die Jahreszeit. Anna war ganz am Schluss auch bis zum Hals drin und Luca bis zur Brust. Der Rest hat gekniffen ;-) Aber zumindest haben sie alle 10 min lang am Strand mit dem Kies Hafen gebaut und in der Sonne war es wirklich schön.

img_3203.jpg

img_3205.jpg

img_3208.jpg

Auf dem Rückweg zum Boot haben wir noch zugesehen, wie der grosse Portalkran eine Segelyacht aus dem Wasser gehoben hat. Sehr, sehr spannend ;-) So hing tonttu vor 5 Wochen auch am Kran!

img_3209.jpg

Wie der Kiel dann aber auch aus dem Wasser raus war, wurde klar, warum das Schiff an Land musste: Es war eine Adriatic Challenge (das ist der Vercharterer für den Jure, der sich in seiner Freizeit immer wieder mal um tonttu kümmert, arbeitet) die wohl gestern bei der Regatta von der Jure erzählt hat auf Grund gelaufen ist. Jedenfalls ist die Regatta-Kielverlängerung wohl etwas „geknickt“ und das Fieberglass/Gelcoat ziemlich abgeplatzt.

img_3210.jpg

img_3210_detail.jpg

Nachdem wir uns kurz umgezogen hatten sind wir mit dem Auto die kurze Strecke zur Uferpromenade vom Ort Biograd gefahren und waren dort essen. Am ersten Restaurant an dem wir vorbei gelaufen sind haben wir Letitia (8 Jahre) und Gerhard (Letitias Vater) gesehen, die wir schon in der Marina getroffen hatten. Wir wollten aber noch ein wenig weiter schauen, da ich eigentlich mal ein bestimmtes Restaurant weiter hinten an der Uferpromenade probieren wollte. Luca hat aber nicht aufgehört zu meckern, dass er in das erste Restaurant zurück will und da haben Iris und ich klein bei gegeben.

Schlussendlich haben wir uns zusammen mit Letitia und Gerhard an einen grossen Tisch gesetzt und uns sehr gut unterhalten. Nachher gab es noch ein gemeinsames Eis und die Mädels werden sich sicher in den nächsten Tagen noch ein paar mal verabreden.

Es war aber natürlich mal wieder nach 20 Uhr, als wir endlich auf dem Boot zurück waren. Und so ist aus unserem Vorsatz die Kinder heute etwas früher ins Bett zu stecken natürlich mal wieder nichts geworden. Vielleicht klappt es ja morgen :-)

Jetzt habe ich noch die leicht schleifende Rolle aus dem neu gekauften Block für das Code0 Fall herausgebaut und mit der kleinen Feile vom Leatherman etwas zurecht geschliffen. Jetzt passt sie und läuft ohne klemmen! Allerdings habe ich dabei festgestellt, dass die Befestigungsschrauben bei dem neuen Block auf der anderen Seite reinmontiert sind als beim alten. Damit würde die Rolle ein klein wenig weiter rausstehen. Ich habe dem Grosshändler für Selden in Deutschland geschrieben und gefragt was ich machen sollte. Von ihm kam ja auch die Anleitung für die Demontage der Rolle und das abschleifen. Mal sehen was der dazu sagt …

Es gibt halt immer was zu tun: Packen wir's an ;-)

23.04.2014, Mittwoch

Tja, heute hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eigentlich wollten wir ja nach dem Mittagessen (spätestens) in Richtung Sali auf Dugi Otok aufbrechen um dort zu übernachten. Aber um 10:00 Uhr hat es angefangen zu regnen :-(

Also habe ich erst mal die Gasflaschen auffüllen lassen bei der Gastankstelle an der Bundesstrasse und bin beim DM vorbei gefahren für ein paar wichtige Kleinigkeiten (wie z.B. den Bergkräutertee für Iris, den es aber nicht gab; sie hat dafür einen anderen Kräutertee bekommen). Währenddessen haben die anderen Müsli gefrühstückt.

Danach habe ich angefangen die Schoten einzuziehen (da waren ja noch die dünnen Sorgleinen drin) und die Blöcke (Rollen, für nicht-Segler) zu montieren. Zwischendurch kamen die Leute von Argola, dem Segelmacher, und haben die jetzt korrekt reparierte Sprayhood mitgebracht (die konnten wir gerade noch pünktlich vor dem Regen montieren) und das richtig geänderte LazyBag (das ist die Grosssegelpersenning, die man oben zuziehen kann). Super, dass es dann doch und vor allem so schnell geklappt hat.

Die Segelmacher und Jure mit seinem Chef haben sich die Klinke in die Hand gegeben (sozusagen, denn eigentlich haben wir ja gar keine richtige Türklinke) und ich konnte mit ihnen den Umbau des Smart Mooring System (im Auftrag von Hanse als Garantiefall) besprechen. Hoffentlich klappt das alles :-)

Mitten am Vormittag kam auch Letitia vorbei und die vier Damen sind dann alle mit ihren Rollen die Mole auf und ab gesaust und haben zwischendurch tote Krebse eingesammelt (wuäääähhh). Natürlich war sofort bei Letitias eintreffen kein Gedanke mehr an das Fenderputzen, das sie vorher angefangen hatten. Anna hat mich nämlich gefragt, ob sie vom Steg aus die Bordwand putzen dürfen und da habe ich sie mit viel, viel Überredungskraft darauf umgepolt stattdessen die Fender zu reinigen, die haben es nämlich deutlich nötiger.

Zum Mittagessen (unten, da es ja geregnet hat) gab es Risotto mit Karotten und Erbsen und Letitia hat mitgegessen. Danach habe ich noch das Grosssegel hochgezogen und korrekt montiert (das Unterliek war etwas verdreht von Jure eingespannt worden und die Reffleinen mussten ja auch noch angebracht werden). Danach konnte ich es wenigstens ordentlich in das LazyBag einpacken, obwohl es leider ein wenig nass geworden war. Ich hoffe wir haben in den nächsten Tagen nochmal genügend trockenes Wetter ohne zu viel Wind um das Segel richtig trocknen zu lassen.

Um halb vier sind wir dann endlich los gekommen und nach Zadar gefahren (mit dem Auto, leider). Dort haben wir zuallererst Sol die berühmte Meeresorgel gezeigt. Leider waren recht wenig Wellen, so dass sie ziemlich leise war. Aber immer wenn eine Fähre vorbei gefahren ist hat man sie sehr schön gehört.

img_3221.jpg

img_3222.jpg

img_3225.jpg

Natürlich sind wir auch nicht umhin gekommen den tollen Spielplatz hinter der Uferpromenade zu besuchen. Zum Glück hatten wir den Jungs die Matschhosen angezogen, weil die Buggies nämlich etwas feucht geworden sind am Vormittag. Damit konnten sie die Rutschen vom Wasser befreien und auch die Mädels konnten rutschen.

img_3226.jpg

img_3227.jpg

img_3228.jpg

Später waren wir noch in der Eisdiele „donat“ gleich bei der Kirche und haben hervorragende (und auch günstige) Eisbecher genossen. Das geht halt auch bei Nieselwetter. Es war aber inzwischen schon wieder etwas freundlicher und der eigentlich angekündigte stärkere Wind hat sich auch nicht wirklich blicken lassen :-(

img_3231.jpg

img_3232.jpg

img_3229.jpg

Um kurz vor 6 waren wir wieder zurück auf dem Boot. Iris hat die Organisation der Massenduschung übernommen (5 Kinder einmal gründlich mit Haare) und ich bin losgefahren in den Ort und habe Pizza geholt. Hat allen sehr gut geschmeckt. Natürlich hat jeder dann doch wieder eine andere Pizza gewollt als er eigentlich bestellt hat, aber irgendwie sind sich doch alle einig geworden… Eineinhalb Pizzen sind noch für morgen Mittag übrig!

Heute haben wir es dann tatsächlich geschafft die Kinder mal etwas früher ins Bett zu bringen. Es ist jetzt 20:30 und alle sind seit 20 min in den Betten, aber natürlich noch nicht ruhig! Aber was soll man auch anderes erwarten, wenn drei Mädels in einem Bett liegen und einer der beiden Jungs mal wieder auf der Rückfahrt von Zadar einen 30-Minuten-Power-Nap gemacht hat…

Jetzt haben Iris und ich aber endlich Feierabend. Na ja, ein paar Dinge gibt es ja noch zu erledigen…

24.04.2014, Donnerstag

Wieder eine Nacht in der die Mädels zu lange gequatscht haben. Es ist also definitiv nichts was Frauen erst mit der Pubertät lernen, das ist angeboren!

Der Schlafmangel hat sich auch heute wieder gezeigt. Unwahrscheinlich, wie oft man über die eigenen Beine stolpern oder beim Rollerfahren einen unfreiwiligen Abgang machen kann ;-) Besonders gut gefolgt haben sie natürlich dann auch nicht.

Unabhängig davon haben wir heute einen tollen Ausflug zu den Krka Wasserfällen gemacht. Leider mit dem Auto, nicht mit dem Boot. Denn es hat immer wieder geregnet und auch der stärkere Wind ist gemäss Wettervorhersage gekommen.

So haben wir uns um halb 11 in den Bus geschmissen und sind die knappe Stunde bis nach Skradin gefahren. Das ist der Ort direkt unterhalb der Wasserfälle, bei dem wir schon ein paar Mal mit tonttu waren. Diesmal halt mit dem Auto. Aber wir konnten ja trotzdem die kurze Bootsfahrt mit dem Dampferchen der Nationalparkgesellschaft fahren vom Ort bis zum Eingang des Parks.

Vorher haben die Kinder allerdings erst noch den örtlichen Spielplatz besucht und wir hatten ein sehr gutes aber nicht gerade gesundes „Fast Food“-Mittagessen. Sogar Luca durfte heute sündigen und es gab Hamburger, Würstel in der Semmel, Cevapcici und warmes Schinken-Käse-Baguette. Aber nur so konnten wir den nächsten Abfahrtstermin des Nationalparkbootes schaffen. Sonst hätten wir eine Stunde warten müssen.

Nach 15 min Fahrt waren wir dann am Anlegesteg beim Parkeingang und haben für zwei Erwachsene und ein Kind bezahlt. Es kostet erst ab 7 Jahre :-) Dafür kassieren sie inzwischen bei den Toiletten 5 kn (= Kuna, die kroatische Währung; 7,2 kn entsprechen ungefähr einem Euro) ab. Einmal für jeden Erwachsenen und die drei Mädels durften sich zusammen durchs Drehkreuz quetschen. Das ist neu, vor zwei Jahren hat es noch nichts gekostet und müsste bei 90kn Eintritt pro Erwachsenen eigentlich wirklich nicht sein.

Wir sind dann über die Brücke an den untersten Wasserfällen und die ganzen Treppen hoch bis zum Hauptaussichtspunkt. Ziemlich viele Stufen für die kleinen Beinchen der Jungs, aber sie haben es tapfer durchgestanden.

ASCII

ASCII

ASCII

Oben haben sich dann alle an die Gitterzäune gequetscht und auf die Wasserfälle runtergeschaut.

ASCII

ASCII

Eigentlich super kindersicher (senkrechte Stäbe im Abstand von ca. 15cm und das dann etwa 1,30 m hoch), aber leider überhaupt nicht schnullersicher! Luca hat wohl vor Begeisterung „Oooohh!“ gemacht und ihm ist der Schnuller durch die Gitterstäbe nach unten in das Gestrüpp gefallen. Da war natürlich nichts mehr zu machen. Ihr könnt Euch den Gesichtsausdruck unseres Zwerges sicher vorstellen. Iris hatte ja zum Glück noch einen Ersatzschnuller dabei, aber er war die nächste halbe Stunde dauernd geknickt.

Da war der Schnuller noch da…

ASCII

… und hier schon weg…

ASCII

… und hier immer noch weg, aber nicht mehr ganz so schlimm!

ASCII

Schön hier:

ASCII

ASCII

ASCII

ASCII

Gut, dass Sol ihre Gummistiefel mit Pegelmessung dabei hatte, so konnten die dem Frühjahrshochwasser geschuldeten Pfützen auch alle auf den aktuellen Wasserstand geprüft werden:

ASCII

ASCII

Es hat dann wieder zu regnen angefangen, so dass wir nicht weiter hoch gelaufen sind sondern wieder zurück zu den untersten Wasserfällen gegangen sind. Dort haben wir noch etwas Zeit gehabt, da das Boot zurück ja auch nur alle halbe Stunde fährt. Deshalb gab es noch zwei Palatschinke (die kroatische Version der Crepe) für die Kinder und zwei Cappuccino für die Iris und mich.

Um 4 waren wir dann wieder zurück in Skradin und haben die Kinder noch etwas über den Spielplatz toben lassen (es hat mal wieder kurz nicht genieselt) und sind um halb 5 wieder ins Auto für die Fahrt nach Hause (also zu tonttu) gestiegen.

img_3233.jpg

img_3235.jpg

img_3236.jpg

Wir haben dann die Reste der Pizzen (nur noch mit Gemüsebelag) warm gemacht und einen schönen Salat sowie eine frische Ananas aufgeschnitten. Damit wir die Sünden vom Mittagessen wieder etwas ausgleichen konnten. Laetitia kam eigentlich noch kurz vorbei, da sie uns bei der Ankunft gesehen hat, aber ich habe gebeten morgen wieder zu kommen, da die Mädels eigentlich keine Abend-Spiel-Verlängerung verdient haben.

Als wir sie dann eigentlich schon fast im Bett hatten - zumindest die Schlafanzüge waren schon an und die Zähne geputzt hatten sie auch schon - hat mich Lara gefragt, ob sie nochmal an Deck darf um mit ihrer Digitalkamera den Sonnenuntergang zu fotographieren. Das konnte ich ihr nicht ausschlagen, denn es sah mit den Wolken wirklich sehr schön aus. Als dann aus dem einzelnen Mädel mit Kamera im Cockpit ein veritables Fotoshooting in Schlafanzug und Gummistiefeln auf der Steinmole mit allen drei Damen wurde, ist die Sache dann wohl doch etwas ausgeartet.

img_3237.jpg

img_3238.jpg

img_3239.jpg

Aber irgendwann haben wir sie ins Bett bekommen und hatten in den letzten 20 min noch etwas mit den „Moskitos“ zu kämpfen (wir mussten sie beruhigen, weil vielleicht eine einzelne Mücke vor der kühlen Nacht Zuflucht in ihrer Kajüte gesucht hatte), aber auch diese Gefahr ist überstanden und es ist jetzt tatsächlich (verdächtig) ruhig in der Backbord-Achterkajüte. Bei den Jungs ist es auch ruhig, wenn man von Luis schnarchen absieht. Und Iris hat gerade eine Probewäsche durch die Waschmaschine gejagt und ich bin jetzt mit dem Blogbucheintrag fertig.

Also, bis morgen!

25.04.2014, Freitag

Sorry, dass es so spät geworden ist (wir haben schon halb 11), aber ich musste erst noch das Gepäck zum Auto tragen, da ich nicht bis zum Steg ranfahren konnte, weil vorne am Anfang der Mole ein Mast den Weg blockiert.

Erst mal noch einen bildlichen Nachtrag zu gestern Abend. So sieht es aus, wenn 5 Engel (endlich) schlafen:

foto_11.jpg

foto_12.jpg

Heute hatten wir Glück mit dem Wetter und konnten endlich - wenigstens eine kleine - Ausfahrt mit tonttu machen. Am Morgen kam Laetitia während wir noch gefrühstückt haben und hat geklagt, dass sie nicht mitfahren dürfe. Ihre Mutter hätte es am Telefon verboten. Ich wurde natürlich von unseren drei Mädels (und Laetitia) bekniet ihren Papa (Gerhard) nochmal zu fragen, ob sie nicht doch mit kommen könnte. Ich wollte aber niemanden „überreden“ und habe Laetitia gesagt, sie soll halt nochmal mit ihrem Papa sprechen und ihm sagen, dass er gerne auch mit kommen könne. Wir fahren um 11 Uhr ab, sagte ich ihr.

Und tatsächlich, kurz vor 11 kam dann das OK von Gerhard (er hatte sowieso nichts dagegen, aber Laetitia hat sich am Telefon vor ihrer Mutter halt „verplappert“ ;-)). So sind wir dann um kurz nach 11 Uhr losgefahren, nachdem ich am Vormittag noch einiges aufgeräumt, die Fender geschrubbt und im Rigg (= Mast mit Besegelung und allen Leinen) alles kontrolliert habe.

Luis hat fachmännisch bei den Vorbereitungen geholfen:

foto_13.jpg

Wir hatten wenig Wind und sind erst mal gemütlich unter Motor eine dreivierte Stunde nach Süden gefahren. Währenddessen haben die Mädels die Sonne auf dem Vorschiff genossen und Iris hat wunderbare Tortellini mit Schinken/Erbsen/Grüner Spargel/Sahne-Sauce gemacht. Die haben wir dann alle zusammen im Cockpit verputzt.

foto_33.jpg

foto_53.jpg

Danach wurden die Segel gesetzt unter vieler Mädels Mithilfe.

foto_42.jpg

foto_43.jpg

Die Jungs haben auch währenddessen immer wieder kontrolliert, dass uns auch niemand in die Quere kam.

foto_1.jpg

Nachdem dann der wenige Wind auch noch ganz eingeschlafen ist und wir langsam wieder zurück wollten haben wir dann die Segel geborgen (= runter gelassen) und sind unter Motor zurück Richtung Biograd gefahren. Dabei durften die 4 Mädels Ihre Beine etwas hinten über die Badeplattform baumeln lassen (unter Strenger Aufsicht von Iris und den Jungs).

foto_4.jpg

Auch das Anlegen war wieder unspektakulär (auch ohne Bug- und Heckstrahlruder; gekonnt ist halt gekonnt; aber es war ja auch nur ganz wenig Seitenwind) und so waren wir um halb 3 wieder zurück an unserem Liegeplatz.

Den Rest des Nachmittags haben die Mädels mit sich selbst verbracht und Iris und ich haben aufgeräumt und gepackt. Ab 5 war dann wieder Massenduschen angesagt (3 Mädels, 2 Jungs und 2 Erwachsene; was der Boiler doch so alles hergibt?!) und dann haben wir uns um kurz nach 6 mit Laetitia und Gerhard zum Abendessen im Marinarestaurant getroffen.

Um kurz nach 8 war dann Abschied angesagt und wir haben die Kinder ins Bett verfrachtet und weiter eingepackt und aufgeräumt. Dann kam da noch die Gepäckschleppaktion und ein paar Nachträge im Handbuch für tonttu mit Fotos, die ich heute gemacht habe. Und so wird es schnell 23:00 Uhr! Jetzt aber ins Bett, morgen muss ich die Bande ja nach Ljubljana kutschieren. Mal sehen, ob ich da noch was schreibe. Wohl eher nicht. Also geht es erst an Pfingsten weiter mit dem tonttu-Blogbuch.