Wilson!!!
Aufwachen in einer der schönsten Buchten der Ionischen Inseln: Lakka auf Paxos. Was will der Mensch mehr? Vielleicht etwas später aufwachen?
Wir haben erst mal gemütlich gefrühstückt und uns dann der logistischen Aufgaben gewidmet: Eine Abordnung der tonttu-Crew - bestehend aus Birgit, Harald und Peer - hat sich das Dinghi geschnappt und sind mit dem Müll an Land gefahren und mit etwas Proviant wieder zurück gekehrt.
Jörg und ich haben uns zwar gefragt, was sie da noch so alles gemacht haben (es hat ziemlich lange gedauert), aber ich wusste ja, dass der Müllabladeplatz weit weg ist und wir haben die Ruhe auch genossen.
Danach ist Peer an Land geschwommen und hat Wilson gerettet. Wilson ist ein furchtbar bunter Beach-Volleyball, der uns von Land aus fröhlich angelächelt hat. Er war wohl recht einsam und hat sich ohne Sand ziemlich nutzlos und verstossen gefühlt. Jetzt haben wir ein sechstes Crewmitglied an Bord.
Nach gründlicher Untersuchung haben wir festgestellt, dass er griechischer Herkunft ist und in auf Wylsonos Kostas umgetauft.
Danach haben wir den Anker hochgezogen und bei der Ausfahrt hat der beste Skipper der Welt noch dafür gesorgt, dass wir nochmals kurz Delphine gesehen haben. Peer hat sie aber gleich mit Pfiffen vom Vorschiff verscheucht… (Peer entschuldigt sich gerade damit, dass die einen anderen Pfeifdialekt hatten als die von gestern; das waren wohl „touristische Fremdarbeiter“ )
Da ca. 10 kn Wind aus ESE (für Laien: Ost-Süd-Ost) war, konnten wir die Fock rausrollen und gemütlich in Richtung der Südspitze von Corfu segeln. Nach ein paar Stunden sind wir dann an der Nordostecke des Südzipfels von Corfu angekommen und haben das Segel wieder eingerollt, weil wir ja nur noch ca. 3 nm nach Westen in die Nähe vom Ort Petriti wollten. Da haben wir schon letztes Jahr ein paar mal gemütlich geankert im Flachwasser.
Vor Anker sind dann erst mal „fast“ alle Schwimmen gegangen. Birgit hat eine Entschuldigung: Nicht dass sie ernsthaft krank wäre, aber der bayerische Krimi, den sie Jörg (er war erst halb fertig damit) entwendet hat, ist einfach zu spannend
Wir haben also einen ruhigen und gemütlichen Tag verbracht und sind froh, dass wir Corfu, unser Ziel so pünktlich erreicht haben. So können wir morgen nach Corfu Stadt fahren (ich habe beim Segelclub unterhalb der Festung einen Liegeplatz für eine Nacht reserviert) und auch die Stadt noch etwas besichtigen.
Harald war ungezogen
Jetzt ist die Sonne im dunstigen Himmel kurz vor dem Untergehen. Sieht fast wie der Mond aus!
Gute Nacht Wylsonos …
Comments
Hallo Holger,
es hat zumindest keiner gerufen. Und wenn er wirklich „Schiffbrüchiger“ ist, dann braucht er nur einmal um die Bucht zu gehen und kann in Aki's Restaurant schlemmen gehen
Grüsse aus Corfu
Habt Ihr nicht noch nachgeschaut, ob in der Bucht ein Schiffbrüchiger hungert? Jetzt habt Ihr ihm auch noch das Spielzeug Wylsonos Kostas, aka Wylson entwendet. Mit Euch Hobbyseglern hat man als Verschollener echt kein einfaches Los…