Tag 98 (7.8.2012)
Also mit dem angekuendigten Wind war wirklich nichts. Bis morgen kam kein nennenswerter Wind auf, und schon gar nicht aus WNW… Aber das ist ja auch gut so.
Wir haben den morgen noch in der Bucht von Polis genossen und Iris hat mit den Maedels versucht den Schildern mit der Aufschrift „Archaeological Site“ auf den Grund zu gehen. Erst sind sie etwas in die Irre gefuehrt worden, aber dann hat sich die vermeintliche „Ausgrabung“ als kleiner Felsspalt entpuppt, in dem irgendein Gefaehrte oder Zeitgenosse von Odysseus gehaust haben muss als Eremit oder so aehnlich. Nicht wirklich spektakulaer und auch noch mit einem schaebigen Drahtnetz abgesperrt.
Iris und die Maedels beim Landgang, oder besser gesagt beim „Landschwimm“:
Aber zumindest haben so alle drei noch einmal an Land schwimmen und baden koennen. Lara hatte sich zuerst nicht getraut, also sind Iris und Anna erst mal alleine rueber. Dann sass aber Lara die ganze Zeit hinten oberhalb der Badeplattform und hat nach der Mama geweint, so dass die danach nochmal mit beiden wenigstens rueber geschwommen ist und ein wenig den Berg hochgelaufen ist.
Da war Lara noch happy, mit Papa und den Jungs alleine zu sein und hat mit Luis quatsch gemacht:
Kurz vor 12 (mal wieder) sind wir dann losgekommen. Nach 10 min (also gerade aus der Bucht raus) habe ich die Fock (das kleinere Vorsegel) ausgerollt, da wir ca. 7kn Wind von Stb-Raumschot (also rechts hinten) hatten. So sind wir mit ca. 2,5kn dahingeschlichen. Das hat mir dann auch nicht so ganz gepasst, also habe ich den Code0 vorbereitet und dann mit Iris Hilfe ausgerollt (nachdem wir natuerlich die Fock eingerollt hatten). Das gab dann schon passablere 3.5kn. Spaeter hat der Wind dann noch auf 10 bis 12kn zugenommen und wir waren gegen halb 3 direkt noerdlich von Samis auf Kefallonia, unserem geplanten Ziel.
Wir haben dann im Hafen gerade noch einen Platz gefunden relativ hinten am Yachtsteg. Da war dann schon nicht mehr so tief und (zum Glueck habe ich das noch rechtzeitig gesehen) ein Betonvorsprung hat die ersten 70 cm vor der Mole nochmal 50 cm flacher gemacht. So sind wir jetzt relativ weit weg von der Mole, aber mit heruntergeklappter Badeplattform und der 2m-Gangway von dort aus reicht es gerade bis auf die Mole
Es gab dann noch etwas mehr Wind, so dass ich erst nicht gleich vom Schiff wollte sondern erst mal sehen ob der Anker auch gut haelt und wir nicht zu weit nach hinten gedrueckt werden durch den Wind von schraeg vorne. Hat aber alles gestimmt. So konnte ich noch einigen anderen Seglern bei schlechteren Anlegemanoevern als meinem zusehen. Das meinige war naemlich nicht so toll, da ich feststellen musste, dass ich mit schon heruntergelassenem (aber nicht ziehendem) Anker und Seitenwind nicht mit Bug- und Heckstrahlruder gegen den Wind nach Luv (also zum Wind hin) gekommen bin. Da hat nur herzhaft rueckwaerts Anlauf nehmen (mit der rausgelassenen Kette) geholfen um zwischen die anderen Boote in die Luecke zu kommen.
Der erste Bug, den man von der Seite sieht, dass ist tonttu:
Spaeter sind wir dann noch zur naechsten und scheinbar besten Eisdiele gegangen, um die Temperaturzufuhr bei den zu dem Zeitpunkt herrschenden 36 Grad Celsius zu kompensieren und ich bin danach noch mit Anna und Luis (der im Buggy) nach einem Reisebuero suchen gegangen, da wir wissen wollten wie wir morgen zu dem unterirdischen See und den Tropfsteinhoehlen kommen. Das einfachste scheint wohl ein Taxi zu sein. Na ja, wir brauchen dann vielleicht zwei
Ich habe noch einen Briefkasten (fuer Annas Karte an den Kindergarten) gefunden und einen Schiffsausruester. Der konnte mir dann noch die Adresse eines Holzhaendlers etwa 5km ausserhalb aufschreiben. Zu dem werde ich morgen vielleicht fahren um zwei Bretter zuschneiden zu lassen aus denen wir eine massivere Absperrung fuer Luca und Luis Koje bauen. Das mit dem Segeltuch und der Leine reicht nicht. Da haengen die beiden Rabauken sich voll drauf und so stark kann man das gar nicht spannen, dass es wirklich reichen wuerde
Nach dem Abendessen (Gemueselasagne; es waere sonst einiges bei der Hitze schlecht geworden) sind Lara, Anna und ich noch auf einen Spaziergang gegangen. Denn seit ungefaehr zwei Stunden wird auf einer Buehne an der Promenade aufgebaut und geprobt. Aber die Band hat immer noch nicht angefangen.
Also sind wir zu unseren Nachbarn von Fiskardo gegangen (Hilde und Hans auf ihrer Sunbeam) und wurden auf einen Drink (Anna und Lara wollten Mineralwasser mit Hollersirup und ich habe mich angeschlossen; eine gute Wahl, war sehr lecker) eingeladen worden und haben uns etwas unterhalten. Hoffentlich kommen die beiden morgen auf einen Gegenbesuch zu uns.
Auf der Aussenseite der Mole haben inzwischen noch ein paar grosse Motoryachten laengsseits angelegt. Und jetzt gerade hat die Band aufgedreht. Mal sehen, ob die Qualitaet mit der Lautstaerke mitkommt. Ein richtiges Schlagzeug haben sie jedenfalls nicht, sondern nur so pads die mit der Hand geschlagen werden. Und genauso unpraezise hoert es sich an ;-(