Tag 20 (21.5.2012)
Heute war ein geplanter Hafentag. Nachdem es ja um ca. 05:00 Uhr angefangen hat zu blasen (erst, bis ca. 09:30 mit 15kn und 22kn in den Boeen; danach mit bis zu 25kn und ca. 36kn in den Boeen) haben wir uns etwas eingeigelt. Gut das lag zum Teil wieder daran, dass ich uns ziemlich weit weg von der Mole gezogen habe, da hier direkt dran nicht allzu viel Wassertiefe ist. Man wird ja vorsichtig bezueglich des tiefen Ruderblattes…
Also haben wir mal wieder Waesche gewaschen (zwei Maschinen), denn Wasser haben wir noch genug und das Stromkabel ist ja lang genug, auch wenn die Gangway nicht mehr reicht. Nach dem Fruehstueck habe ich dann etwas zu basteln angefangen. Es hoert nicht auf…
Den Schutz fuer den SMS-Joystick neu und definitiv montiert. Es handelt sich um eine nie genutzte Edelstahlmaststufe von meinem Schwiegervater, die zufaellig ziemlich gut passt. Nur fuer eines der drei Fuesschen musste ich eine kleine, schraege und unten ausgehoehlte Konsole aus Holzresten „schnitzen“, um die Woelbung des Decks auszugleichen.
Dabei habe ich dann festgestellt, dass das Sikaflex, welches ich ueber Amazon gekauft hatte nicht weiss ist, so wie beschrieben und beschriftet, sondern schwarz. Das konnte ich natuerlich nicht verwenden. Aber unser netter Nachbar hat mir mit seinem ausgeholfen, damit ich die schon gebohrten Loecher nicht offen lassen musste.
Beim Mittagessen (Penne mit Zitronensauce; an sich fein, nur mussten wir feststellen, dass hier die Sahne manchmal schon gesuesst ist) habe ich dann auf der Amazon Web-Site nachgesehen, ob ich den Kauf irgendwie Rueckabwickeln kann bzw. ob ich auch aus Kroatien kostenfrei zuruecksenden darf. Das geht natuerlich nicht, aber ich war hartnaeckig und habe (zum ersten mal) einen Live-Chat angefangen mit der Amazon-Helpline. Das klappt wunderbar und die nette Dame hat sich sehr entschuldigt, nachdem ich ihr mitgeteilt habe, dass ich sogar schon Fotos gemacht habe von dem falschen (Farbe weiss) Label, welches der Haendler ueber das Originallabel (Farbe schwarz) von Sika selbe geklebt hat.
Ich habe ihr mein Lokalitaetsproblem erklaert und angeboten, dass ich die Kartusche erst in zwei Wochen mit nach Muenchen transportieren und von dort versenden lassen kann. Und siehe da, nach einigen geschickten kleinen Anmerkungen meinerseits („Die Kartusche ist ja bereits geoeffnet, ich bin mir nicht sicher ob die bis dahin nicht eingetrocknet ist.“ und „Wenn es nur um die 'Beweissicherung' geht, kann ich auch die Fotos schicken von den falschen und ueberklebten Aufklebern, die ich bereits gemacht habe.“) hat sie dann angeboten mir einfach nur das Geld gutzuschreiben und ich brauche nichts zurueck zu schicken
Am Nachmittag hat der Wind dann so langsam abgeflaut (war ja dank NOAA und seinen GRIB-Daten ueber zyGrib empfangen auch so angekuendigt) und ich habe unser Dinghi wieder von der Mole (am Laternenpfahl festgebunden) ins Wasser gesetzt und den Aussenborder wieder montiert.
So konnten wir einmal ueber die Bucht fahren zum kleinen Mini-Market und unsere Vorraete wieder auffuellen. Bei mir waren die Maedels und Luis und Luca ist mit Iris im Buggy aussen rum gelaufen. Es sah herrlich aus, wie Luis dann mit der Schwimmweste mitten im Mini-Market am Boden sass und begeistert alles um sich herum gemustert hat, waehrend ich mit den Maedels die Einkaufsliste abgearbeitet habe.
Wir waren dann auch fast fertig, als Iris mit Luca ankam. Auf dem Rueckweg musste Luca dann in den Baby-Bjoern und Luis durfte in den Buggy, denn die Lebensmittel (drei Tueten und meine Rucksack sowie zwei Six-Packs Wasser) mussten ja auch mit an Bord. Natuerlich hat es dann auf der Rueckfahrt heftigst zu regnen angefangen. Aber es war ja Suesswasser
Spaeter habe ich dann noch den Wirbel an die Ankerkette gemacht, damit wir den Anker leichter in die richtige Position bekommen um ihn ganz hoch zu ziehen ueber die Rolle und die Positionen fuer die kleinen Augen (kleine Metallbuegel oder Metallringe heissen Auge bei den Bootsbauern) fuer die untere Befestigung der Relingsnetze habe ich markiert. Und zu guter letzt haben wir die Staubauffangschale unter dem kleinen Holzdeckelchen im Boden vor dem Esstisch festgeschraubt. Denn Luca und Luis finden das ganz toll die beide hochzuheben und dann etwas kleines aber wichtiges dort hinunterzuschmeissen. Genauso habe ich mit zwei Leisten die Schlitze unter der Kuechenzeile zu gemacht…
Und jetzt hat auch der Regen aufgehoert und der Wind ist komplett eingeschlafen. Es gibt sogar schon „blauen Himmel“ auf der einen Seite.
Morgen geht es dann weiter wieder in die kleineren Inseln auf dem Weg nach Zadar.