Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 85 (25.7.2012)

So, heute sage ich nicht was wir gegessen haben bzw. rede nur vom Essen. Meine Oma meinte gestern am Telefon ich wuerde ja von kaum was anderem berichten…

Das hat aber auch einen Grund, denn in den letzten Tagen haben wir ja keine neuen Orte besucht und besonders weite Strecken sind wir auch nicht gefahren.

Heute bin ich also mal wieder etwas frueher aufgestanden (ja, so kennt Ihr mich ja eigentlich nicht) und habe um 05:50 den Anker hochgeholt und (gerade noch dran gedacht die Lichter anzuschalten) bin losgefahren in Richtung Sueden.

Es war noch nicht klar, ob wir gleich bis Preveza durchfahren (eher unwahrscheinlich, da ueber 40 sm) oder am Festland (Parga, Ormos Achilles, …) oder auf Paxos/Antipaxos stoppen. Da es aber (unter Motor, weil mal wieder kein Wind am Vormittag) schnell voran ging haben wir uns doch entschieden in Parga Mittags einen Zwischenstopp zu machen (nicht nur zum Essen ;-)).

Wir haben dort in der Westbucht um kurz vor 10 den Anker geschmissen und sind dann mit dem Dinghi zum Strand uebergesetzt. Das haben wir dort mit den ganzen Badesachen liegen gelassen und sind mit Baby Bjoern fuer Luca, Buggy fuer Luis und zwei Rucksaecken (einen mit dem Essen fuer die Jungs; schon wieder dieses Wort und einen mit der Kamera und ansonsten leer fuer Einkaeufe) losgetiegert.

Wer Parga kennt, weiss was wir da angestellt haben. Parga liegt auf dem Ruecken einer Halbinsel deren Spitze von der Venezianischen Festung belegt wird. Ich habe also Luca vor dem Bauch, den halbleeren Rucksack auf dem Ruecken den Buggy mit Luis drin eine steile - sehr steile - Gasse hoch geschoben und drueben auf der anderen Seite wieder (diesmal mit Stufen) runter. Dann waren wir im Ortskern bzw. der „Hafenpromenade“. Dort haben wir … nein ich sage es nicht; kalt und lecker war es!

Dann ging es wieder zurueck den Huegel hinauf (wir haben uns aber einen Weg ohne Stufen sagen lassen) und oben in einen kleinen Minimarket um Gemuese und andere Kleinigkeiten zu kaufen und drueben halb wieder hinunter um Mittag zu …

Von der Terasse aus hatten wir einen super Blick auf tonttu und einen Spielplatz gab es auch!

Das Beste war aber auf der Speisekarte zu lesen! Seht mal, wie man Gebackene Auberginen auf englisch verhunzen kann. Ob da die australischen Ureinwohner einverstanden sind?

Unten am Strand haben wir die Badesachen aus dem Dinghi geholt und eine knappe Stunde geplanscht. Es war fast schon Sand, so fein war der Kiesel. Der hat sich dafuer aber auch ueberall festgesetzt…

Da inzwischen Wind aufgekommen war (nicht zu knapp mit etwa 17kn) und die ganzen Taxi- und Wasserskiboote auch ziemlich Wellen erzeugt haben, sind wir auf der Rueckfahrt mit dem Dinghi etwas nass geworden und ich war froh, als ich alles Geruetsch und den Motor wieder sicher an Bord hatte und das Dinghi wenigstens hinten hochgezogen war.

Danach haben wir den Anker gelichtet und sind nach Suedosten die Kueste weiter gefahren. Wir sind dann nich in eine der Buchten aus dem Hafenhandbuch sondern gleich in die naechste nach Parga und haben dort einen recht guten Ankerplatz gefunden auf etwas ueber 7 m Wassertiefe und mit Sandboden. Denn ab heute Nacht soll der Wind auf Nord bis Nordwest drehen und auf bis zu 4 Bft zunehmen (das sind 21kn). Hier sind wir aber vor dem Wind groesstenteils geschuetzt und die Wellen kommen auch nur sehr abgeschwaecht um die Ecke.

Morgen werde ich aber wahrscheinlich wieder frueh losfahren um bis zum fruehen Nachmittag Preveza zu erreichen. Denn ab morgen Nachmittag sollen es definitiv 4 bis 5 Bft werden, da sind sich alle Wetterdienste einig. Aber da sind wir wohl schon in Preveza und werden dort eine oder zwei Naechte bleiben oder weiter rein in den Ambrakischen Golf fahren.

Comments