Tag 60, 27.8.2013
Wir sind heute bei strahlendem Sonnenschein in der Südbucht von Ist aufgewacht. Leider hat es vorher zwischen 4 und 6 immer wieder ziemlich geweht, so dass ich nicht wirklich tief schlafen konnte im Cockpit.
Aber dafür hat uns die durchaus angenehme Wassertemperatur von 24.5 Grad in der Bucht entschädigt.
Tobi, die Mädels und ich sind dann nochmal in den Ort gefahren mit dem Dinghi und haben Würstel, Hamburger und Hühnerbrust für den Grillabend eingekauft. Dann haben wir im anderen Mini-Market noch Brot und Eier bekommen und am Gemüsestand noch Tomaten, Gurken, eine Melone und Kartoffeln eingekauft.
Ungefähr um 10 Uhr sind wir dann losgefahren und haben sehr schnell Grosssegel und Fock gesetzt, da ein netter, leichter Wind (wie immer aus der falschen Richtung) kam. Wir hatten es ja wirklich nicht eilig, da unsere Tagesetappe ca. 7 nm betrug. Unser erstes Ziel war das Wrack an der Nordspitze von Dugi Otok.
Dort haben wir direkt daneben geankert. Iris war es ein wenig zu nahe Und dann bin ich mit den Kindern, Tobi und Jan mit dem Dinghi rüber gerudert. Die Mädels sind mit Tobi und Jan dann mehrmals über das Wrack hin und her geschwommen mit den Taucherbrillen und ich bin mit den Jungs hinterhergepaddelt. Es war sehr spannend.
Luca als Tiefseeforscher
Iris hat sich währenddessen mit Luci einen Latte Macchiato gemacht
Danach haben wir uns um die Ecke in die Ankerbucht Lokva verzogen (da waren wir schon mal vor gut einer Woche) und waren dort erst mal eine halbe Stunde lang die einzigen. Später kam dann noch eine Oceanis 54 rein. Westlich von uns braute sich aber schon ein unschönes Wolkengebilde zusammen, welches sehr nach Gewitter roch.
Kurz habe ich noch überlegt, ob wir um die Ecke in die Marina Veli Rat fahren sollten. Aber nachdem es ja dort auch nur zwei mal am Tag Strom und Wasser nur für sehr viel Geld gibt, dachte ich mir es sei nicht nötig nur wegen dem drohenden Gewitter gleich solche Massnahmen zu ergreifen.
Anna beim „bespassen“ der Dame mit den kleinsten Füssen an Bord:
Kurz nach dem Ankern haben die Jungs sich einfach aus dem Kühlschrank eine Tafel bittere Schokolade von der Mama geholt und sie zur Hälfte nieder gemacht:
Also habe ich stattdessen den Grill aus der Segellast geholt und die wunderbaren aber für unseren Grill zu grossen Holzkohlen aus Cökertme in der Türkei mit dem Schraubenzieher klein gemacht und angeheizt. Diesmal ging es wegen der Kohlenverkleinerungsaktion viel schneller als letztes mal. Irgendwie zu schnell, so dass wir erst das Fleisch und danach die Bratkartoffeln gegessen haben Es hat aber allen wunderbar geschmeckt. Sogar die fertigen Hamburger/Pleskavica waren gar nicht schlecht.
Gerade hatten wir alles eingeräumt und ich mich geduscht (um den Russ los zu werden), da hat das Gewitter angefangen. Erst nur ein wenig geblitzt und gedonnert aber dann ging es richtig zur Sache. Zwischendurch waren in der Mastspitze Böen bis zu 45 kn zu messen. Unten kam nicht alles an, denn die Bucht ist recht klein und die Hügel darum herum haben etwas abgehalten, aber die Gischt flog schon etwas quer.
Es war aber zum Glück relativ schnellt vorbei und jetzt, eine Stunde nachdem es angefangen hat ist es total Windstill und es regnet überhaupt nicht mehr. Leider ist das Cockpit aber total nass. Da muss ich wohl heute im Salon schlafen und nicht oben an der frischen Luft.