Tag 6 (7.5.2012)
Wie gestern schon gesagt fing der Tag nicht so besonders gut an. Es goss in Strömen bis ca. 07:30 Uhr.
Da es deswegen auch ziemlich kalt war (15 Grad um 07:00) haben wir drinnen gefrühstückt.
Der Wind hat aber über Nacht nachgelassen und auf NE (für die nicht-Seemännr und -Seefrauen unter Euch: NE bedeutet Nordost und wird mit E geschrieben, damit man es nicht so leicht mit einer 0 verwechseln kann) gedreht, was eigentlich ziemlich gut für unser Ziel Porec war.
Wir sind dann auch gegen 10:30 losgefahren, nachdem ich das Dinghi mit dem Dinghi-Liftgurt (Danke Frauke) und der E-Winsch bedient von Anna an Bord geholt habe. Da waren noch ungefähre 100 L Wasser drin (zumindest stand ich 10 cm tief in dem kalten Nass als ich den Außenborder auf die Badeplattform gehievt habe). Das sah dann sehr komisch aus, als ich das Dinghi ich in der Luft hängend und leicht am Bug angehoben über die Lenzöffnung im Heck habe leer laufen lassen aufs Vorschiff …
Dank des guten Windes - ca. 12-13 kn aus Bb raumer Richtung (für Laien: von „links hinten“, Bb steht für Backbord) - hat es gereicht die Fock (Vorsegel) auszurollen und wir sind mit 4.8 kn dahingezischt. Es macht wahnsinnig Spass ein richtig schnelles Schiff zu Segeln selbst später dann bei nur noch 8.5 kn Wind sind wir noch 3.6kn gefahren und das nur mit der kleinen Selbstwendefock!
Jetzt hätte ich's fast vergessen zu sagen: wir haben Delphine gesehen etwas nördlich von Porec. 3 Stück waren es und sie sind sogar gesprungen. Aber leider nur ganz kurz und ziemlich weit weg. Aber ganz am Anfang waren sie sogar ziemlich nah. Bis wir allerdings die Kamera und alle Kinder oben hatten (Luca war gerade beim Wickeln und Iris in dem Fall dann auch) waren sie dann auf den Bildern nur noch sehr, sehr klein zu sehen. Aber ich habe 5 Zeugen! Gut, man könnte sie als befangen erklären, aber mit etwa Photoshopvergrößerung ließe sich auch noch das Beweisphoto einstellen…
Weil wir so gut voran kamen sind wir statt nach Porec weiter bis nach Vrsar und kamen dort um ca. 13:30 an. Wir haben dann beide Buggies und beide Roller ausgepackt und sind bis zum alten Ortskern auf den Hügel geklettert. Da inzwischen die Sonne draussen war, ist (nicht nur mir) ziemlich heiß geworden. Vor allem, da wir die Jungs in den Buggies immer wieder auch Stufen hochtragen mussten und Anna und Lara dann auch ihre Roller nicht mehr tragen wollten.
Nach dem obligatorische Spielplatzbesuch und einem Abstecher in die Eisdiele haben wir dann wieder mal einen mittleren Großeinkauf gemacht und ich habe noch an der Tankstelle eine kroatische Telefonkarte besorgt. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich die aktiviert bekomme (laut Verkäufer sollte ich eigentlich gar nichts tun müssen; stimmt aber wohl nicht ganz), und dann schreibe ich die Nummer hier auf die HomePage, damit Ihr uns (für uns kostenlos) anrufen könnt
Eine Datenkarte gab es ab der Tankstelle leider nicht, aber dafür gibt es aber in der Marina ja ein kostenloses Internet.
Und morgen wollen wir weiter nach Rovinj!