Tag 121 (6.9.2012)
Wir sind heute bei wenig Wind in Syros aufgewacht und haben uns früh auf den Weg gemacht, damit wir in Mykonos einen guten Liegeplatz bekommen für die nächsten Starkwindtage.
Also habe ich Croissants geholt und wir haben uns um viertel vor 9 auf den Weg gemacht und sind unter Motor (es hatte fast die ganze Strecke um die 2-3 kn Wind, nur einmal ging es kurz auf 6-8 kn) fast genau in östlicher Richtung nach Mykonos gefahren. Unsere Nachbarn (die Australier aus Fremantle) haben uns nach zwei Drittel der Strecke eingeholt und wir sind kurz ganz nah parallel gefahren und haben uns gegenseitig fotografiert und danach die Bilder ausgetauscht (im Hafen natürlich, der Bildertausch, nicht unterwegs …).
In der „Marina“ von Mykonos (liegt direkt hinter der riesigen Fähr- und Kreuzfahrtmole und hat keinen Strom, da die Stromkästen nicht angeschlossen sind) haben wir einen Platz an meiner Wunschstelle bekommen, an der wir mit dem Heck (also mit den Heckleinen zur Pier) in den Wind zeigen und zwei Moorings nach vorne haben.
Kurz nach uns haben dann auch die Australier von dem temporären Platz auf einen frei gewordenen Platz neben uns wechseln können. Wir werden uns also öfter mal am Abend besuchen in den nächsten Tagen. Während wir alle darauf warten, dass der Wind nachlässt.
Wir haben noch etwas Pasta gegessen und sind dann um 15:15 mit dem Bus in den Ort gefahren (also von der Haltestelle „New Port“ nach „Old Port“). Dort haben wir uns die wirklich schönen kleinen Gassen mit furchtbar vielen kleinen Läden angesehen und danach ein hervorragendes Eis gegessen. Da werden wir sicher noch ein paar mal hin gehen - also in den Ort, nicht nur zur Eisdiele. Aber einen Supermarkt haben wir nicht gefunden. Die Minimärkte haben meistens nur Chips, Alkohol und Kondome (zumindest steht diese Kombination oft auf den „Schaufenstern“) und ab und zu werden auch Kubanische Zigarren angeboten. Jedenfalls haben wir die Zusatzzutaten für das Abendessen nicht gefunden und „mussten“ die Tortellini mit Penne verlängern.
Als wir mit dem Bus zurück waren habe ich noch mit der Wegwerfunterwasserkamera den Rumpf fotografiert, da ich mich mal erkundigen will, ob es normal ist, dass das Antifouling so fleckig wirkt. Meiner Meinung nach haben wir viel zu viel Bewuchs am Rumpf!
Jetzt sitzen wir bei (noch) Windstille zusammen im Cockpit und geniessen es, dass die Kinder schlafen und bedauern den letzten gemeinsamen Abend. Aber wir trösten uns mit gutem Rotwein darüber hinweg…