Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 21, 19.7.2013

Nach zwei weiteren Wäschen, einem Frühstück mit getoastetem Brot (man muss es ja ausnutzen, wenn man 220V vom Generator für die Mikrowelle mit Grillfunktion hat) und einem kurzen Einkauf beim Metzger „gegenüber“ haben wir uns von unseren Nachbarn Eva, Hanka und Werner verabschiedet und Vela Luka auf Korcula verlassen.

Unser Ziel war Sv. Klement. Die kleine, sehr mäandernde Insel südwestlich der Westspitze von Hvar.

Leider wehte uns das bisschen Wind (4-5kn) zuerst genau entgegen, so dass wir die erste Hälfte motoren mussten.

Aber um kurz nach 12 drehte der Wind dann ein wenig weiter nach Westen und frischte etwas auf (7 bis 8kn) und wir konnten die Segel setzen. Es war dann bis direkt vor der Zielbucht ein wunderbarer Amwindkurs mit 4 bis 5 kn Fahrt.

Mittagessen beim segeln …

Glücklicher Weise war die Bucht, die wir anvisiert hatten auch nicht komplett überfüllt. Das liegt wohl daran, dass sie nur in einigen wenigen Hafenhandbüchern verzeichnet ist im Gegensatz zu den beiden Nachbarbuchten. Wir haben sie schon letztes Jahr erkundet (und dabei die Ankerrolle verloren; wer erinnert sich noch an Haralds und meine geniale Ersatzkonstruktion mit einer Schubkarrenfelge? Die hat immerhin 4 Monate Dienst getan!) und wussten damit, dass sie für eine Übernachtung bei diesen Wetterbedingungen geeignet war.

Diesmal haben wir einen noch genialeren Platz gefunden. Die Felsen gehen unter Wasser so steil rein, dass man hier fast so nahe ran könnte um eine Gangway auszulegen ;-)

Ausflug auf die Felsen im „Vorgarten“:

Die leider passt nur noch einer der Buben in die Badewanne:

Wir haben aber trotzdem noch etwas über 15m Abstand gelassen und liegen mit Buganker und Heckleine (die „kurze“ 30m-Leine) wie in Abrahams Schoss in der Bucht. Inzwischen sind auch fast alle anderen Ankerlieger (ein paar Motorboote aus Hvar und zwei Segler) gegangen und wir teilen uns die Bucht mit einem Motor-Kajütboot am anderen Ende.

Zum Abendessen haben wir eine Lasagne mit dem heute morgen frisch gekauften Hackfleisch (entweder Rind oder Schwein; es wurde mir aber zumindest als „Beef“ verkauft) gemacht. War sehr lecker…

Zum Glück habe ich nur 4 Maststufen, sonst wäre unser Klettermax bis zur Mastspitze (22.5m über der Wasseroberfläche) hochgeklettert!

Jetzt bekommen die Kinder noch eine Dusche und Iris und ich hoffen, dass es dann für uns auch noch zum duschen reicht. Das Wasser ist jetzt nämlich ziemlich knapp geworden. Aber morgen werden wir ja in Stari Grad auf Hvar sein und sollten dort hoffentlich einen Platz an der Mole und damit auch Strom und Wasser satt bekommen. Endlich können wir dann auch mal wieder das Deck und insbesondere das Cockpit abspritzen. Dann kommt der Sand und die von den Jungs regelmässig verteilten Essensbröckchen endlich weg!

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