Ein Sommer mit "tonttu"

27.08.2014, wieder mal in der Marina Martinis Marchi

Wir sin heute gleich nach dem Müslifrühstück losgefahren, da ja eigentlich für heute Nachmittag/Abend/Nacht mehr Wind angesagt war und wir unbedingt einen Platz in der Marina Martinis Marchi auf Solta haben wollten. Ich hab dann auch von unterwegs aus angerufen und reserviert für 12 Uhr Ankunft.

Das hat trotz vorübergehender Segelei nur mit dem Vorsegel (bei raumem Wind von ca. 13 bis 15 kn) und damit reduzierter Durchschnittsgewschindigkeit wunderbar geklappt. Um 11:50 lagen wir in der Marina auf der Innenseite der Aussenmole. Fast wieder an der gleichen Stelle wie zu Pfingsten. Neben uns lag schon eine weitere Hanse 495 mit deutscher Crew aus Rosenheim. Deren 11-jährige Tochter wurde von Anna gleich als „Freundin“ eingestuft und für den Rest des Tages in Beschlag genommen. Sie hat es aber geduldig über sich ergehen lassen :-)

Zum Mittagessen sind wir diesmal ausgegangen. Wir waren in einem der beiden Restaurants am Hafenende (im linken, dem mit dem weissen Vordach) und haben sehr gut aber nicht ganz billig gegessen. Luca hatte aber etwas Schwierigkeiten mit der Konzentration aufs essen. Er war etwas anstrengend und hing ständig an Iris rum. Mit dem Ergebnis, dass Iris Kleid genauso versifft war von der roten Tomatensauce wie Lucas T-Shirt. Und die Nerven lagen dann auch (bei beiden) etwas blank.

Danach konnten sich aber alle ausführlich am kleinen Strand direkt neben der Aussenmole austoben. Ein wenig später wurde auch klar warum Luca so websig war: Plötzlich kam Anna angerannt (ich war inzischen mal wieder kurz an Bord gegangen) und rief, dass der Luca einen Stinker gemacht hat in seinen Hochhaltanzug und den dann unten rausplumsen hat lassen direkt auf den Kiesstrand. Also bin ich hin gedüst und tatsächlich. Er hat sich die Angelegenheit ja für ein paar Tage aufgespart und so war das Ergebnis auch: Tennisballgross! Mir blieb also nichts anderes übrig als unter schmunzelnder Beobachtung aller Erwachsenen am Strand die Bescherung mit blosser Hand aufzusammeln und damit in die Marinatoiletten zu verschwinden um sie runter zu spülen. War schon ziemlich peinlich. Nach eifrigem schrubben - erst meiner Hand und dann später auch Lucas Hochhaltanzug - hatte ich alles wieder in Ordnung gebracht und Luca wieder auf dem Boot. Es war ihm aber auch sehr peinlich und er hat vehement darauf bestanden eine Windel angezogen zu bekommen und wollte auch nicht mehr raus aus dem Schiff.

Später war ich dann noch kurz einkaufen im kleien Supermarkt im Ort und habe mich zur Abwechslung mal wieder in den Mast hochziehen lassen. Scheinbar ist unser Verklicker (der Windpfeil) und das Anemometer (der Windgeschwindigkeitsmesser) tatsächlich entweder eine massiven Mövenattacke zum Opfer gefallen oder sie haben schon kurz nach den Pfingstferien durch den Hagel bei Daniels Törn Schaden genommen, es hat nur keiner der späteren Segler gemerkt. Wie ja schon festgestellt ist eines der Schäufelchen vom Anemometer abgebrochen (und ein weiteres hochgebogen), so dass dieses immer zu wenig Wind anzeigt. Aber auch die Windex (Windrichtungspfeil) ist ziemlich zerbeult, geknickt und sogar an der Spitze war vorderste Zentimeter senkrecht nach unten abgebogen…

Da werden wir wohl einiges ersetzen müssen da oben im Mast. Aber vielleicht lasse ich das erst nach dem Winter machen…

Als ich wieder unten war haben die Jungs so wild vor der Sprayhood rumgeturnt, dass Luca dabei mit den Füssen den unteren Reissverschluss zerrissen hat. Das muss also jetzt auch über den Winter neu genäht werden. Da bin ich ziemlich sauer geworden und habe mich für eine Stunde alleine an den Strand gelegt und die Familie musste auf meine Anwesenheit beim Abendessen an Bord verzichten.

Wunderschöner Sonnenuntergang:

Später war ich dann aber mit Iris noch vorne an der Marinabar gesessen und wir konnten unsere Cocktails fast ungestört geniessen. Nur einmal kamen die Kinder vom Nachbarboot als Boten mit der Nachricht, dass die Jungs weinen. Als ich an Bord war, war es jedoch schon wieder vorbei. Als sie das zweite mal kamen, waren wir eh schon fertig mit den Drinks und sind zurück gegangen.

Ich bin ja sonst immer für „exotische Cocktails“ zu haben, aber „Pipi“ (steht gleich nach dem Orangina) musste ich mir dann wirklich nicht geben:

Wir haben uns dann noch ausführlich mit den Nachbarn über das Segeln mit kleinen und nicht mehr ganz so kleinen Kindern unterhalten. War sehr nett bei ihnen im Cockpit. Und morgen können Anna und Lara wieder mit der neuen Freundin schwimmen. Vor Mittag fahren wir beide nicht weg.

Comments