11.8.2017 Sali, Dugi Otok
Nach einer unerwartet ruhigen Nacht (eigentlich sollte es ja etwas mehr aus NW wehen, das fand aber nicht wirklich statt) haben wir einen schönen Morgen in der Bucht von Brbinj erlebt und sind dann nach dem Frühstück losgefahren.
Dank des versprochenen NW-Winds mit meist um die 15kn konnten wir ganz gemütlich nur unter Vorsegel die 13 nm bis nach Sali absegeln (immer zwischen 4,5 und 5,5 kn). So waren wir schon um 12:30 in Sali. Leider sah es dort erst mal schlecht aus mit einem Liegeplatz. Warum sollten wir später erfahren.
Nach ein paar Runden im Hafen wurde uns dann doch ein Platz auf der Nordseite (auf der Südseite ist es für uns zu flach, da müssten wir mit dem Bug voraus ran) in „10 min“ zugesagt. Hat dann doch ein klein wenig länger gedauert, aber Hauptsache es hat geklappt.
Stutzig geworden sind wir dann erst, als direkt gegenüber von uns eine recht grosse „Karlovacko“ Bar aufgebaut wurde und zwei Kleintransporter voll Alkohol in die Lagerräume dahinter gebracht wurden. Hier findet wohl eine Party statt…
Und die Bühne wird auch schon aufgebaut:
Wir waren dann noch Baden um die Ecke beim Leuchtturm und sind danach ein Eis essen gegangen. Fast schon Routine
Ein Stück weiter von der Eisdiele haben die Kinder dann noch zwei Hüpfburgen entdeckt und Ihr Taschengeld in eine Runde hüpfen investiert. Vorher hat Lara schon selbständig Postkarten gekauft und Briefmarken, die Postkarten gleich selber geschrieben und eingeworfen. Richtig erwachsen, die kleine Dame!
Vor dem Abendessen gab es dann für alle Familienmitglieder eine ausführliche Dusche gegenüber in der „Marinadusche“ von Sali. War auch nötig nach so vielen Tagen an Bord Nee, wir haben ja auch an Bord Duschen…
Zum Abendessen sind wir ins Restaurant Marin gegangen und haben dort hervorragend gespeist. Immer wieder unterbrochen von einem eigentümlichen Umzug, der hier wohl jedes Jahr stattfindet mit Trommeln, Kuhhörnern und Schellen aus alten Bügeleisen gemacht. Irgendwie die hiesige Art des Perchtenlaufs. Mit dem gleichen Effekt: In jeder „belästigten“ Bar oder Restaurant gibt es eine Runde Bier für die Protagonisten. Das ist wohl der Auftakt eines dreitägigen Fests hier in Sali…
Finale ist am Sonntag das Eselrennen, aber so lange werden wir wohl nicht bleiben. Denn all zu ruhig und erholsam dürfte die Nacht nicht werden!