21.8.2016, Kotor [MON]
So, heute morgen haben wir es endlich nach Kotor selber geschafft.
Erst mal haben wir jedoch noch vor dem Frühstück das einlaufen der „Brillance of the Seas“ aus nächster Nähe bewundern dürfen. Wir hat es Alexandra so treffend formuliert: „Das ist, wie wenn man in seinem Einfamilienhäuschen morgens aufwacht und plätzlich steht ein Wolkenkratzer auf dem Nachbargrundstück!“.
Das beeindruckendste war die „Entvölkerung“ durch die eigenen 4 Ausbootschiffe und zahlreiche lokale Taxiboote.
Ich habe jedoch erst mal das eigene Taxiboot verwendet (Mini-tonttu) und bin rüber ans Ufer um für uns und unsere Freunde von der „one“ Frühstücksgebäck zu besorgen (so wie ich es Giaccobo gestern versprochen hatte, als er mit seinem „Kumpel“ dem Hafenmeister gesprochen hat und uns den Platz besorgt hat).
Alexandra hat nochmal kurz vor der Abreise ihr Haarstudio eröffnet…
Um kurz vor halb 10 haben wir dann den Anker hochgezogen und sind die eine Seemeile vor nach Kotor gefahren und haben dort tatsächlich einen Platz am Schwimmsteg bekommen (für 49€ inkl. Strom und Wasser; der Preis hat sich also zumindest nicht ernsthaft geändert seit 2012/2013, als wir das letzte mal hier waren).
Ich bin dann sofort vor zum Hafenkapitän gedüst und habe Alexandra, Charlotte und Olivier aus der Crewliste austragen lassen, damit wir kein Problem bekommen, wenn wir am 24. ausklarieren aus Montenegro.
Und danach haben wir die erste Waschmaschine angeworfen und den Wassertank gefüllt. Seitdem sind glaube ich ungefähr 6 bis 7 Maschinen gelaufen und morgen werden es auch nochmal 2 bis 3 sein 6 Personen machen halt doch viel Schmutzwäsche in 10 Tagen und dazu kommt ja noch ein Teil Bettwäsche für unsere Besucher.
Wir sind dann zum Abschied noch alle zusammen in der Stadt ein Eis essen gegangen und dann mussten die drei schon um kurz vor 12 ins Taxi steigen. Inzwischen habe ich erfahren, dass sie zwar sehr pünktlich in Cavtat angekommen sind, aber ihr Flieger von dort nach Wien so stark verspätet war, dass sie den Anschluss nach Berlin verpasst hatten und deshalb erst um 21 Uhr weiterfliegen konnten (eigentlich hätten sie um 20:30 schon in Berlin sein sollen). Mist!
Wir haben eine kurze Pesto-Pasta an Bord gemacht und dann ist Iris mit den Kindern zum Stadtstrand vorgelaufen während ich die neuen Stecker mit einer endgültigen Verkabelung (nicht fliegend sondern versteckt hinter den Schränken) versehen habe und die liebe Waschmaschine weiter betreut habe.
Am Schluss bin ich dann noch zum Supermarkt gelaufen mit meinem grossen Rucksack und der rollenden Kiste und habe Lebensmittel eingekauft und Klopapier und andere wichtige Dinge. Morgen früh kommt nochmal eine Fuhre mit Mineralwasser (Ächz!).
Auf dem weg habe ich noch ein paar von den „floats“ gesehen, die wohl gestern Abend beim See-Fest im Einsatz waren:
Um 17:30 war es im Schatten im Cockpit immer noch sooo heiss!
Kurz vor 18 Uhr sind wir dann wieder in die Stadt und haben uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Abendessen gemacht. Leider habe ich mich vom schönen Ambiente blenden lassen und wir haben (zum Teil) leider recht schlecht gegessen. So dass zumindest Anna und ich nicht aufgegessen haben und uns danach noch an einer anderen Stelle einen Schokopalacinke gegönnt haben.
Es gibt schon verrückte Leute mit ihren Selfie-Sticks …
Hallo Ulrike, zählen „Regenschirmbilder“ auch für Deine Freundin?
Zum Schluss sind wir noch in eine Bar am Hafen gegangen und haben noch etwas getrunken. Als wir dann zurück zu tonttu gelaufen sind haben wir noch einer Mega-Motoryacht beim anlegen mit Buganker und Heckleinen zugeschaut. Ein ziemlich schlechtes Manöver bei Null Wind…
Beeindruckend, die beleuchtete Stadtmauer, die über der Altstadt von Kotor 300m den Berg hinaufgeht. Die müssen wirklich - ähnlich wie die Gallier von Asterix & Obelix - Angst gehabt haben, dass ihnen der Himmel - ähhh - Steine auf den Kopf fallen, bzw. geschmissen werden!
Morgen werden wir wieder aus der Bucht von Kotor rausfahren und wohl in der Bucht von Tivat nochmal vor Anker übernachten.