Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 140 (25.9.2012)

Hi Janet, John and Bruce. Here we go again: The english abstract… Nice to read your comment and we do hope, that the rest of your trip is going to be nice and relaxing sailing. We very much recommend coming over tot he turkish coast next year.

Today, we left Bozburun after breakfast, buying some minced meat for dinner and slowly, very slowly filling the smaller water tank. So when we left, it was already 10:45. We had to motor to the south western corner of the peninsula of the mainland just north of Rhodes. But as soon as we came around the edge into the Rhodes Channel, we felt the increase of the wind caused by Rhodes. We were able to set the foresail and chugg along with 3.5 kn in front of the 9 kn westerly wind. Later it even increased to 16kn and we made up to 5 kn with the foresail alone. After about an hour and twenty minutes we turned around the south eastern end of the peninsula and headed up towards the cove of Serce Limani. That is a spectacular cove parallel to the coast line (about 800 m long) with a small (only 50m across) entrance through the cliffs. Unfortunately it is mostly too deep to anchor inside, but we were able to negotiate a reasonable fee (20 TL, about 8.5€) for staying on one of the restaurant buoy without having dinner there. So we are hanging on the buoy and a land line (the buoys are very close together and the bay is so narrow, that a landline is brought out with the help of the restaurant personnel).

We had some ice cream from the ice cream delivery boat and bought two pestemal and a linen shirt from one of the traders coming alongside with the boat. We also did visite our next over neighbours from Bozburun who arrived shortly after us and went to the restaurant with the dinghi to have something to drink and for a swim a little later. For dinner we prepared a large lasagna with the minced meat bought in the morning. The boys (who were already fed and in bed, when we started eating) complained so long and incessantly that we took them up again and gave them a share of the feast.

Heute haben wir Bozburun wieder den Rücken gekehrt. Lara hat fürchterlich geweint, sie wollte nicht wegfahren. Keine Ahnung was das war, das hatten wir noch nie. Sooo toll war der Spielplatz ja nun auch wieder nicht.

Wir haben vor dem Frühstück noch kurz frisches Brot und Rinderhackfleisch beim Metzger (nicht fürs Frühstück, sondern fürs Abendessen ;-)) gekauft und danach noch (sehr langsam, da wieder wenig Wasserdruck war) den kleinen Tank gefüllt. Irgendeiner muss beim Diesel tanken eine ziemliche Menge über Bord gegossen haben. Es schwamm eine riesen Diesellache im Hafen herum und stank dementsprechend. So eine sauerei!

So gegen viertel vor 11 sind wir dann los gefahren und haben bis zur Westspitze der Landzunge südlich von Bozburun (also ca. 7nm) motoren müssen, da noch zu wenig Wind war. Als wir aber dann um die Ecke gekommen sind, haben wir den ersten Hauch des verstärkten Windes in der Rhodos Strait gespürt. Es waren 9 kn aus Westen, also genau von hinten. Wir sind also nur mit dem Vorsegel (den Code0 haben wir ja nicht mehr, buhuuuu) mit etwas 3.5 kn nach Osten gesegelt entlang der Küste. Es war ja nicht mehr weit (nur noch ca. 8nm), also hat sich das Grossegel setzen nicht gelohnt. War auch nicht nötig, denn der Wind hat dann noch bis auf 16kn aufgefrischt und wir sind mit 5kn unterwegs gewesen.

Die Einfahrt in die Bucht Serce Limani war wieder spektakulär. Hier war ich vor ca. 16 Jahren schon einmal. Es ist eine Bucht die mit einer winzigen Durchfahrt (ca. 50m breit) etwas 700m parallel zum Ufer hinter Felswänden entlang geht. Leider ist es innen meist gleich direkt vor dem Ufer sehr tief, so dass man nur an wenigen Stellen ankern kann.

Die Einfahrt von innen gesehen. Sieht eigentlich gar nicht so eng aus …

Da hinten haben wir später an einer Boje mit Landleine festgemacht:

Also haben wir uns entschieden bei den Bojen vor dem Restaurant am Nordufer zu fragen, ob wir auch ohne bei ihnen zu Abend zu essen festmachen dürfen. Wir haben uns schnell auf eine Gebühr von 20 Türkischen Lira (das sind etwa 8.5 €) geeinigt. Absolut fair. Sie haben uns sogar geholfen und die Landleine ausgebracht. Man muss hier nämlich trotz Boje noch eine Landleine ausbringen, da die Bojen recht nahe beeinander liegen und die Bucht so schmal ist.

Da die Jungs (zumindest Luis) gerade noch geschlafen haben, haben wir den „Marinero“ gebeten dem Eisboot bescheid zu geben, dass es doch bitte erst um 15 Uhr bei uns vorbei kommen soll. Hat er auch brav gemacht ;-)

Das „Jungs-essfreundlichere“ Calippo gab es leider nicht, also hat jeder der beiden eine Cornetto-Tüte bekommen:

Zwischendurch kamen noch diverse fliegende Händler (oder in diesem Fall schiffende Händler), die Tücher (Pestemal), Hemden, Ketten und getrocknete Früchte und Nüsse angeboten haben. Iris und ich haben uns jeder ein Pestemal gekauft, ich habe ein kragenloses Leinenhemd bekommen und die Mädels je ein kleines Perlenarmband (geschenkt). Dann kam später noch ein äusserst hartnäckiger zweiter Händler, der einfach nicht glauben wollte, dass wir schon alles was wir wollen bei seiner Konkurrenz gekauft hatten. Als Iris den Mädels gesagt hatte, dass sie bitte ihre Armbänder zeigen sollten (als Beweis, sozusagen), hat er ihnen auch zwei (viel tollere) geschenkt. Er blieb dann noch eine weile neben uns treibend, aber wir sind hart geblieben. Wenn er Ketten verschenkt, kann ich ihm auch nicht helfen ;-)

Die Mädels wollten dann mit „ihrem Dinghi“ an Land rudern und wir haben es dazu einfach an der Landleine festgebunden. So haben sie quasi Seilfähre gespielt. Zwei Leute von einem Nachbarboot, denen wir meine Croqs und Iris Badeschuhe geliehen hatten, damit sie an Land konnten, sind aber vor den plötzlich auftauchenden Ziegen ins Wasser geflüchtet. Das haben sich unsere Girls dann auch zu herzen genommen und angefangen (mitten auf dem Wasser, zwischen Land und tonttu) Panik zu schieben. Als würden die Mörderziegen im Rudel hinter ihnen und dem neuen Dinghi hinterherschwimmen und es mit den Hörnern aufschlitzen…

Netterweise haben die Nachbarn die beiden Damen im Minidinghi gerettet und zu uns zurück geschoben. So musste ich nicht zur Rettung ins Wasser springen.

Wir sind dann noch mit dem richtigen Dinghi eine kleine Runde durch die Bucht gefahren (wir waren in dem Fall Anna, Lara, Luis und ich). Dabei haben wir die anderen Nachbarn besucht. Eine lustige Herrentruppe (zwei Schiffe), die schon heute morgen dadurch positiv aufgefallen sind, dass sie an der Mole von Bozburun einem ihrer Mitsegler ein Geburtstagsständchen gesungen haben. Mal sehen, ob wir heute Abend auch noch etwas hören. Angedroht haben sie es ja ;-)

Später haben wir dann auch noch Luca und Iris mitgenommen und sind zum Restaurant am Nordufer gefahren. Dort haben wir etwas getrunken und ich bin mit den Mädels kurz baden gegangen.

Zurück am Schiff haben wir dann mit dem in Bozburun gekauften Rinderhackfleisch eine Lasagne gekocht. Die Jungs waren beim Essen eigentlich schon im Bett, haben aber so lange gemeckert, bis wir sie nochmal rausgeholt haben und sie auch noch einen Happen mitessen durften.

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