1.8.2017 Biograd na Moru
Wie man aus dem Titel lesen kann sind wir noch nicht los gefahren, das war aber auch geplant so.
Den heutigen Vormittag haben wir mit diversen Reparaturen und „Aufräumarbeiten“ verbracht und waren einkaufen. Die Heckdusche musste mal wieder ausgetauscht werden, sie war undicht am oberen Schlauchende beim Duschkopf. Dann habe ich am Dinghi wieder das Liftdreieck angebracht (keine Ahnung wie die letzten Segler das Dinghi an und von Bord bekommen haben; entweder über die Reling gezerrt - böse, böse - oder gar nicht an Deck sondern hinterher gezogen - noch böser) und aufgepumpt. Muss mich mal an die Lecksuche machen. Dann waren noch an diversen Schnappschäkeln Bändsel angebracht die ich abmachen musste, denn sonst bleiben die dann mal oben im Mast an irgendwas hängen und das Segel kommt von oben und das Fall bleibt oben! Und einige der sonstigen Leinen waren vertauscht - z.B. die dünnste Leine an Bord zum Baum in der Mitte halten und die genau abgemessene Leine für den Gangway-Lift war zum Dinghi vertäuen verwendet worden. Wo die eigentliche Dinghi-Vertäuleine ist muss ich noch rausfinden.
So beschäftigt man sich einen Vormittag lang
Am Nachmittag sind wir dann an den Strand südlich von Biograd gegangen und waren erst schwimmen und Sonnenbaden und sind dann auf die grosse Wasserrutsche. Sehr lustig, auch wenn Iris nicht mit wollte…
Nach einem weiteren kleinen Einkauf beim DM auf dem Rückweg haben wir alle geduscht und ich habe Motor, Bug-/Heckstrahlruder und Bordelektronik getestet. Am Chartplotter hat jemand die Quelle für den wahren Wind vom Chartplotter selbst auf den Autopilot umgestellt, mit dem Effekt, dass man ohne angeschalteten Autopiloten keinen wahren Wind mehr angezeigt bekommt. Ich dachte schon es wäre etwas ernsthaft kaputt gegangen.
Apropos Autopilot: Hier in der Werft steht die Segelyacht, die eine italienische Motoryacht, die Vollgas mit Autopilot gefahren ist gerammt hat. Der Teil der oben fehlt (also aufbau mit Winsch) steckte nach dem Zusammenstoss im Bug der Motoryacht. Lovre hat uns davon Bilder gezeigt und gelesen hatte ich davon auch nichts. Zum Glück ist niemand ernsthaft verletzt worden.
Als wir dann zum Essen in den Ort gegangen sind, habe ich mal versuchsweise den Landstrom abgeschaltet, um zu sehen wie gut sich die Batterien machen und ob das etwa der Grund für den Kühlschrankausfall war. Denn eigentlich mussten Lovres Leute nichts wirklich reparieren. Sie haben nur den Kondenswasserabfluss freigespült, aus dem kam wohl die gelbe Flüssigkeit. Ich vermute, dass die Batterien so tief entladen waren, da sie nur sehr selten Landstrom bekommen haben und der Generator auch nie lief (mit dem Motor Strom erzeugen bringt nicht wirklich viel in der Bucht). Ich hoffe nur sie haben keinen bleibenden Schaden durch die Tiefentladung bekommen.
Als wir vom Eisessen zurück waren, waren die Akkus schon wieder auf 12.7 Volt, das ist eigentlich nach der kurzen Zeit nur mit Kühlschrank zu wenig. Und mehr als auf 13.1 Volt kommen sie auch beim laden nicht mehr hoch…
Im Ort hat direkt neben der Eisdiele auf der Bühne eine Swing-Big-Band ihre Generalprobe gemacht und uns so unser Eis-Abendessen versüsst. (Geht das eigentlich überhaupt bei so opulenten Eisbechern?)
Und auf dem Heimweg durften wir zusehen, wie ein Falschparker mit Kran auf den Abschleppwagen gehoben wurde und am örtlichen Parkplatz wieder abgesetzt wurde.
Und jetzt müssen Iris und ich noch ein wenig klarschiff machen, damit wir morgen früh zeitig ablegen können, denn wir wollen in Sukosan tanken und dann bis Vir hoch.