Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 50 (20.6.2012)

Wow, 50 Tage unterwegs … Dabei verging es doch fast wie im Flug bisher!

Heute war es wieder sehr, sehr, seeehhhhhrr heiss! Wir sind gleich nach dem Fruehstueck nochmals mehrfach Baden gegangen ;-)

Die Crew beim Fruehstueck:

Mamas Hefezopf schmeckt extra gut!

Neben uns lag ja mal wieder die Nyumba (eine Hanse mit 60 Fuss Laenge, die wir in Split kennengelernt hatten) und wir haben uns heute morgen noch ein wenig unterhalten. Mal sehen, ob wir sie nochmals treffen, die faehrt naemlich auch in die Tuerkei nach Marmaris…

Gegen 10:30 sind wir dann losgetuckert (unter Motor, denn zu der grossen Hitze hat es leider noch nicht mal Wind) und haben uns auf den Weg nach Okuklje gemacht. Diese Bucht und das Restaurant Maran waren in einem Yacht-Artikel sehr empfohlen worden.

Dem Skipper ist sooooo heiss…

In der Bucht angekommen (so gegen 14:15) habe ich mich dann entschieden mit dem Bug voraus an die Pier zu gehen, obwohl der Wirt am Telefon bei der Reservierung gemeint hat, es waere tief genug, da waere schon mal eine Hanse 495 gelegen. Aber wahrscheinlich eine mit Kurzkiel. Denn als wir Bug voraus fest gemacht hatten (mit der Mooring als Heckleine) haben wir Spasseshalber mit dem Lot mal gemessen. Es hat so ziemlich genau 2.4 m, wir waeren also aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Ruderblatt aufgesessen. Trau keinem. Denn niemand glaubt einem, wenn man sagt das Ruderblatt geht genauso tief wie der Kiel und das bei 2.4m :-)

Egal, wir hatten also festgemacht und da standen Lara und Anna schon da und haben gerufen wann sie endlich ins Wasser springen duerfen. Lara ist dann doch glatt nur mit Schwimmanzug (so einer mit integriertem Auftriebskoerper) und Flossen - also ohne zusaetzliche Schwimmfluegelchen, auf denen sie bisher immer bestanden hat - rumgepaddelt.

Danach sind wir alle zusammen ein Eis essen gegangen im Abendrestaurant direkt gegenueber vom Bug. Die Jungs haben wieder mal ganze Arbeit geleistet und jeder eine nicht gerade kleine Kugel verdrueckt und wollten dann glatt noch mehr!

Inzwischen hatten wir ein Motorboot als Nachbar bekommen und die hatten die gute Idee nach einer Peka beim Wirt zu fragen. Das ist ein Spezialgericht in Dalmatien bei dem entweder Lamm oder Kalbfleisch oder - noch besser - Fisch mit Kartoffeln und Gemuese in einem Tontopf der von Kohle umgeben ist 2 bis 3 Stunden gegart wird. Da der Wirt Peka nur fuer mindestens 4 Personen macht haben unsere Nachbarn (Susanne und Thomas) netterweise uns gefragt, ob wir mitmachen. So haben wir neben der extrem feinen Fisch-Peka aus zwei kleinen Drachenkoepfen (1.7 kg zusammen) auch noch nette Tischgesellschaft gehabt. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich den beiden auch eine Karte von der tonttu-WebSite gegeben habe ;-)

Hier ein paar Peka-Impressionen:

Die Jungs lagen in der Zeit schon brav im Bett und das Babyphone-Funkgeraet hat sich nur einmal gemeldet. Anna und Lara haben zusammen eine Portion Huenchenschnitzel mit Pommes Frites gegessen (Lara hat wenigstens mal vom Fisch probiert) und nach einigen Ausfluegen am Steg (dabei haben sie wohl noch weiteren Seglern Loecher in den Bauch erzaehlt wie vorher schon unserer Nachbarin Susanne) kamen sie noch zurueck fuer einen „kleinen“ Palatschinke-Nachtisch. Aber da waren die Augen wohl mal wieder groesser als der Magen, so dass jeweils noch ein Teil uebrig blieb. Sonst eigentlich untypisch fuer die beiden bei Schokopalatschinke.

Jetzt ist alles ruhig (zumindest bei uns auf dem Schiff, denn auf der anderen Seite der Bucht arbeitet ein Meisselbagger immer noch an der Verbreiterung der einspurigen Dorfzufahrtstrasse auf zwei Spuren) und wir sitzen schwer vom Wein angeschlagen im Cockpit. Also gute Nacht …

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