Doch noch raus aus Kiato
Heute erzählt uns Onkel Jörg eine Geschichte …
Heute Morgen erneut der wagemutige Versuch, das malerische Kiato, das wir schon mittlerweile ins Herz geschlossen haben, und wir drauf und dran waren, die noch unerkundetet Kneipenszene zu erkunden, zu verlassen. Wie sich das gehört sind wir gegen 6:30 hoch motiviert aufgestanden, um festzustellen, dass der griechische Wind und die dazu gehörigen Wellen erstmal nicht auf den Wetterbericht geachtet haben und weiterhin ordentlich geblasen bzw. gewellt haben. Also noch mal aufs Ohr gehauen und mit dem zweiten Versuch gegen kurz nach neun sind wir erfolgreich gestartet - natürlich nach offiziellem Nutella-Frühstück. Ausgerüstet wie die Hochsee-Fischfänger in kompletten Regenanzügen haben wir dem Rest Wind getrotzt und mit zunehmender Fahrt wurde es wärmer und ruhiger und für meine (Jörgs) Verhältnisse mit nur noch mittelstarkem Geschaukel schon fast gemütlich (den geübten Seebären unter uns - also dem Rest - muss es wie Stillstand vorgekommen sein).
Gegen halb sechs dann (also ausnahmsweise mal halb sechs abends, wenn wir über Uhrzeiten reden) haben wir die eindrucksvolle, über 2 Kilometer lange Brücke Rios in der Nähe von Patras unterquert und voller Respekt ein paar Kite- und auch herkömmliche Surfer beobachtet.
Einem wirklich grandiosen Sonnenuntergang entgegen (der z.B. Peer das perfekte Fotolicht für Portraitaufnahmen liefert, mal so nebenbei erwähnt, nein, wir sind nicht eitel) ging es hinein Richtung Mesolonghi - man kann auch schwer unseefachmännisch gesprochen sagen: wir sind scharf rechts abgebogen…und freuen uns auf ein Anleger-Getränk und ggf. ein Gläschen an Land, nach gut 70 Meilen…
Zielsicher, elegant und gewohnt stilvoll hat tonttu rückwärts in die „Parklücke“ getroffen und liegt nun ungewohnt ruhig und brav am Steg, rechtzeitig zur einsetzenden Abenddämmerung.
Noch ein obligatorischer Satz zum Kulinarischen: Nutella-Frühstück, Mittags restliches indisches Curry, abends eine Gemüse-Tomaten-Schinken-Sahne-Sosse zu Nudeln, zwischendurch Joghurt, Obst, Kekse und Chips. Man kann also sagen, ein neuerlicher Fastentag auf See.
Und der letzte macht das Licht aus!