Ein Sommer mit "tonttu"

16.6.2014, und tonttu segelt doch

Heute morgen haben wir erst mal einer der Töchter auf dem Nachbarboot ein Geburtstagsständchen gesungen. Iris und ich haben nämlich um Mitternacht die Feierlichkeiten auf dem Nachbarschiff mitbekommen. Leider hatte ich mir den Namen falsch gemerkt und wir haben „Happy Birthday Pia“ statt „Happy Birthday Lucia“ gesungen. War aber egal, denn der einzige der es mitbekommen hat, war der Vater von Lucia mit dem wir uns noch nett unterhalten haben. Und ein Schokocroissant mit einer der kleinen Geburtstagskerzen die an Iris letztem Geburtstag übrig geblieben sind haben wir ihm auch mitgegeben für seine Tochter.

Nachdem Frühstück und dem auffüllen des Wassertanks sind wir dann noch an der Tankstelle vorbei gefahren und haben den Steuerbordtank aufgefüllt (er zeigt bei Voll weiterhin nur 82% an, so dass auch die 44% nicht gestimmt haben; wie vermutet; wir haben nur 59L rein bekommen). Wir fahren jetzt mit dem Backbordtank, so dass wir nur diesen füllen müssen in Trogir.

Wir sind also unter Motor das letzte Stück der Krka hinausgefahren (besser gesagt, Anna ist hinausgefahren, denn sie durfte steuern) und haben dann noch ca. 2 nm nach Süden unter Motor bewältigt, weil da der Wind genau gegenan kam. Erst auf Höhe der Südspitze von Zlarin bzw. östlich von Drvenik (ich liebe die Kroatischen Namen mit ihrem Vokalminimalismus) haben wir bei 11kn Wind die Segel gesetzt. Danach hiess es zwischen den Inseln durchkreuzen in Richtung Primosten und dann weiter nach Rogoznica, unserem Ziel für heute.

Das lief super und wir haben bwi Winden zwischen 9 und 14 kn so einige andere Segler verseilt ;-) Bei knapp 10 kn Wind läuft tonttu ja mit wenig Welle schnell mal 7 kn auf Amwindkurs. Soooo schön!

Unterwegs haben wir dann noch die restliche Pizza von gestern Mittag aufgewärmt und ein paar Gurken und danach Apfelschnitze gegessen und sind um zwei Uhr in die Bucht von Rogoznica eingelaufen. Von den Bojen der Marina Frapa (südlich der Marinastege) waren auch noch genug frei und wir haben uns an eine Boje gleich neben der „Sam III“, einem Nachbarn von uns aus der Marina Kornati in Biograd gelegt. Kurze Zeit später kamen die Marineros auch zum kassieren. Leider haben sie seit letztem Jahr kräftig aufgeschlagen und verlangen nicht mehr pauschal 230kn sondern 290kn die Nacht. Na ja, so kostet die Boje hier halt nicht mehr weniger als die meisten anderen für uns, aber für kleinere Boote wird es jetzt wohl zu teuer hier zu liegen wegen der pauschalen Preisberechnung (nicht nach Schiffslänge).

Wir waren noch kurz am Strand gleich gegenüber der Bojen, aber bei dem noch anhaltenden Wind war das den meisten (mich eingeschlossen, aber ich war ja gestern) zu kühl. Nur Iris und Anna waren kurz im Wasser.

Um halb 6 sind wir dann rüber in den Ort getuckert mit dem Dinghi und haben hervorragend in der Konoba Mario (ganz am Südende der Promenade) gegessen. Iris hatte Muscheln, ich eine Pastizia mit Rindfleisch (vergleichbar mit unserem Sauerbraten aber mit Schinken gespickt) und die Mädels gefülltes Hühnchenfilet und die Jungs Gnocchi mit Tomatensauce. Und natürlich durften drei Palatschinke für die Grossfamilie nicht fehlen. Da Anna unbedingt wissen wollte welche Marmelade im Palatschinken drin sei, dann aber doch mit Lara einen Nutella-Palatschinke teilen wollte, hat das der Kellner missverstanden und einen Marmelade-Palatschinke geliefert. Den hat dann Iris gegessen und ich habe die Reste von Luca bekommen, weil unseren Nuss-/Nutella-Palatschinken haben ja die Mädels verspeist.

Leider hat es kurz vor der Rückfahrt mit dem Dinghi wieder leicht zu regnen begonnen und jetzt regnet es stärker und donnert auch irgendwo in der Nähe. Ich hoffe wir haben trotzdem eine ruhige Nacht. Und mal sehen was wir morgen machen …

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