Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 34 (4.6.2012)

Heute haben wir auf das schlechte Wetter gewartet und dabei die Krka Wasserfaelle angesehen.

Eigentlich sollte heute (bzw. schon in der letzten Nacht) starker SE Wind kommen und bis heute Abend bleiben. Von dem haben wir nicht all zu viel mitbekommen. Ich vermute aber das lag primaer daran, dass Skradin doch sehr geschuetzt ist. Ab Mittag wurde der Wind auf jeden Fall staerker, aber nicht ueber 20 kn (nach meiner Schaetzung).

Also sind wir wie geplant um 10:00 Uhr mit einem der Ausflugsschiffe zu den Krka Wasserfaellen gefahren. Iris und Jessi sind mit Hannah und Luca in den Baby-Bjoerns und Luis im Buggy aussen um den Hafen gelaufen und ich habe die Maedels und Patrick mit dem Dinghi rueber gefahren. Patrick hat erst fuerchterlich geweint, da er nicht ohne Mama oder Papa ins Dinghi wollte. Das hat aber nur vom Heck von tonttu bis zum Bug von tonttu gedauert. Dann hat der coolness factor ueberwogen. Wir haben es auf die Art alle noch ganz knapp bis zur Abfahrt des Schiffes geschafft.

Auf dem Ausflugsdampfer war ich mit meinem Harem (zwei Frauen und sechs Kinder) der Star ;-) Nee, natuerlich waren die Kiddies die Hauptattraktion. Nach ca. 15 min sind wir dann kurz vor den Wasserfaellen angekommen, haben unseren Eintritt bezahlt und ich habe 10 m nach dem Eingang kehrt gemacht, um den Buggy von Luis am Kassenhaeuschen abzustellen und den kleinen Mann habe ich in meinen schwarzen Rucksack gepackt, den ich falsch herum (also nach vorne) als improvisierten Baby-Bjoern wieder angezogen habe. Im Rucksack hatte ich Luis aus dem Kinderessensbeutel und meinem Handtuch eine kleine Sitzbank gebaut und die Deckklappe habe ich dem kleinen ueber eine Schulter geklappt und den Seilzug innen nur sachte angezogen. Er fand das fuer den ganzen Weg bis zum Mittagessen ziemlich cool. :-)

Die Wasserfaelle waren toll. Ich hatte sie ja auch noch nicht gesehen, da ich vor ca. 14 Jahren, wie ich das letzte mal (als Student mit Freunden auf einem Charterboot) hier war, vor der Marina Skradin Kreise gedreht habe, da wir uns die Marinagebuehren nicht leisten konnten/wollten. Wir sind bis zur dritten Wasserfallstufe hochgestiegen und haben dann dort zu Mittag gegessen. Danach sind wir relativ in Eile wieder runter, damit wir nicht noch ein weiteres Rueckfahrtsschiff verpassen und sind um 13:30 wieder zurueck Richtung Skradin gefahren.

Der Wind war immer noch ganz ordentlich, ich war mir nicht sicher ob da doch noch etwas kommt und vermutlich war es sowieso schon zu spaet um noch „auszuchecken“ ohne den zweiten Tag zahlen zu muessen. Also haben wir beschlossen noch eine Nacht zu bleiben und am Strand etwas oberhalb des Ortes am Flusslauf schwimmen zu gehen. Ich bin also mit dem Dinghi wieder rueber zum Schiff, um Sven bescheid zu sagen und die Badesachen zu holen. Waehrenddessen haben die Kids nochmal das Trampolin besucht und waren auf dem Spielplatz. Am Strand haben wir uns dann alle wieder getroffen. Leider war es doch so windig, dass es beim spielen im Wasser zu schnell kalt geworden ist. Wir sind dann also um vier Uhr wieder zurueck: Jessi mit Patrick im Buggy (er wollte dann doch nicht mehr Dinghi fahren) und Hannah vor dem Bauch aussen rum und ich mit Iris und allen unseren Kindern im Dinghi direkt zurueck.

Ich durfte dann nochmal mit dem Dinghi einkaufen fahren in den Ort (die 20 Liter Wasser wollte ich dann doch nicht aussen um den Hafen schleppen) und habe doch glatt beim einpacken der gekauften Sachen ins Dinghi eine Pringles Dose ins Wasser katapultiert. Gluecklicher Weise schwimmen die ziemlich gut, halten dicht und die Crew auf dem Schiff neben dem ich das Dinghi geparkt hatte, half mir mit einem Bootshaken aus …

Zum Abendessen haben wir ein Chicken Curry gekocht (eigentlich sollte es Lasagne geben, aber Hackfleisch, auch gefroren ist in den kleineren Orten in Kroatien scheinbar nicht zu bekommen) und waehrend die Mamas die Kinder ins Bett gebracht haben und Sven gespuelt hat habe ich das Beiboot aufs Deck geraeumt, das Grosssegel in der Persenning verstaut und das Deck abgespritzt und geschrubbt. „Housekeeping“ sozusagen.

Und jetzt warten wir, dass die Mamas mit dem Kinder zum schlafen bringen bald fertig sind, damit wir im Cockpit noch etwas „chillen“ koennen. Vorhin hat es aber schon mal kurz genieselt und es ist immer noch sehr bewoelkt aber nur noch leicht windig.

Comments

Hi,

Deine Situation beneide ich gerade: Nicht dass Du eine langsame Internetverbindung hast; vielmehr, dass Du nach dem Telefonat mit der Service-Line ins Wasser springen kannst und untertauchen kannst… Ich plane geade den Umzug von Reutlingen und München nach Stuttgart und habe dabei mit einigen von den Telefon-Zentralen bei der Telekom (!) und bei Autovermietern zu tun. Manchmal wünsche mich danach auch den Sprung ins Wasser. Nun, es laeuft schon, aber hier und da hackelt es auch. Also geniess die nächste Erfrischung in der Adria und viele Grüße an Iris, Jessi und Sven.

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Holger
| 07.06.2012 09:59 (vor 9 Jahren) | reply

irgendwie ist der kommentar im Datum verrutscht. Nun, aehnlicher Text findet sich auch am 8.6.

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Holger
| 08.06.2012 09:12 (vor 9 Jahren) | reply