17.8.2016, Cavtat
Nach einer erst etwas lauten Nacht (da kamen doch glatt um halb 10 zwei Ausflugs-/Kreuzfahrtschiffe in den kleinen Hafen und haben dann nach dem Anlegemanöver promt die Boxen aufgedreht) bin ich wieder mal um kurz nach 6 in völliger Stille im Cockpit aufgewacht.
Wir haben dann diesmal etwas früher/schneller gefrühstückt - Olivier hat eine französische Pfannchen-/Pancake-Variante namens „Farinette“ gemacht, die sehr, sehr lecker war - da wir noch „kurz“ an die Mole rüber wollten zum Wasser tanken. Das hatte ich telefonisch mit dem „Hafenmeister“ für 09:30 Uhr ausgemacht.
Hat auch alles wunderbar geklappt, nur, dass ich mit der Schlauchverlängerung und dem sowieso schon geringen Wasserdruck die Tanks nur ganz, ganz langsam füllen konnte. Für den kleinen Tank mit 180L haben wir fast schon eine halbe Stunde gebraucht, bis er voll war. Also haben wir den grossen Tank nur zu ca. 2/5 gefüllt und sind dann nach 1:15h endlich weggekommen.
Wir mussten ja noch nach Dubrovnik um dort Mittags den hoffentlich korrekt reparierten Autopilotmotor abzuholen und neue Schalter für die Toilette zu kaufen. So kamen wir dort erst um 13:30 Uhr an (auch, weil wir noch ein wenig gesegelt sind auf dem Weg) und haben mitten im Hafen von Grusz geankert. Ich bin dann schnell mit dem Dinghi rüber. Mit dem Lieferanten des reparierten Autopiloten habe ich mich dann beim Marina Store getroffen, wo ich auch ein paar Taster erwerben konnte. Netter Weise hat er mich mit der Vespa noch bis zurück zum Dinghi gebracht und wir waren nach etwas über einer halben Stunde wieder unterwegs.
im Hafen Grusz von Dubrovnik lag diese kleine Yacht namens Katara; sie gehört dem Emir von Qatar
An der Altstadt von Dubrovnik sind wir dann noch ganz nah vorbei gefahren, damit Alexandra, Olivier und Charlotte wenigstens einen Blick darauf erhaschen konnten. Aber sie haben ja schon Trogir, Korcula gesehen und wir fahren ja auch noch nach Kotor. Passt also…
Die Strecke nach Cavtat war dann nur noch eine Stunde und wir haben dort wider erwarten sogar einen Platz an der Mole bekommen. Bojen gibt es nämlich keine mehr. Wir liegen zur Hälfte mit dem Heck an der Stadmole und zur anderen Hälfte an der Zollpier (die gehen quasi nahtlos ineinander über, nur durch eine kleine Seilabsperrung getrennt). Alle auf der Steuerbordseite schlafen also heute nacht schon im exterritorialen Gebiet
Das macht es mir morgen deutlich einfacher, da ich zum ausklarieren nicht extra nochmal umparken muss.
Olivier hat mir dann geholfen den Autopiloten einzubauen. Und er funktioniert scheinbar auch wieder. Genaueres erfahren wir morgen, wenn wir draussen die Justagerunden drehen. Der Rest der Crew ist währenddessen zum Spielplatz, Eis essen, spazieren gehen, einkaufen gegangen. Wir beide haben uns nach getaner Arbeit auch noch ein Eis gegönnt.
ein kleiner Aperol Spritz (mit Prosecco) für die Damen …
so sieht tonttu im Hafen von Cavtat von der Seite aus
Alle haben dann noch viele, viele Postkarten geschrieben (da Iris und Alexandra gleich die kroatischen Briefmarken dazu gekauft haben müssen sie ja heute noch eingeworfen werden) und zum Abendessen haben wir uns alle Pizza geholt. Jetzt sind die Jungs im Bett und die Mädels schauen mit den anderen Erwachsenen bei der Vorführung einer örtlichen Tanzgruppe gegenüber auf der Promenade zu.
Morgen Vormittag klariere ich dann aus und wir fahren nach Montenegro. Wie schnell ich dort wieder an eine Datenkarte bzw. Internet komme ist noch nicht ganz klar. Es kann also sein, dass morgen erst mal kein Blogbucheintrag geschrieben wird. Das hole ich dann aber nach…