Ein Sommer mit "tonttu"

24.08.2014, tonttu bekommt immer einen Platz in Hvar!

Heute morgen sah es zuerst ziemlich düster aus. Nördlich von Vis aber auch über Vis waren dicke, dunkle Wolkenberge. Aber zumindest war der im einen Wetterbericht angesagte (in den anderen nicht angesagte) stärkere Wind aus Nord/Nordwest nicht da, sondern es war fast windstill.

Also beschloss ich möglichst bald nach/während des Frühstücks los zu fahren, damit wir noch sicher rüber nach Hvar kommen und auch dort Chancen auf einen Liegeplatz haben.

Eine halbe Stunde nach der Abfahrt, ca. 3 sm nördlich von Vis hatten wir aber schon blauen Himmel aber leider noch immer keinen ausreichenden Segelwind. So sind wir also weiter motort und waren kurz nach 10 Uhr schon beim Pakleni-/Sveti-Klement-Archipel südwestlich der Stadt Hvar. Als wir uns dort durchgeschlängelt hatten habe ich versucht auf Kanal 09 „Hvar Port“ zu erreichen, aber erst mal keine Antwort bekommen. Am Telefon eine dreiviertel Stunde vorher hat man mir nämlich gesagt Reservierungen mache man keine (ausser für Megayachten) aber ich soll doch einfach per Funk Kontakt aufnehmen, wenn ich vor dem Hafen bin. So kannte ich es ja auch von den Vorjahren.

Wir mussten also ca. 30 bis 40 min Kreise drehen aber haben dann einen wunderbaren Platz an der Mole bekommen. Fast genau an der gleichen Stelle wie letztes Jahr mit meinen Eltern.

Wir haben dann erst mal die Waschmaschine angeschmissen (wir sind auf 4 Wäschen gekommen in Summe heute ;-)) und die restliche Pizza von gestern Abend als Mittagessen verspeist. Danach sind wir mit einem kurzen Zwischenstopp an der Eisdiele zum Strand aufgebrochen und haben dort eine gute halbe Stunde gebadet.

Als es dann halb 4 war haben wir uns ein Taxi hoch zur Festung genommen und das wunderschöne Hvar von oben angeschaut. Die Schiessscharten, Kanonen und das Verlies waren ein highlight für die Kids.

Luca, der kleine Klettermaxe:

Anna und Lara die Zaunköniginnen:

Nur Lara war schwer traurig, weil die Batterien von ihrer Kamera leer waren. Angeblich hatte Anna die Kamera gestern Abend im Bett angeschaltet und deshalb sind jetzt die Akkus leer gewesen. Am Schluss habe ich dann einfach die Akkus aus Annas Kamera herausgenommen und in Laras Kamera gesteckt, so dass sie auch noch ein paar Fotos machen konnte.

Runter sind wir dann gelaufen. Es war ein schöner Spaziergang durch den Pinienhain oberhalb des Städtchens und immer wieder mit schönen Blicken auf den Hafen und natürlich auf tonttu (zumindest die Mastspitze konnte man immer sehen).

An Bord habe ich dann Clubsandwiches gemacht (wir konnten ja mit der Grillfunktion der Mikrowelle dank des Landstroms ausgiebigst Toasten) und wir haben im Cockpit vor der Promenade gespeist und uns mit den Nachbarn unterhalten und deren Hund beim beschnuppern einer einheimischen schwarzen Katze zugesehen. Die hat jedoch immer wieder gefaucht, so dass der deutlich grössere Hund immer wieder erschrocken ist und einen Satz zurück gemacht hat. Sehr lustig. Und es zeigt mal wieder, dass Katzen intelligenztechnisch die Oberhand haben. Denn das Kätzchen wäre mit einem Haps im Magen des grossen Hundes verschwunden gewesen, wenn der es darauf angelegt hätte.

Vielleicht gehen Iris oder ich uns noch eine kleine Nachspeise gegenüber holen, oder Iris geniesst einfach nur ihren Aperol (sie ist immer noch die glücklichste Ehefrau der Welt, aber nicht nur wegen des Aperols, hoffe ich zumindest :-)).

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