Durch den Kanal von Korinth
Nach einem Trip zur Coast Guard haben wir schon um 08:00 Uhr abgelegt und sind unter Motor (es war nur 10 kn Wind gegenan und wir mussten ja erst mal durch die ganzen Schiffe auf Reede vor Piräus) in Richtung Osteingang vom Kanal von Korinth.
Dort sind wir dann gegen 13:00 Uhr angekommen (nach diversen Voranmeldungen per Funk, bei denen sie uns immer wieder gebeten haben nochmal später wieder anzufunken) und haben uns erst mal an die Mole gelegt zum bezahlen und warten auf den Durchfahrtstermin. Der Behördengang war erstaunlich schnell und effizient und wir mussten danach auch nur eine Viertelstunde warten. Wir haben die Zeit genutzt einen griechischen Salat zum Mittagessen zu machen.
Als Peer gerade ins Wasser springen wollte um zu baden, kam die Erlaubnis loszufahren. Wir haben schnell die Leinen gelöst, aber das Boot mit den drei älteren Finninnen war schneller und ist uns dann vorausgefahren. Wegen der Eile hat Jörg dann leider auch noch sein Cap verloren…
An der einen grossen Brücke mitten im Kanal ist dann noch einer Bungyjumping gewesen und Peer hat eine Seriensportaufnahme der kompletten Fallphase gemacht.
Kurz nach der Ausfahrt im Westen ist dann der Wind etwas stärker geworden und die Wellen auch höher. Wir sind also unter Motor weiter gefahren, da es laut Wetterbericht immer stärker werden sollte (bis 6/7 Bft) und deshalb wollten wir uns beeilen.
Wir sind dann gerade noch bei 25kn Wind in den Hafen von Kiato eingelaufen und haben uns vor einen Frachter längsseits gelegt. Die Finninnen kamen etwas nach uns an. als wir festgemacht hatten ist der Wind bis hoch auf 28kn gegangen und die Gischt ist über den niedrigen Teil der Mole geweht worden.
Leider haben wir einen der kurzen Festmacher unterwegs verloren, da die Leinenhalter so morsch geworden sind über den Winter
Wir sind dann erst mal durch das Städtchen gelaufen, haben einen Cafe getrunken und danach nach einem Restaurant für das Abendessen gesucht. Dabei ist uns ein älterer Herr über den Weg gelaufen, der auf unsere Frage nach einem Restaurant hin, uns gleich zu einem hingeführt hat. Er fand es so schön, dass wir aus München kommen, der Stadt in der sein Bruder lebt.
Er hat sich dann auch noch kurz zu uns gesetzt, ein Bierchen getrunken und uns Käse als Vorspeise empfohlen. Nach ein paar radebrechenden Minuten ist er dann „nach Hause“ gegangen. Er kam aber nach 10 min wieder zurück mit einem Kuchenkarton, den er uns gegeben hat zusammen mit der Karte von seinem Bruder (mit der Adresse aus München).
Wir sind jetzt immer noch am rätseln, ob der Kuchen jetzt ein Geschenk für uns ist, oder ob wir den seinem Bruder mitbringen sollen. Er hat mir jedoch die Karte in die Hand gedrückt und „telefonieren“ angedeutet…
Wir werden es sehen, denn er hat gemeint, er wird uns morgen um 09:00 Uhr besuchen kommen. Den Kuchen essen wir auf jeden Fall vorher noch nicht