Tag 92 (1.8.2012)
Wir waren heute morgen doch recht muede (also Iris und ich; bei mir lag es daran, dass regelmaessig alle Stunde bis 3 Uhr morgens immer wieder Windboeen um die Ecke kamen und bei Iris wohl daran, dass auch sie meine Unruhe gespuert hat).
So hatten wir auch keine Grosse Lust mehr all zu lange zu bleiben und sind nach dem Fruehstueck (das zugegebener Massen mit kurz vor 10 Uhr auch recht spaet stattgefunden hat) losgefahren in Richtung Ormos Vlycho.
Die Maedels machen sich in den Jungs-Sesseln breit:
Dort sind wir um halb ein Uhr nach passieren von Skorpios (der Onassis-Privatinsel; klingt spektakulaerer als es ist) angekommen. In der riesigen Bucht haben wir auf knapp 7 m Wassertiefe den Anker geschmissen und erst mal Mittag gekocht.
Danach hat Iris mit der Edelstahlpolitur versucht den Flugrost an einigen der Edelstahlteile los zu werden. Ist sehr muehsam, geht aber. Und ich habe das Dinghi beschriftet. Dazu musste ich erst mal den Schriftzug auf die durchsichtige Klebefolie bringen (per Hand) und diese dann ausschneiden und im Wasser an den Bug des Beiboots kleben. Das ging nicht ganz so gut wie erhofft (es gab eine unangenehme kleine Welle, die die Arbeit behindert hat). Danach habe ich mit dem Gummi-Spray den Schriftzug gesprueht.
Im Ersten Moment sah es recht gut aus. Aber schon kurze Zeit spaeter (bei der Ueberfahrt zum Ort) hat sich gezeigt, dass der Gummi nicht besonders gut haelt. Wahrscheinlich muss ich entweder normales Lackspray nehmen oder einfach mit Edding alles nochmal nachmalen…
Etwas spaeter sind wir rueber zur Mole des kleinen Orts Vlycho gefahren. Erst sah es so aus, als waere da alles eingeschlafen und wir wuerden nicht mal ein Eis bekommen. Aber ein Mechaniker des englischen Vercharterers „Ionian Yacht Charter“ hat uns einen Tipp gegeben ungefaehr 500 m weiter suedlich. Dort ist der „Vlycho Yacht Club“. Eine typisch britische Einrichtung: Halb Restauraunt, Bar und Cafe und halb Clubraum mit Buchtausch, Fernseher mit Olympia und Bootsservice. Auf jeden Fall sehr nett und wir waren mit den 4 Kindern auch das Ereignis des Tages.
Die Buechertauschwand; leider hatte ich nichts dabei…
Die Bar; dafuer hatte ich zu viele Kinder dabei …
Wir haben dann noch in einem kleinen Supermarkt ein wenig eingekauft und sind dann zum Schiff zurueck. Dabei sind wir ziemlich nass geworden, da der Wind etwas zugenommen hat und 30cm Welle fuer ein Dinghi halt doch schon recht viel sind.
Also sind die Jungs und Maedels geduscht worden und waehrenddessen hat es einen kurzen Gewitterschauer gegeben. Donner haben wir zwar nur einmal gehoert, ich habe aber trotzdem die Gasflasche zugedreht und die Elektronik aus gemacht. Deshalb kann ich nicht sagen wieviel Wind es hatte als ich dann im Regen auf dem Deck geduscht habe. Den Oberkoerper habe ich gerade so geschafft, dann hat es schon wieder aufgehoert. Aber immerhin, der erste Regen seit Rab vor 2 Monaten!
Papa beim Duschen:
Und Luis darf auch mal kurz:
Spaeter haben wir dann noch im „Vlycho Yacht Club“ Essen bestellt per Telefon und ich habe es mit dem Dinghi geholt. Es war ziemlich gut und auesserst guenstig. Also sehr zu empfehlen.
Spaeter hat dann nochmal (zum dritten Mal heute Nachmittag/Abend) der Wind gedreht und wieder in Boeen auf ueber 20kn zugenommen. Das hat unser Anker dann mit Aufgabe quittiert (wir sind immer weiter auf eine andere Yacht zugerutscht, weil der Anker wahrscheinlich beim letzten Dreher rausgehebelt worden war) und wir mussten den Anker nochmal neu werfen. Diesmal sogar mit 50m Kette
So und jetzt goennen Iris und ich uns den Chocolate Fudge Cake, den wir vor den Maedchen verheimlicht haben, haehaehae …