Tag 93 (2.8.2012)
Heute morgen war alles ganz, ganz ruhig. Ich habe ja im Cockpit geschlafen (wie fast jede Nacht) und ab halb 7 ist alle 10 min wieder einer weggefahren und man hat ganz leise die Kommandos und das rattern der Ankerkette ueber die Bucht gehoert. Kein Vergleich zum Abend davor bei den Winddrehern und dem leichten Gewitter.
Wir hatten dann auch keine Lust mehr in der grossen Bucht zu baden (da dreht sich ja alles was ins Wasser faellt nur im Kreis) und sind nach dem Fruehstueck gleich rausgefahren in Richtung Spartachorion (das ist das kleine Oertchen oben auf dem Huegel ueber der Bucht) und Porto Spilia (das ist die Taverne mit den Schwimmstegen neben der kleinen Gemeindepier).
Dort haben wir kurz vor 12 angelegt an einem der Schwimmstege. Babi, so heisst der Wirt (habe ich mich spaeter erinnert), hat uns eigentlich erst mal zur Gemeindepier gewunken. Aber nachdem es dort kein Wasser und keinen Strom gibt und ich mir nicht sicher war ob sie tief genug ist, sind wir doch erst an den Schwimmsteg gegangen.
Wir haben dann erst mal alle bei Babi in der Taverne Porto Spilia gegessen und dort hat Babi mir erzaehlt, dass wohl am spaeteren Nachmittag bzw. am fruehen Abend starker Wind erwartet wird wegen einer lokalen Gewitterfront. Deshalb wollte er uns an der Mole haben, damit es nicht so extrem schaukelt fuer die Kinder. Er hat selber eine 20 Monate alte Tochter.
Also haben wir erst mal den Wassertank gefuellt und sind dann rueber an die Mole. Dort hat uns sein Bruder geholfen die Mooring richtig fest zu spannen. Spaeter haben wir aber dann zusammen mit dem Bruder, Babi, dem Motor und dem Bugstrahlruder noch mehr dichtgeholt, da wir schon bei den ersten Windstoessen (noch aus suedlichen Richtungen, spaeter dann aus Nord) ziemlich nahe an die Mole gekommen sind.
Spater, als der Wind dann auf ca. 20 kn (genau weiss ich es nicht) zugenommen hat, kamen noch eine ganze Reihe anderer Segler. Ich habe dann als Dankeschoen Babi und seinem Bruder (und ca. 2 Neffen und weitere 5 andere Segler) geholfen die anderen einen nach dem anderen zu vertaeuen. Auch dabei lernt man viel. Manchmal auch wie man es nicht macht…
Jetzt beruhigt sich alles wieder aber es gibt immer noch Welle von draussen, die etwas unters Heck klatscht. Deshalb schlafen die Buben nicht besonders gut ein.
Blick aus dem Cockpit zur Taverne von Babi:
Blick aus dem Cockpit in die andere Richtung (mit den Resten von unserem Abendessen im Vordergrund):