Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 94 (3.8.2012)

Nachtrag zu gestern: Wahnsinn, was fuer geschmacklose Deko manche Motoryachtfahrer auf ihr Schiff stellen. Die haben doch tatsaechlich gestern in der beginnenden Dunkelheit beim Verlassen des Schiffs fuers Abendessen noch die Plastikagave im Koerbchen mit einem kleinen Batteriestrahler und zwei Elektrokerzen „verschoenert“. Das Beste dabei war, dass der Skipper seiner Frau dazu von Land aus Anweisungen gegeben hat, wie sie die Lichter auszurichten hat ;-) ;-) ;-)

Ein Urlaubstag …

Ihr werdet jetzt sagen: „Aber die haben doch zur Zeit immer Urlaub!“ Da habt Ihr natuerlich recht. Aber nach zwei relativ durchwachten Naechten (wegen Wind vor Anker) war es eine kleine verdiente Erholung heute hier zu uebernachten und noch einen Tag und eine Nacht zu bleiben.

Wir sind nach dem Fruehstueck erst mal alle Mann und Frau hoch den Berg zum Oertchen hochgestiegen. Moment! Stimmt gar nicht. Erst haben wir natuerlich nach dem Fruehstueck den Generator angeworfen und eine Maschine Waesche gewaschen ;-)

Aber dann um viertel nach 10 ging es auf die anstrengende Bergtour. Iris hatte Luca im Baby Bjoern und Ihre Handtasche um, und ich hatte Luis auf den Schultern und den Rucksack inkl. Kamera am Buckel. Die Anna war so nett und hat waehrenddessen meinen Strohhut getragen, denn fuer den war kein Platz mehr auf meinem Kopf da ja Luis praktisch um meinen Hals und Kopf herum gewickelt war.

tonttu von oben (mit Zoom, ohne Zoom und mit Horizont); die schoenste Yacht, einfach zu erkennen (nee, die Yacht neben dem braunen „Piratenausflugsschiff“ an der Steinmole):

Wir sind auf jeden Fall die 289 Stufen hochgestapft. Nee, schmarrn, ich habe natuerlich nicht gezaehlt, aber es waren doch ziemlich viele. So ca. 120 Hoehenmeter werden es schon gewesen sein bis in den Ortskern oben. Dort haben wir uns dann eine kleine Taverne weiter hinten gesucht und sind dort zu Mittag eingekehrt. Eigentlich noch nicht gleich, denn Iris ist erst nochmal bis zur Aussichtsplattform in der letzten Kehre vor dem Ort gelaufen, da wir leider einen der Schuhe von Luca verloren hatten. Wir haben ihn aber nicht gefunden, er muss ihn wohl irgendwo unterwegs auf der Treppe abgestreift haben und er ist so seitlich in die Buesche gefallen, dass wir ihn nicht mehr gesehen haben beim runtersteigen.

Luis stapft ueber die Aussichtsplattform:

Grossfamilie beim Mittagessen:

Wir haben dann noch einen kleinen Einkauf in dem Mini Supermarkt schraeg gegenueber der Taverne gemacht und sind dann wieder runter gestapft.

Unten angekommen haben die Maedels und ich auf dem Boot die Badesachen geholt und Iris hat sich ins Cockpit gesetzt, waehrend die Jungs ihren Mittagsschlaf gehalten haben. Anna und Lara haben dann direkt vor der Terasse von Spilias Taverna gebadet und mit dem Kiesstrand gespielt waehrend ich es tatsaechlich geschafft habe mal zwei Artikel aus der Yachtzeitschrift zu lesen, die ich in Levkas gekauft habe.

Ploetzlich hat sich Lara in den Stuhl gesetzt und ist in sich zusammengesunken und hat angefangen ein Lied zu pfeifen (bzw. so aehnliche Geraeusche von sich zu geben, die man mit viel gutem Willen als traellern interpretieren koennte). Unsere Tischnachbarn und ich haben uns gekringelt vor Lachen und sie hat es erst ueberhaupt nicht gemerkt…

Spaeter habe ich dann Iris und die Jungs auch zum Strand geholt, als mir Iris per Funk bescheid gegeben haben, dass sie ausgeschlafen hatten. So haben wir dann noch bis halb 6 Abends den Schatten unter den Sonnenschirmen genossen und sind abwechselnd den Jungs hinterhergerannt, die natuerlich staendig wieder ausgebuechst sind.

Waehrend wir dann beim Abendessen bei Babi in der Taverna Spilia waren (alle 6) ist dann noch eine Megayacht reingekommen. 45m lang und scheint dem Eigentuemer von Olympiacos Athen zu gehoeren. Das muss wohl eine bekannte Fussballmannschaft sein ;-) Aber die Yacht ist in Valetta zugelassen, also wohl auch ein Steuersparmodell an den griechischen Kassen vorbei…

So war der Blick bevor die Megayacht kam:

Und so danach (der groessere Segelmast daneben ist der von tonttu):

Und spaeter kam dann noch ein „kleineres Exemplar“. Die war wohl „nur“ 32m lang …

Ist aber schon beeindruckend mit tonttu drei neben so einer Yacht zu liegen. Wir sind wohl in die Oberklasse aufgestiegen ;-)

Morgen werden wir dann wohl wieder von hier weg fahren und uns einen anderen ruhige Ankerplatz oder eine Stadtpier suchen.

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