Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 68 (8.7.2012)

Nach einem kleinen Lachsfruehstueck (Papa hat den Toast aber leider im Gasofen verbrannt, denn fuer die Microwelle war nicht mehr genug Strom da und fuer 4 Toast wollte der Skipper nicht extra den Generator anwerfen) sind Anna, Lara und ich nochmal zum Strand gefahren um zu schwimmen.

Der tote Fisch war nicht mehr da, die beiden Polizisten vom Vortag auch nicht mehr, dafuer ein neuer Polizist. Auch der war sehr freundlich, hat eine Tochter Namens Anna, die aber schon groesser ist als er und konnte weder Italienisch noch Englisch. War also alles noch etwas schwieriger mit der Kommunikation.

Er meinte aber dann wir sollten wegen der Kinder weg fahren, da ueber den Huegel nach Norden „Terroristen“ sind. Das habe ich ihm nicht so ganz glauben wollen (auch bei ihm war ja die erste Frage die, ob wir Zigaretten haetten; und ich glaube nicht, dass er an Schmuggelware gedacht hat). Aber wir wollten ja dann eh weg. So sind wir um ca. 11:00 aus der Bucht Kakome ausgelaufen und haben dann auch auf dem Strand der noerdlich anschliesst die ersten „Terroristen“ gesehen. Mit gruenem Sonnenschirm. Vielleicht meinte er ja doch „Touristen“ ;-)

So sind wir nach kurzer Fahrt (ohne Wind waren wir nur 1.5 h unterwegs mit Motor) vor Sarande angekommen. Da die Jungs und Maedels gerade am Mittagessen waren (mir war es einfach zu heiss), habe ich uns noch ein wenig treiben lassen, was den Agenten, den ich vorher schon angerufen hatte, dazu genoetigt hat mich anzurufen, ob ich denn schon in der Naehe sei.

Sarande von Nordwesten kommend:

Was auch immer das sein mag: Moschee, Villa, Hotel, …

Er hat uns dann beim anlegen geholfen und wir haben fuer zwei Naechte einen Platz mit Buganker und Heckleinen direkt an der Ecke der Mole, so dass wir sicher nicht den Platz wechseln muessen. Leider hat es hier in der doch recht offenen Bucht immer wieder recht starken Schwell wegen der vorbeifahrenden Faehren in der Passage zwischen Korfu und Albanien.

Fuer morgen hat uns der Agent einen Minivan mit Fahrer und Guide organisiert, der uns zu den Ausgrabungen von Butrint und danach zu der Quelle „Blue Eye“ bringen wird. Deshalb bleiben wir ja auch zwei Naechte.

Wir sind dann in den Ort gestiefelt und haben uns die Sehenswuerdigkeiten angesehen. Zuerst den Strand von oben (in einer netten kleinen Strandbar mit Eisverkauf ;-)) und dann den Strand von der Promenade aus (beim entlanggehen zum anderen Ende des Ortes), danach den Strand von einem Cafe/Restaurant beim alten Stadthafen aus (da mussten wir stoppen, da Anna und Lara unbedingt aufs Klo mussten). Danach sind wir am Postamt vorbei (Briefmarken kaufen; die waren sehr billig und das hat dazu gefuehrt, dass die Postbeamtin uns nicht auf unseren 1000 LEK Schein rausgeben konnte und erst mal beim Kiosk gegenueber wechseln musste!) zum „Central Park“ von Sarande. (Der heisst tatsaechlich so …) Der hat einen ganz netten Springbrunnen, den alle 4 kleinen Rosas erst mal eine Weile fasziniert angestarrt haben und darueber ganz uebersehen hatten, dass daneben ein recht schoener Spielplatz war.

Eine der typischen Treppengassen, die wir mit den beiden Jungs in den Buggies erklimmen mussten:

Der Brunnen im Central Park und der Spielplatz daneben:

Und so sehen kurzzeitig entspannte Eltern im Digitalphotoselbstportrait aus:

Also ab zum Spielplatz und austoben. Die Jungs haben sich von Lara in der Babyschaukel rumschleudern lassen und Mama und Papa hatten mal fuer 15 Minuten Ruhe. Schoen!!!!

Direkt beim Central Park waere eigentlich noch eine Ausgrabung einer Basilika mit einem Steinmosaik am Boden. Aber das Mosaik konnte ich nicht finden, trotz aufgestelltem Plan der Ausgrabung. Danaben war dann aber noch ein Kiosk an dem wir uns mit Getraenken eingedeckt hatten. Der hatte aber noch andere interessante Sachen in der Auslage: Neben Wirtschaftsbuechern und geschichtlichem ueber den Kommunismus sowie einer Biografie von Enver Hoxha hatte der auch noch Hitlers Mein Kampf in deutsch und albanisch!

Danach sind wir noch zum Strand baden und haben uns dann auf dem Rueckweg Pizza mitgenommen aufs Schiff.

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