Tag 17 (18.5.2012)
Wieder ein schoener Tag mit positiver Ueberraschung…
Nach einem ausgiebigen Fruehstueck (diesmal hat Franz keinen normalen Baecker gefunden und deshalb gleich einen ganzen Supermarkt gepluendert) wollten wir puenktlich um 10:00 Uhr ablegen, da zu diesem Zeitpunkt ja eigentlich der Ausflugsdampfer an dem wir laengsseits lagen weg fahren wollte. Wir waren also um Punkt 09:45 bereit zum ablegen und genau da kam dann der Hafenmeister mit seinem Assistenten zu einer Routinekontrolle.
Sie waren sehr nett und wollten einfach nur alle Papiere sehen und haben dann mit mir zusammen ein einseitiges Formular mit Durchschlaegen ausgefuellt. Dabei sassen wir an einem der Tische auf dem Ausflugsdampfer neben uns und haben uns sehr nett unterhalten. Am Schluss habe ich einen der Durschschlaege bekommen mit der Bitte ihn den Kollegen vorzuzeigen, falls ich nochmal in eine solche Kontrolle komme. Das wuerde denen dann viel Arbeit ersparen.
Wir sind dann endlich um 10:15 los gekommen. Hat aber nichts gemacht, denn auf dem Ausflugsdampfer hat sich noch ueberhaupt nichts geruehrt.
In knapp eineinviertel Stunden waren wir dann drueben auf Susak und haben in der Bucht direkt suedlich der Hafenbucht geankert. Dort gibt es naemlich einen Sandstrand! Meine erste Amtshandlung nach dem Ankern war dann ein Tauchgang zum Ruderblatt. Es war s**kalt. Laut Schiffsthermometer hatte es 17.5 Grad! Aber: Das Ruderblatt hat nur eine ca. 2 cm grosse Macke am hinteren unteren Ende. Das werde ich versuchen in den naechsten Tagen mit Gelcoat oder „Unterwasser“-Epoxy auszubessern und vor allem abzudichten. Auf jeden Fall passiert da nichts weiter und es kann sich hoechstens um einen freistehenden und losen Stein gehandelt haben, den wir touchiert haben.
Nach ca. einer halben Stunde vor Anker kam dann der „Bojenbesitzer“ des Bojenfeldes am anderen Ende der Bucht. Offenbar hat auch hier schon die Bojenkonzessionssucht der kroatischen Behoerden zugeschlagen. Er hat uns aber immerhin recht freundlich gebeten, an eine der Bojen zu gehen, hier sei Ankerverbot. Das Schild wuerden wir von unserem Ankerplatz aus aber nicht sehen, es stehe etwas um die Ecke und waere nur aus der Richtung des Hafens zu sehen. Ich habe dann gemeint wir wollten eh' nur 2 Stunden zum Baden bleiben. Er hat uns aber trotzdem gebeten an eine der Bojen zu gehen (wir duerften auch kostenlos bleiben, normal waeren es 10 EUR). Denn ansonsten muesste er immer wieder vom Hafen herueberfahren, um anderen die unserem Beispiel folgen zu erklaeren, dass man da nicht ankern darf und an die Boje muss. Und er wolle jetzt schliesslich in Ruhe Mittag essen…
Na ja, wir sind dann an eine der Bojen und haben dann noch einen schoenen Ausflug an den Sandstrand gemacht und Sandhafen gebaut (fuer eine Burg fehlten uns Sandschaufeln und -eimer).
Gegen 15:00 sind wir dann wieder zurueck nach Mali Losinj gesegelt und haben dort um halb 5 einen netten Liegeplatz wieder an der Hauptmole bekommen. Eine viertel Stunde spaeter kam dann noch eine Bavaria 47 einer Slowakischen Familie (Eltern mit einer kleinen Tochter) bei uns laengsseits und wir wurden dafuer mit einer Flasche Wein beschenkt.
Zum Abendessen sind wir nochmal ausgegangen (naechste Woche wird wieder an Bord gekocht und die Kids kommen puenktlich ins Bett) und haben Fisch und Fleisch dalmatinischer Machart genossen. Und Hilde und Franz konnten die Rueckfahrt nach Punat auf Krk (wo ja ihr Auto steht) klaeren: Erste Alternative mit dem Bus bis nach Krk und dort mit dem Taxi nach Punat. Zweite Alternative (sie haben per Zufall genau den richtigen Taxifahrer angesprochen) eine direkte Taxifahrt nach Punat, da dort jemand anderes abgeholt werden soll.
Wir werden morgen Nachmittag wahrscheinlich nach Ilovik (eine kleine Insel suedlich von Losinj) fahren und dort ankern bzw. an einer Boje festmachen. Am Sonntag geht es dann weiter nach Pag in eine sichere Marina, denn in der Nacht von Sonntag auf Montag soll nochmal ein Sturm kommen. Diesmal ein Jugo, ein starker Suedwind.